Nordstraße 10: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Haus '''Nordstraße 10''' entspricht der Hausstätte (alt: [[Häuserbuch|Nro 201]]) in der Nordhofe. Sie befand sich seit dem frühen 18. Jahrhundert im Besitz der Familie von der Fechte. Bei dem heutigen Haus handelt es sich wohl um einen Neubau aus der Zeit um 1900.  
Das Haus '''Nordstraße 10''' entspricht der Hausstätte (alt: [[Häuserbuch|Nro 201]]) in der Nordhofe. Sie befand sich seit dem frühen 18. Jahrhundert im Besitz der Familie von der Fechte. Bei dem heutigen Haus handelt es sich wohl um einen Neubau aus der Zeit um 1900.  


==Eigentümer==
===Eigentümer===
Erstmalig begegnet der Name [[1715]], als ''Wittib Jürgen von der Fecht'' 2 Reichstaler 15 Stüber Schatzung zu zahlen hatte. [[1722]] gehört das Haus Schmied Franz (Werner) von der Fecht († [[1741]]). Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von [[1734]] ließ er das Haus wieder aufbauen. Weil er sich aber nicht an die von der Baukommission vorgegebenen Richtlinien zum Wiederaufbau gehalten hatte, wurde ihm ein Teil der Baugelder nicht ausgezahlt: <blockquote>''Dem Schmidt Frantz Werner von der Fecht in der Nordtstraße hat die Baucommission gleichfalß die Procent Gelder zu zahlen geweigeret, weilen Er vorn an der Straße nur eine große Thür wieder die Bauordnung gemachtet, auch die Schmiede auf dem Fluhr angeleget, wo bißweilen auch Korn gedroschen werden soll''.</blockquote>  
 
[[1742]] finden wir dessen Witwe als Eigentümerin, bevor [[1766]] der Sohn Jürgen von der Fechte ([[1729]]-[[1797]]), der von Beruf ebenfalls Schmied war, genannt wird. Jürgen von der Fechte war zudem ab [[1778]] [[Gemeinheitsvorsteher]] des Nordhovens. Schmiedemeister Diedrich von der Fechte (ca. [[1773]]-[[1854]]) wird [[1803]] erstmalig als Besitzer genannt. Er war mit Anna Elisabeth Aufmordt verheiratet. Ihre Tochter Henriette heiratete wiederum den Metzger Ludwig Eichmann, der [[1866]] das Haus besaß. Ihr Sohn Louis Eichmann führte die Metzgerei im elterlichen Hause weiter (belegt [[1878]], [[1902]]).
*[[1708]] bis [[1728]]: '''Georg von der Fechte''' († 1708), Richtmann der Schmiede (bel. 1690) 2. oo 1686 Catharina Neuhaus († 1728)
*[[1734]] bis [[1742]]: '''Franz von der Fechte''' († 1741), Schmied oo 1726 Clara Anna Beckhaus († 1753)
*[[1766]] bis [[1803]]: '''Georg von der Fechte''' († 1797), Richtmann der Schmiede (bel. 1770), Gemeinheitsvorsteher der Nordhofe oo 1753 Anna Catharina Schmalt († 1803)
*[[1803]] bis [[1842]]: '''Diedrich von der Fechte''' († 1854), Schmied oo 1803 Anna Elisabeth Auffmordt († 1840)
*[[1842]] bis [[1877]]: '''Ludwig Eichmann''', Metzger oo 1842 Henriette von der Fechte
*[[1878]]: '''Wwe Ludwig Eichmann''' mit 7 Kindern
*[[1886]]: '''Louis Eichmann''', Metzger <br>
begegnet der Name [[1715]], als ''Wittib Jürgen von der Fecht'' 2 Reichstaler 15 Stüber Schatzung zu zahlen hatte. [[1722]] gehört das Haus Schmied Franz (Werner) von der Fecht († [[1741]]). Nach dem [[Stadtbrände|Stadtbrand]] von [[1734]] ließ er das Haus wieder aufbauen. Weil er sich aber nicht an die von der Baukommission vorgegebenen Richtlinien zum Wiederaufbau gehalten hatte, wurde ihm ein Teil der Baugelder nicht ausgezahlt: <blockquote>''Dem Schmidt Frantz Werner von der Fecht in der Nordtstraße hat die Baucommission gleichfalß die Procent Gelder zu zahlen geweigeret, weilen Er vorn an der Straße nur eine große Thür wieder die Bauordnung gemachtet, auch die Schmiede auf dem Fluhr angeleget, wo bißweilen auch Korn gedroschen werden soll''.</blockquote>


== Spätere Nutzung ==
== Spätere Nutzung ==