Totschlag an Hannah S.: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Indiskretion der Beamtin führte zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde. [[Thomas Kubera|Polizeipräsident Thomas Kubera]], erst seit dem [[1. Oktober]] [[2021]] im Amt, suchte das Ehepaar persönlich auf, um sich für den Vorfall zu entschuldigen. Die Eltern würdigten diese Geste, betonten jedoch, dass das Geschehene dadurch nicht rückgängig zu machen sei.<ref name="wasystem25"/> | Die Indiskretion der Beamtin führte zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde. [[Thomas Kubera|Polizeipräsident Thomas Kubera]], erst seit dem [[1. Oktober]] [[2021]] im Amt, suchte das Ehepaar persönlich auf, um sich für den Vorfall zu entschuldigen. Die Eltern würdigten diese Geste, betonten jedoch, dass das Geschehene dadurch nicht rückgängig zu machen sei.<ref name="wasystem25"/> | ||
Auch die Ermittlungsarbeit selbst wurde kritisiert. Erst die Vermieterin des Täters soll nach Darstellung in der Reportage die Ermittlungen nach der ersten Festnahme und der anschließenden Freilassung von Simon S. wieder ins Rollen gebracht haben. Am Telefon hätte die Vermieterin sinngemäß mit den Worten „Ihr wisst doch wohl, dass der ein vorbestrafter Sexualtäter ist …“ den notwendigen Hinweis gegeben. | Auch die Ermittlungsarbeit selbst wurde kritisiert. Erst die Vermieterin des Täters soll nach Darstellung in der Reportage die Ermittlungen nach der ersten Festnahme und der anschließenden Freilassung von Simon S. wieder ins Rollen gebracht haben. Am Telefon hätte die Vermieterin sinngemäß mit den Worten „Ihr wisst doch wohl, dass der ein vorbestrafter Sexualtäter ist …“ den notwendigen Hinweis gegeben.<ref name="wasystem25"/> | ||
Die Angehörigen beklagten außerdem eigenmächtige Schritte der Hammer Öffentlichkeit. Ein „Crowdfunding“ für die Beerdigungskosten, das ein ehemaliger Schulkamerad initiiert hatte, wurde als übergriffig empfunden. Rund 3.000 € der 11.000 € Spenden habe die Crowdfunding-Plattform als Provision einbehalten, der Rest wurde an den Weißen Ring gespendet. Der habe sich jedoch nie bei ihnen bedankt. | Die Angehörigen beklagten außerdem eigenmächtige Schritte der Hammer Öffentlichkeit. Ein „Crowdfunding“ für die Beerdigungskosten, das ein ehemaliger Schulkamerad initiiert hatte, wurde als übergriffig empfunden. Rund 3.000 € der 11.000 € Spenden habe die Crowdfunding-Plattform als Provision einbehalten, der Rest wurde an den Weißen Ring gespendet. Der habe sich jedoch nie bei ihnen bedankt.<ref name="wasystem25"/> | ||
Auch sei die Atmosphäre in den Gerichtsverfahren, in dem die Eltern als Nebenkläger auftraten, als unmenschlich empfunden worden. Nach ihrer Einschätzung priorisiere das System den Schutz des Täters gegenüber der Unterstützung der Hinterbliebenen: „Es geht in diesem System nicht um Recht und Schuld. Es geht nur darum, wer sich am besten verkaufen kann.“ Durch die lange Verfahrensdauer konnten sich zahlreiche Zeugen, darunter auch Polizisten, offenbar in der Revision nicht mehr an Details erinnern. Auch das Urteil wurde als zu mild wahrgenommen. Der Täter sei therapieerfahren und könne mit einer vorzeitigen Entlassung aus der unbefristeten Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik rechnen: „[...] Er weiß genau, was er anstellen muss, um Ärzte und Pflegekräfte auf seine Seite zu ziehen“.<ref name="wasystem25"/> | Auch sei die Atmosphäre in den Gerichtsverfahren, in dem die Eltern als Nebenkläger auftraten, als unmenschlich empfunden worden. Nach ihrer Einschätzung priorisiere das System den Schutz des Täters gegenüber der Unterstützung der Hinterbliebenen: „Es geht in diesem System nicht um Recht und Schuld. Es geht nur darum, wer sich am besten verkaufen kann.“ Durch die lange Verfahrensdauer konnten sich zahlreiche Zeugen, darunter auch Polizisten, offenbar in der Revision nicht mehr an Details erinnern.<ref name="wasystem25"/> | ||
Auch das Urteil wurde als zu mild wahrgenommen. Der Täter sei therapieerfahren und könne mit einer vorzeitigen Entlassung aus der unbefristeten Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik rechnen: „[...] Er weiß genau, was er anstellen muss, um Ärzte und Pflegekräfte auf seine Seite zu ziehen“.<ref name="wasystem25"/> | |||
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