Kloster-Brauerei Pröpsting: Unterschied zwischen den Versionen
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Seit [[1735]] war die Kloster-Brauerei in Hamm ansässig und bis [[1971]] im Besitz der Familie Pröpsting. Das erste Mal wird 1735 ein Bürger Bernhard Caspar Pröpsting genannt, der allerdings noch an der [[Widumstraße 26]] ansässig war.<ref>Vgl. Andreas Schulte, Häuserbuch der Stadt Hamm, Nro 349.</ref> Er stammte gebürtig wohl nicht aus Berghausen wie [[Adolf Juckenack]] 1896 angab<ref> Adolf Juckenack, Chronik der Familie Juckenack 1896, S. 64. </ref>, sondern aus Berghofen (heute Stadt Dortmund)<ref> Im Exemplar dieser Chronik, das ehemals Prof. Wilhelm Wegener (1911-2004) gehörte und antiquarisch erstanden werden konnte, findet sich S. 64 dessen handschriftlicher Vermerk: ''Stimmt nicht! Wahrscheinlich Berghofen (heute zu Hörde) bei Dortmund''.</ref> Bernhard Caspar Pröpsting finden wir 1751 mit seiner zweiten Ehefrau Elisabeth Vischer, im Hypothekenbuch der Stadt Hamm verzeichnet. Dessen Sohn Gerhard Pröpsting ließ 1778 das Haus renovieren, verkaufte es aber 1799 an den Metzger Gerhard Glaunert. 1791 hatte er nämlich von den Erben des Anton Redicker für 575 Reichstaler das Haus [[Brüderstraße 24]] erworben, für dessen Renovierung, bzw. Neubau er 1792 einen Zuschuss von 146 Reichstaler erhielt.<ref> Er wird in den Akten als ''Bäcker, Brauer und Brandtweinbrenner'' bezeichnet.</ref> 1770 ist er auch als Richtmann der Bäcker belegt.<ref>ehemals: Magistrat A II, 1a1 („Wahl und Vereidigung der Bürgermeister und Ratspersonen“), 1593/1777; Abschrift Schillupp vom 25.10.1934; Privatarchiv Andreas Schulte, ehem. StA Hamm</ref> Viel spricht also dafür, dass die Klosterbrauerei aus einer der vielen Hammer Haus-Brauereien hervorgegangen ist. Im Falle der Klosterbrauerei wird vermutlich die Nähe zum [[Franziskanerkloster]] namensgebend gewesen sein. Seit der urkundlichen Erwähnung lässt sich in den alten Unterlagen verfolgen, dass die Brauerei stets vom Vater auf den Sohn in direkter Linie vererbt wurde - bis [[1971]]. | Seit [[1735]] war die Kloster-Brauerei in Hamm ansässig und bis [[1971]] im Besitz der Familie Pröpsting. Das erste Mal wird 1735 ein Bürger Bernhard Caspar Pröpsting genannt, der allerdings noch an der [[Widumstraße 26]] ansässig war.<ref>Vgl. Andreas Schulte, Häuserbuch der Stadt Hamm, Nro 349.</ref> Er stammte gebürtig wohl nicht aus Berghausen wie [[Adolf Juckenack]] 1896 angab<ref> Adolf Juckenack, Chronik der Familie Juckenack 1896, S. 64. </ref>, sondern aus Berghofen (heute Stadt Dortmund)<ref> Im Exemplar dieser Chronik, das ehemals Prof. Wilhelm Wegener (1911-2004) gehörte und antiquarisch erstanden werden konnte, findet sich S. 64 dessen handschriftlicher Vermerk: ''Stimmt nicht! Wahrscheinlich Berghofen (heute zu Hörde) bei Dortmund''.</ref> Bernhard Caspar Pröpsting finden wir 1751 mit seiner zweiten Ehefrau Elisabeth Vischer, im Hypothekenbuch der Stadt Hamm verzeichnet. Dessen Sohn Gerhard Pröpsting ließ 1778 das Haus renovieren, verkaufte es aber 1799 an den Metzger Gerhard Glaunert. 1791 hatte er nämlich von den Erben des Anton Redicker für 575 Reichstaler das Haus [[Brüderstraße 24 (historisch)|Brüderstraße 24]] erworben, für dessen Renovierung, bzw. Neubau er 1792 einen Zuschuss von 146 Reichstaler erhielt.<ref> Er wird in den Akten als ''Bäcker, Brauer und Brandtweinbrenner'' bezeichnet.</ref> 1770 ist er auch als Richtmann der Bäcker belegt.<ref>ehemals: Magistrat A II, 1a1 („Wahl und Vereidigung der Bürgermeister und Ratspersonen“), 1593/1777; Abschrift Schillupp vom 25.10.1934; Privatarchiv Andreas Schulte, ehem. StA Hamm</ref> Viel spricht also dafür, dass die Klosterbrauerei aus einer der vielen Hammer Haus-Brauereien hervorgegangen ist. Im Falle der Klosterbrauerei wird vermutlich die Nähe zum [[Franziskanerkloster]] namensgebend gewesen sein. Seit der urkundlichen Erwähnung lässt sich in den alten Unterlagen verfolgen, dass die Brauerei stets vom Vater auf den Sohn in direkter Linie vererbt wurde - bis [[1971]]. | ||
Das Logo der Kloster-Brauerei enthielt den bekannten "Kloster-Mönch" mit dem Hammer Stadtwappen und war so seit [[1735]] das Wahrzeichen der Kloster-Brauerei an der [[Oststraße]]. Im zweiten Weltkrieg, genauer gesagt am [[23. März]] und am [[22. April]] [[1944]], wurde die Brauerei [[Isenbeck]] durch Luftangriffe der Alliierten zu 85% zerstört. | Das Logo der Kloster-Brauerei enthielt den bekannten "Kloster-Mönch" mit dem Hammer Stadtwappen und war so seit [[1735]] das Wahrzeichen der Kloster-Brauerei an der [[Oststraße]]. Im zweiten Weltkrieg, genauer gesagt am [[23. März]] und am [[22. April]] [[1944]], wurde die Brauerei [[Isenbeck]] durch Luftangriffe der Alliierten zu 85% zerstört. | ||