Westentor: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Zuge des städtebaulichen Rahmenplans „Perspektive Innenstadt 2030“ | Im Zuge des städtebaulichen Rahmenplans „Perspektive Innenstadt 2030“ hatte die Stadt ursprünglich geplant, das Westentor zwischen 2016 und 2019 erneut umzugestalten. Entsprechende Pläne wurden bereits 2014 bekanntgegeben.<ref>Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/westentor-hamm-soll-barrierefrei-werden-stadt-plant-umfangreiche-umgestaltung-3397309.html „Umgestaltung: Westentor soll barrierefrei werden“] in: wa.de vom 6. März 2014</ref> Neben einer Verbesserung der Barrierefreiheit sollte auch ein Bussteig entfernt werden, um so Radfahrern und Fußgängern mehr Raum zu verschaffen. Der Verein zur Förderung des [[Martin-Luther-Viertel]]s regte in diesem Zuge an, das Westentor durch künstlerische Elemente zu einem „Kulturbahnhof“ aufzuwerten. Geplant waren ursprünglich Investitionen von 1,2 Millionen Euro.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/neues-westentor-hamm-erst-2020-umgestaltung-busbahnhofs-verzoegert-sich-8626751.html „Neues Westentor erst ab 2020 - Umgestaltung verzögert sich“] in: wa.de vom 27. August 2017</ref> | ||
Die notwendige Ausschreibung bzw. der Architektur-Wettbewerb, der eine konkrete Planung ermöglichen sollte, hatte jedoch bis 2019 noch nicht stattgefunden.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/umbau-westentor-hamm-sollte-schon-beendet-sein-noch-nicht-begonnen-12901921.html „Umbau des Westentors: Statt Priorität jetzt Beliebigkeit?!“] in: wa.de vom 10. August 2019</ref> | Die notwendige Ausschreibung bzw. der Architektur-Wettbewerb, der eine konkrete Planung ermöglichen sollte, hatte jedoch bis 2019 noch nicht stattgefunden.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/umbau-westentor-hamm-sollte-schon-beendet-sein-noch-nicht-begonnen-12901921.html „Umbau des Westentors: Statt Priorität jetzt Beliebigkeit?!“] in: wa.de vom 10. August 2019</ref> Die Stadt wollte unter anderem die nächsten Schritte des Investors der [[Ritter-Passage]] abwarten, der an dieser Stelle das „B-Tween“ errichten wollte, um zwei parallele Baustelle in der Nachbarschaft zu vermeiden.<ref> Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/vorfahrt-b-tween-umbau-westentors-hamm-folgt-kurz-darauf-2022-12924602.html „Vorfahrt für „B-tween“: Umbau des Westentors folgt kurz darauf 2022“] in: wa.de vom 19. August 2019</ref> | ||
Nachdem der Umbau der Ritter-Passage nicht nennenswert vorangekommen war, wollte die Stadt den Umbau des Westentors schließlich vorziehen. Die erste europäische Ausschreibung für einen Entwurf des neuen Westentors im Sommer 2021 brachte jedoch nach Ansicht der Stadt nur wenige und zudem keine tauglichen Entwürfe hervor. Die Frist wurde daher bis 12. November verlängert, was einer zweiten Ausschreibung gleich kam.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/umbau-des-westentor-in-hamm-schon-wieder-in-verzug-91066801.html „Kein Interesse am Westentor? Umbau verzögert sich weiter“] in: wa.de vom 22. Oktober 2021</ref> | Nachdem der Umbau bzw. Abriss der Ritter-Passage nicht nennenswert vorangekommen war, wollte die Stadt den Umbau des Westentors schließlich vorziehen. Die erste europäische Ausschreibung für einen Entwurf des neuen Westentors im Sommer 2021 brachte jedoch nach Ansicht der Stadt nur wenige und zudem keine tauglichen Entwürfe hervor. Die Frist wurde daher bis 12. November verlängert, was einer zweiten Ausschreibung gleich kam.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/umbau-des-westentor-in-hamm-schon-wieder-in-verzug-91066801.html „Kein Interesse am Westentor? Umbau verzögert sich weiter“] in: wa.de vom 22. Oktober 2021</ref> | ||
Am 9. Mai [[2022]] präsentierte die Stadt schließlich den Siegerentwurf der Planungsbüros ''Gnegel'' aus Sendenhorst und ''Landschaft planen und bauen'' aus Dortmund, der den Namen „Treffpunkt Westentor: ankommen / abfahren / treffen / verbinden“ trug. Dem Entwurf gemäß wird der mittlere Bussteig entfernt, die verbleibenden Bussteige mit Dachbegrünung neu überdacht und der konventionelle Asphaltbelag mit einen wasserdurchlässigen Belag ausgetauscht. Die Beschallung der Haltestelle mit synthetischem Vogelgesang ist vorgesehen.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/viel-gruen-vogelgezwitscher-wenn-die-busse-fahren-so-soll-das-westentor-bald-aussehen-91534508.html „Viel Grün, Vogelgezwitscher wenn die Busse fahren: So soll das Westentor bald aussehen“] in: wa.de vom 10. Mai 2022</ref> | Am 9. Mai [[2022]] präsentierte die Stadt schließlich den Siegerentwurf der Planungsbüros ''Gnegel'' aus Sendenhorst und ''Landschaft planen und bauen'' aus Dortmund, der den Namen „Treffpunkt Westentor: ankommen / abfahren / treffen / verbinden“ trug. Dem Entwurf gemäß wird der mittlere Bussteig entfernt, die verbleibenden Bussteige mit Dachbegrünung neu überdacht und der konventionelle Asphaltbelag mit einen wasserdurchlässigen Belag ausgetauscht. Die Beschallung der Haltestelle mit synthetischem Vogelgesang ist vorgesehen.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/viel-gruen-vogelgezwitscher-wenn-die-busse-fahren-so-soll-das-westentor-bald-aussehen-91534508.html „Viel Grün, Vogelgezwitscher wenn die Busse fahren: So soll das Westentor bald aussehen“] in: wa.de vom 10. Mai 2022</ref> | ||
