Magdalena Hohlweg
Magdalena Hohlweg (* 1962 in Hamm, geborene Kemper) ist eine bildende Künstlerin. Sie arbeitet vor allem mit Miniaturcollage, Assemblage und Zeichnung. Aus botanischen Fragmenten, Naturmaterialien und unscheinbaren Fundstücken des Alltags entwickelt sie kleinformatige Bildräume, in denen sich Naturbeobachtung und freie Imagination verbinden.[1]

Hohlweg lebt und arbeitet seit 2018 in Bad Pyrmont. In Hamm besuchte sie das Galilei-Gymnasium.
Leben und künstlerischer Werdegang
In den 1990er-Jahren begann Magdalena Hohlweg als Autodidaktin mit einer eigenen Keramikwerkstatt in Dorsten. Dort entstanden zunächst Skulpturen in Aufbautechnik.
Von 2000 bis 2007 leitete sie ein Computerfachgeschäft. Parallel dazu entwickelte sie ihre künstlerische Arbeit weiter; um das Jahr 2000 entstanden die ersten für ihr späteres Werk charakteristischen Miniaturcollagen.
2008 zog Hohlweg nach Hamburg und wandte sich wieder verstärkt der freischaffenden künstlerischen Arbeit zu. Ihre Werke wurden unter anderem in Hamburg, Venedig und Florenz gezeigt. Seit 2018 lebt und arbeitet sie in Bad Pyrmont.[1]
Künstlerisches Werk
Hohlweg verwendet Samenkapseln, Pflanzenfasern, Blätter, Früchte, Papierreste und andere Fundstücke aus Natur und Alltag. Die einzelnen Fragmente werden von ihr als skulpturale Elemente behandelt, arrangiert und häufig durch feine Strichzeichnungen ergänzt. Auf diese Weise entstehen Insekten, Vogelgestalten und andere imaginäre Wesen sowie vielschichtige kleine Bildräume.[1]
Die Miniatur und das Kleinformat nehmen in ihrem Werk eine zentrale Stellung ein. Die Arbeiten verlangen eine Betrachtung aus unmittelbarer Nähe und lenken die Aufmerksamkeit auf Materialien und Formen, die im Alltag gewöhnlich übersehen oder als wertlos betrachtet werden.
Wiederkehrende Themen sind das Verhältnis von Natur und Kultur, die Umdeutung scheinbar bedeutungsloser Gegenstände sowie Fragen nach Wahrnehmung und Wertzuschreibung.[2]
Zu den fortlaufenden Werkzusammenhängen gehört die Serie „[UN]scheinbare Welten“. In ihr werden Pflanzenreste, Samen, andere Naturfragmente und Überreste der Konsumwelt zu imaginären Insekten, Vogelgestalten und neuen Arten verbunden.[3]
Arbeiten – Auswahl
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Arabesque (2016), Miniaturcollage aus Pflanzenresten und Fundstücken auf Aquarellpapier
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BeetleArt – Werk Nr. 04/2020, Miniaturcollage aus Pflanzenresten und Fundstücken auf Aquarellpapier
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Die Miniatur-Assemblage „Bitte füttern!“ von Magdalena Hohlweg zeigt mehrere kleine Vogelgestalten aus Pflanzenresten und weiteren Fundstücken. Sie versammeln sich um eine ausgestreckte Puppenhand und scheinen daraus Futter zu picken. Die Arbeit verbindet Naturmaterialien und ein alltägliches Fundstück zu einer humorvoll-irritierenden Szene.
Ausstellungen – Auswahl
Die folgende Auswahl umfasst Einzel- und Gruppenausstellungen der Künstlerin.[4]
- 2015: 25. Kunstmesse im Frauenmuseum Bonn, Bonn, Gruppenausstellung
- 2016: HUMANS, Made in Art Gallery, Venedig, Gruppenausstellung
- 2016: Ausstellung im Florence Dance Center, Florenz, Gruppenausstellung
- 2018: 9. Miniatur in der bildenden Kunst, Rathausgalerie Fürstenwalde, Gruppenausstellung
- 2021: [UN]scheinbare Welten, Naturkunde-Museum Bielefeld, Einzelausstellung[3]
- 2022: Romantik 2.0, Galerie Raum für Kunst und Natur, Bonn, Einzelausstellung
- 2022: Fashion Botanica meets Romantik 2.0, Galerie erstererster, Berlin, gemeinsame Ausstellung mit Pia Wessels
- 2023: Romantik 2.0, Museum im Schloss Bad Pyrmont, Einzelausstellung[5]
- 2025: [UN]scheinbare Welten, Museum Bad Arolsen im Residenzschloss, Einzelausstellung[6]
Auszeichnungen
Publikationen und Werkveröffentlichungen
- Magdalena Hohlweg: Romantik 2.0. Miniaturcollagen. Ausstellungskatalog, KRAUTin, Berlin, ISBN 978-3-96703-056-3.[7]
- Werkabbildung aus der Serie Vier Elemente – Luft in: Schauplatz Ethik 3|4, Lehrmittelverlag Zürich, 1. Auflage 2020, S. 67, ISBN 978-3-03713-788-8.[8]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Magdalena Hohlweg: Über mich, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ Künstlerische Position von Magdalena Hohlweg, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ 3,0 3,1 Naturkunde-Museum Bielefeld: „[UNscheinbare Welten“], abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Ausstellungen von Magdalena Hohlweg, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ Museum im Schloss Bad Pyrmont: Vergangene Sonderausstellungen, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ Museum Bad Arolsen: Ausstellungen im Schloss, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ KRAUTin: Magdalena Hohlweg – „Romantik 2.0“, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ Lehrmittelverlag Zürich: „Schauplatz Ethik 3|4“, abgerufen am 26. Juli 2026.