Burg Mark: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Zwischen 1170 und 1198 (Angaben variieren) erwarb [[Friedrich von Berg-Altena]] das Lehen des Kölner Erzbischof für seinen jüngeren Sohn Adolf, der sich schon 1202 [[Graf Adolf I.|Graf Adolf von der Mark]] nannte. Bis 1391 war die Burg Mark somit der Hauptsitz der [[Grafen von der Mark]]. 1391 - nach der Vereinigung mit der Grafschaft Kleve - verlegten die Grafen ihre Residenz an den Niederrhein. [[Graf Gerhard]] stiftete jedoch noch [[1442]] auf der Vorburg eine dem heiligen Antonius geweihte Kapelle. <ref> Diese Kapelle bestand noch 1595 und war nach einer damaligen Beschreibung 49 Fuß lang und 24 Fuß hoch, vgl. Georg Eggenstein, Andreas Haasis-Berner: Die Homburg und die Burg Mark, kreisfreie Stadt Hamm. Münster 2002. Seite 22 </ref> Bald nach [[1507]] wurde die Burg Mark dem [[Amt Hamm|Hammer Drosten]] [[Heinrich Knippinck]] verpfändet und diente 1616 als Gefängnis. [[1772]] ließ General [[Carl Friedrich von Wolffersdorff]] die noch vorhandenen Gebäude abreißen, um damit den (nicht mehr vorhandenen) Kasernenbau am Hammer [[Westentor]] auszuführen. 1775 wurde ein Erbpächter für ''Haus Marck'' gesucht. Nach den Befreiungskriegen kaufte Domänenrentmeister und Major a. D. [[Johann Vorster]] das Areal, der 1824 auch [[Haus Kentrop]] erwarb. Am [[18. Juni]] [[1859]] fand auf auf dem Burgplatz der offizielle Festakt der [[Grafschaft Mark]] anlässlich der 250jährigen Zugehörigkeit zu Brandenburg-Preußen statt.<ref> Eckhard Trox: Preußen und der Aufbruch in den Westen, in: [[Literatur|Wir sind Preußen 2009]], S. 105.</ref>. Haus Mark und Haus Kentrop kaufte 1885 der Besitzer von [[Haus Caldenhof]] Richard Loeb († 1906). Dessen jüngerer Bruder Otto Loeb († 1923) vermachte Haus Mark aufgrund des Gesetzes zur Auflösung von Familiengütern nach dem Ersten Weltkrieg seiner Enkelin Gerda Brockmann. | Zwischen 1170 und 1198 (Angaben variieren) erwarb [[Friedrich von Berg-Altena]] das Lehen des Kölner Erzbischof für seinen jüngeren Sohn Adolf, der sich schon 1202 [[Graf Adolf I.|Graf Adolf von der Mark]] nannte. Bis 1391 war die Burg Mark somit der Hauptsitz der [[Grafen von der Mark]]. 1391 - nach der Vereinigung mit der Grafschaft Kleve - verlegten die Grafen ihre Residenz an den Niederrhein. [[Graf Gerhard]] stiftete jedoch noch [[1442]] auf der Vorburg eine dem heiligen Antonius geweihte Kapelle. <ref> Diese Kapelle bestand noch 1595 und war nach einer damaligen Beschreibung 49 Fuß lang und 24 Fuß hoch, vgl. Georg Eggenstein, Andreas Haasis-Berner: Die Homburg und die Burg Mark, kreisfreie Stadt Hamm. Münster 2002. Seite 22 </ref> Bald nach [[1507]] wurde die Burg Mark dem [[Amt Hamm|Hammer Drosten]] [[Heinrich Knippinck]] verpfändet und diente 1616 als Gefängnis. [[1772]] ließ General [[Carl Friedrich von Wolffersdorff]] die noch vorhandenen Gebäude abreißen, um damit den (nicht mehr vorhandenen) Kasernenbau am Hammer [[Westentor]] auszuführen. 1775 wurde ein Erbpächter für ''Haus Marck'' gesucht. Nach den Befreiungskriegen kaufte Domänenrentmeister und Major a. D. [[Johannes Vorster|Johann Vorster]] das Areal, der 1824 auch [[Haus Kentrop]] erwarb. Am [[18. Juni]] [[1859]] fand auf auf dem Burgplatz der offizielle Festakt der [[Grafschaft Mark]] anlässlich der 250jährigen Zugehörigkeit zu Brandenburg-Preußen statt.<ref> Eckhard Trox: Preußen und der Aufbruch in den Westen, in: [[Literatur|Wir sind Preußen 2009]], S. 105.</ref>. Haus Mark und Haus Kentrop kaufte 1885 der Besitzer von [[Haus Caldenhof]] Richard Loeb († 1906). Dessen jüngerer Bruder Otto Loeb († 1923) vermachte Haus Mark aufgrund des Gesetzes zur Auflösung von Familiengütern nach dem Ersten Weltkrieg seiner Enkelin Gerda Brockmann. | ||
siehe auch: [[Burghügel]] | siehe auch: [[Burghügel]] | ||