Moritz Bacharach: Unterschied zwischen den Versionen

Joachim Stiller (Diskussion | Beiträge)
 
Schulte (Diskussion | Beiträge)
K Link erstellt
 
Zeile 7: Zeile 7:


== Leben ==
== Leben ==
Von 1871 bis 1893 wurde Moritz Bacharach kontinuierlich als Stadtverordneter der ersten Abteilung in die [[Stadtverordnetenversammlung]] gewählt. Moritz Bacharach trat als Gründungsmitglied des Museumsvereins in Erscheinung (1886), war Vorstandmitglied der jüdischen Gemeinde Hamm und - neben anderen Ehrenämtern - auch Kuratoriumsmitglied der städtischen höheren Töchterschule, dem späteren [[Beisenkamp-Gymnasium]]. 1893 wurde er [[Magistrat|Ratsherr]] und konnte 1896 das Jubiläum seiner 25-jährigen Zugehörigkeit zu den städtischen Behörden begehen. Aus diesem Anlass begründete er mit 10.000 Reichsmark die [[Soziale Stiftungen|Bacharach-Stiftung]] zugunsten hilfsbedürftiger Wöchnerinnen. Die testamentarische Zustiftung seiner Frau Emilie († 1932) von 2000 Mark wurde im Juni 1933 von der NS-Stadtverordnetenversammlung - gegen die Stimmen von drei Zentrumsabgeordneten - nicht angenommen. <br>  
Von 1871 bis 1893 wurde Moritz Bacharach kontinuierlich als Stadtverordneter der ersten Abteilung in die [[Stadtverordnetenversammlung]] gewählt. Moritz Bacharach trat als Gründungsmitglied des Museumsvereins in Erscheinung (1886), war Vorstandmitglied der jüdischen Gemeinde Hamm und - neben anderen Ehrenämtern - auch Kuratoriumsmitglied der städtischen höheren Töchterschule, dem späteren [[Beisenkamp-Gymnasium]]. 1893 wurde er [[Magistrat|Ratsherr]] und konnte [[1896]] das Jubiläum seiner 25-jährigen Zugehörigkeit zu den städtischen Behörden begehen. Aus diesem Anlass begründete er mit 10.000 Reichsmark die [[Soziale Stiftungen|Bacharach-Stiftung]] zugunsten hilfsbedürftiger Wöchnerinnen. Die testamentarische Zustiftung seiner Frau Emilie († 1932) von 2000 Mark wurde im Juni 1933 von der NS-Stadtverordnetenversammlung - gegen die Stimmen von drei Zentrumsabgeordneten - nicht angenommen. <br>  
Auch seine Villa an der [[Ostenallee]] 28 hatte Moritz Bacharach testamentarisch der Stadt Hamm vermacht. Sie diente lange Jahre [[Oberbürgermeister]] [[Josef Schlichter]] als Dienstwohnung, wurde aber 1980! abgerissen, da sie der projektierten Trasse der B 63n im Wege stand. Das Grabmal der Eheleute befindet sich auf dem jüdischen Teil des [[Ostenfriedhof|Ostenfriedhofs]].
Auch seine Villa an der [[Ostenallee]] 28 hatte Moritz Bacharach testamentarisch der Stadt Hamm vermacht. Sie diente lange Jahre [[Oberbürgermeister]] [[Josef Schlichter]] als Dienstwohnung, wurde aber 1980! abgerissen, da sie der projektierten Trasse der B 63n im Wege stand. Das Grabmal der Eheleute befindet sich auf dem jüdischen Teil des [[Ostenfriedhof|Ostenfriedhofs]].