Totschlag an Hannah S.: Unterschied zwischen den Versionen
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Ihr Leichnam wurde bereits gegen 6:45 Uhr von Passanten entdeckt. Die junge Frau war nur noch mit ihrem Oberteil bekleidet. Nach Annahme der Staatsanwaltschaft soll der Täter sie zur sexuellen Befriedigung entkleidet und Fotos angefertigt haben.<ref name="wade-22-06-29"/> Im späteren Strafprozess wurde schließlich klargestellt, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort war. Der direkte Nachhauseweg wäre für Hannah S. über den OLG-Park mit einem erheblichen Umweg verbunden gewesen. Des Weiteren wurden Schleifspuren festgestellt, die belegen, dass die Leiche nachträglich zum Teich gezogen wurde. | Ihr Leichnam wurde bereits gegen 6:45 Uhr von Passanten entdeckt. Die junge Frau war nur noch mit ihrem Oberteil bekleidet. Nach Annahme der Staatsanwaltschaft soll der Täter sie zur sexuellen Befriedigung entkleidet und Fotos angefertigt haben.<ref name="wade-22-06-29"/> Im späteren Strafprozess wurde schließlich klargestellt, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort war. Der direkte Nachhauseweg wäre für Hannah S. über den OLG-Park mit einem erheblichen Umweg verbunden gewesen. Des Weiteren wurden Schleifspuren festgestellt, die belegen, dass die Leiche nachträglich zum Teich gezogen wurde. Laut dem Rechtsanwalt der Familie S., der in der zweiten Hauptverhandlung die Nebenklage für die Angehörigen vertrat, wies Hannah S. mehr als zehn Stichverletzungen durch ein Messer auf. | ||
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Bereits in ihrer Traueranzeige erhob die Familie den Vorwurf, dass „Behörden, Institutionen und selbst die Gastronomie“ versagt hätten. | Bereits in ihrer Traueranzeige erhob die Familie den Vorwurf, dass „Behörden, Institutionen und selbst die Gastronomie“ versagt hätten. | ||
Die Familie erinnert auch weiterhin jährlich mit einer Anzeige im Westfälischen Anzeiger an Hannah. | |||
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Datei:Traueranzeige zu Hannah - Mordfall am OLG.png|Traueranzeige der Familie (2021) | Datei:Traueranzeige zu Hannah - Mordfall am OLG.png|Traueranzeige der Familie (2021) | ||
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Auch das Urteil wurde als zu mild wahrgenommen. Der Täter sei therapieerfahren und könne mit einer vorzeitigen Entlassung aus der unbefristeten Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik rechnen: „[...] Er weiß genau, was er anstellen muss, um Ärzte und Pflegekräfte auf seine Seite zu ziehen“.<ref name="wasystem25"/> | Auch das Urteil wurde als zu mild wahrgenommen. Der Täter sei therapieerfahren und könne mit einer vorzeitigen Entlassung aus der unbefristeten Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik rechnen: „[...] Er weiß genau, was er anstellen muss, um Ärzte und Pflegekräfte auf seine Seite zu ziehen“.<ref name="wasystem25"/> | ||
== Sonstiges == | |||
* Am 2. Oktober 2021 fand zum Gedenken an Hannah S. ein Schweigemarsch statt, an dem rund 400 Menschen teilnahmen.<ref>Markus Hanneken und Daniel Schinzig: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/junge-frau-in-hamm-ermordet-viele-teilnehmer-bei-mahnwache-und-schweigemarsch-zum-olg-91028512.html ''Schweigemarsch von der Südstraße bis zum OLG-Park für getötete Hammerin'']. In: wa.de vom 3. Oktober 2021.</ref> | |||
* Simon S. bleibt so lange in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht, bis zwei unabhängige Gutachter zu dem Ergebnis kommen, dass von ihm keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit ausgeht. | |||
== Literatur == | == Literatur == | ||