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[[Datei:Westentor 2024-1.jpg|mini|rechts|Westentor vor Umbau, August 2024]] | [[Datei:Westentor 2024-1.jpg|mini|rechts|Westentor vor Umbau, August 2024]] | ||
Vorbereitende Arbeiten für den Umbau des Westentors fanden zwischen Mitte 2023 und 2024 statt. Dabei wurden die kränklichen Bäume entfernt. Die eigentlichen Bauarbeiten begannen am 2. September 2024 mit der Vollsperrung des Westentors und sollen ein Jahr dauern. Die ansässigen Betriebe blieben jedoch zumindest fußläufig erreichbar, da Maßnahmen wie die Entfernung der Überdachungen nachts stattfanden. Anschließend verlegten die Stadtwerke neue Leitungen. Der Busverkehr nach Osten/Süden wurde über die [[Friedrichstraße]] und gen Westen über den [[Nordenwall]] umgeleitet. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Gesamtkosten auf 2,2 Mio. Euro taxiert.<ref>Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/der-umbau-des-hammer-westentors-beginnt-bereits-am-montag-93272456.html „Ab Montag: Westentor-Umbau mit weiträumigen Bus-Umleitungen“] in: wa.de vom 1. September 2024</ref> | Schließlich fand der Umbau des Westentors parallel zum Bau des „B-Tween“ statt, der ebenfalls 2024 begann. Vorbereitende Arbeiten für den Umbau des Westentors fanden zwischen Mitte 2023 und 2024 statt. Dabei wurden die kränklichen Bäume entfernt. Die eigentlichen Bauarbeiten begannen am 2. September 2024 mit der Vollsperrung des Westentors und sollen ein Jahr dauern. Die ansässigen Betriebe blieben jedoch zumindest fußläufig erreichbar, da Maßnahmen wie die Entfernung der Überdachungen nachts stattfanden. Anschließend verlegten die Stadtwerke neue Leitungen. Der Busverkehr nach Osten/Süden wurde über die [[Friedrichstraße]] und gen Westen über den [[Nordenwall]] umgeleitet. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Gesamtkosten auf 2,2 Mio. Euro taxiert.<ref>Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/der-umbau-des-hammer-westentors-beginnt-bereits-am-montag-93272456.html „Ab Montag: Westentor-Umbau mit weiträumigen Bus-Umleitungen“] in: wa.de vom 1. September 2024</ref> | ||
Während der vorausgehenden archäologischen Untersuchungen im Oktober 2024 wurde am Westentor ein etwa vier Meter langer Abschnitt der alten Stadtmauer freigelegt, der wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt.<ref>Maximilian Gang: [https://www.wa.de/hamm/lwl-archaeologie-historische-stadtmauer-innenstadt-mitte-westentor-entdeckt-gut-erhalten-nrw-hamm-93369800.html „‚Gut erhalten‘: Historische Stadtmauer in der Innenstadt entdeckt“] in: wa.de vom 25. Oktober 2024</ref> Allerdings stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen Wiederholungsfund handelte. Bereits am 20. April 1988 hatte man die Stadtmauer an dieser Stelle zu Beginn des damaligen Umbaus des Westentors entdeckt, aber auf Druck der Bauherren noch am gleichen Tag wieder verschüttet.<ref name="wade241026">Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/historische-stadtmauer-innenstadt-freigelegt-hamm-mitte-lwl-westentor-bauarbeiten-nrw-93373137.html „Historische Stadtmauer in der Innenstadt freigelegt – doch nicht zum ersten Mal“] in: wa.de vom 26. Oktober 2024</ref> | Während der vorausgehenden archäologischen Untersuchungen im Oktober 2024 wurde am Westentor ein etwa vier Meter langer Abschnitt der alten Stadtmauer freigelegt, der wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt.<ref>Maximilian Gang: [https://www.wa.de/hamm/lwl-archaeologie-historische-stadtmauer-innenstadt-mitte-westentor-entdeckt-gut-erhalten-nrw-hamm-93369800.html „‚Gut erhalten‘: Historische Stadtmauer in der Innenstadt entdeckt“] in: wa.de vom 25. Oktober 2024</ref> Allerdings stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen Wiederholungsfund handelte. Bereits am 20. April 1988 hatte man die Stadtmauer an dieser Stelle zu Beginn des damaligen Umbaus des Westentors entdeckt, aber auf Druck der Bauherren noch am gleichen Tag wieder verschüttet.<ref name="wade241026">Jörn Funke: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/historische-stadtmauer-innenstadt-freigelegt-hamm-mitte-lwl-westentor-bauarbeiten-nrw-93373137.html „Historische Stadtmauer in der Innenstadt freigelegt – doch nicht zum ersten Mal“] in: wa.de vom 26. Oktober 2024</ref> | ||