Ulf Obermann-Löwenstein (* 1961 in Hamm), Künstlername FLU, ist ein deutscher bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Hamm.

Porträt von Ulf Obermann-Löwenstein (FLU)
Ulf Obermann-Löwenstein (FLU), 2026. Foto: Heiko Löwenstein.

Biografie

Ulf Obermann-Löwenstein wurde 1961 in Hamm geboren. Viele Jahre lebte er in Hattingen und arbeitete von 2007 bis 2024 in einem Atelier in Essen. Seit 2024 lebt und arbeitet er wieder in Hamm.

Der Künstlername FLU ist ein Anagramm seines Vornamens ULF.

Sein Atelier in Hamm befindet sich in der Galerie der Disziplinen.

Eine frühe Station seiner künstlerischen Entwicklung war die Kunstschule Gabriele Musebrink in Essen, an der Obermann-Löwenstein Kurse besuchte und zeitweise als künstlerischer Assistent tätig war. Seine eigene Bildsprache entwickelte er anschließend in kontinuierlicher Atelierarbeit weiter.

Künstlerische Arbeit

Obermann-Löwensteins Arbeiten bewegen sich im Feld einer material- und prozessorientierten Abstraktion. Sie entstehen in einem offenen Arbeitsprozess, in dem Materialverhalten und bewusste formale Setzungen zusammenwirken. Er arbeitet unter anderem mit Kalk, Pigmenten, Marmormehl und Tusche auf Leinwand und Holz.[1]

Schichtungen, Risse, Ablagerungen und freigelegte Strukturen werden nicht grundsätzlich korrigiert, sondern können Bestandteil der fertigen Arbeiten werden. Wiederkehrende geometrische Elemente wie Kreise, Linien und Felder strukturieren die Oberflächen, ohne die Wirkung des Materials vollständig festzulegen. Wiederkehrende Themen seiner Werkgruppen sind Spur, Übergang, Verdichtung, Erinnerung und Veränderung.[2]

Werkserien

Die Werkserien setzen unterschiedliche Schwerpunkte: „Was bleibt“ beschäftigt sich mit materiellen Spuren industrieller und postindustrieller Prozesse. „Grenzzeit“ untersucht Zustände von Spannung, Übergang und Öffnung. „Grünzeug“ nimmt vegetative Strukturen und Wachstumsprozesse auf, während „NebelRäume“ mit Schichtung, Durchlässigkeit und Auflösung arbeitet. „Geometrien der Stille“ verbindet reduzierte geometrische Setzungen mit strukturierten Oberflächen. In der jüngeren Serie „Fundstücke“ wird der Bildträger stärker zum Bestandteil der Gestaltung. Offene Kanten, Löcher und Ausbrüche erweitern einzelne Arbeiten über die geschlossene Bildfläche hinaus in Richtung Relief und Objekt.

Eine Auswahl von Werken aus mehreren Werkserien ist in der digitalen Werkübersicht dokumentiert.

Ausstellungen und Kunstmessen (Auswahl)

Einzelausstellungen

  • 2026 – „Vom Bleiben und Werden“, Oberlandesgericht Hamm, Hamm[3]
  • 2025 – „Ein Raum aus Spuren“, Kunstverein Hattingen, Hattingen[4]

Weitere Ausstellungen, Gruppenformate und Kunstmessen

  • 2026 – „Was bleibt“, ExtraSchicht, CreativRevier Heinrich Robert, Hamm[5]
  • 2026 – KulturFest h4, Hamm
  • 2026 – HOLSTENART, Holstenhallen Neumünster, Neumünster
  • 2025 – Bridging Cultures, Kühlhaus Berlin, Berlin
  • 2025 – KulturFest h4, Hamm
  • 2025 – ARTe Kunstmesse Dortmund, Messe Dortmund, Dortmund
  • 2025 – CUX ART, Cuxhaven
  • 2024 – Ein Sommernachtstraum, Orangerie Schloss Schwetzingen, Schwetzingen
  • 2024 – CUX ART, Cuxhaven
  • 2024 – KulturFest h4, Hamm

Rezeption

RuhrkanalNEWS berichtete 2025 zum Abschluss der Einzelausstellung „Ein Raum aus Spuren“ im Kunstverein Hattingen und hob dabei insbesondere das Werk „Rotkäppchen“ hervor.[6]

Der Westfälische Anzeiger beschrieb die Ausstellung „Was bleibt“ im Rahmen der ExtraSchicht 2026 als abstrakte Auseinandersetzung mit Bergbau, Erinnerung und Geschichte.[7]

Der Westfälische Anzeiger beschrieb anlässlich der Ausstellung „Vom Bleiben und Werden“ im Oberlandesgericht Hamm die Spannweite der gezeigten Arbeiten von industriell geprägten Bildern über organisch wirkende Strukturen bis zu Arbeiten mit Relief- oder Objektcharakter.[1]

Publikationen

2025 – Was bleibt: Über Ablagerungen, Strukturen und das, was bleibt. epubli, ISBN 978-3-565-02831-3.

Weblinks

Quellen