Wambeln: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Der Ortsname ===
=== Der Ortsname ===


Hans Bahlow <ref>Hans Bahlow: Deutschlands geographische Namenwelt – Etymologisches Lexikon der Fluß- und Ortsnamen, Klostermann Verlag, Frankfurt/Main (1965), Neuausgabe als Suhrkamp Taschenbuch (1985), ISBN 3518377213</ref> gibt an: ''Wambeln nördl. Werl und Wamel am Möhnesee sind verschliffen aus Wame-lo, wie Ameln bei Jü-lich aus Ame-lo (vergl. Rame-lo): Wam, am, ram sind praehistorische Termini für Wasser, insonder-heit sumpfiges. Ein Wamelo gibt es auch in Holland, ein Wambewelle in England. Dazu gehören auch Wemel, Wömmel (in Lippe), Wamlentorp, Wantrup.'' In der Kirchenchronik heißt es dazu: ''Woher kommt der Name Wambeln? Was mag er bedeuten? Wie Heinrich Broke in seiner ‚Geschichte der Heimat‘ (Breer und Thiemann, 1925) berichtet, findet sich der Name unseres Ortes früher Wanumelon (1050) oder Wamaloh (1090) geschrieben. ‚Lon‘ wäre der Plural von ‚Loh‘ = Gehölz. Wambeln würde demnach ‚leuchtendes Gehölz‘ bedeuten.'' Nach Hans Bahlow müsste man allerdings übersetzen: „Sumpfiges Gehölz“. Ob die oben erwähnten Urkunden von 1050 und 1090 wirklich von unserem Heimatort berichten, ist nicht gesichert. Wambeln war eine Bauernschaft. Vermutlich ist hier Wambel bei Dortmund gemeint. Selbst die Silbe „loh“ (Wald, Gehölz) ist kein sicherer Hinweis auf Wambeln, denn auch im Zusammenhang mit dem Herrengut Wambel ist immer wieder die Rede von Rechten auf Wald und Gehölz. Vieles deutet darauf hin, daß in allen uns bekannten Urkunden von Wambel bei Dortmund die Rede ist, denn dies war ein Herrensitz, so etwa im 13. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Limburg. Es gibt keinen Hinweis darauf, daß Wambeln Sitz eines Adelsgeschlechtes, eines Klosters oder einer Pfarrei war. Jedoch existiert eine aus dem Jahre 1326 stammende Urkunde, in der tatsächlich ein Bürger aus Wambeln erwähnt wird. Am 16. März (Palmsonntag) ist Everhard Sterthof aus Wambeln Zeuge bei einem Vergleich zwischen den Burgmännern (Erbsälzern) zu Werl und der Stadt (den Bürgern) über die von jenen zu tragenden Lasten. Dies ist wohl die erste Urkunde, in der es sich mit großer Sicherheit um Wambeln handelt <ref>F. J. Mehler: Geschichte der Stadt Werl, Verlag A. Stein'sche Buchhandlung (1971), Seite 86/87; Seibertz, Urkundenbuch II, Nr. 617</ref>.
Hans Bahlow <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Bahlow Hans Bahlow]: Deutschlands geographische Namenwelt – Etymologisches Lexikon der Fluß- und Ortsnamen, Klostermann Verlag, Frankfurt/Main (1965), Neuausgabe als Suhrkamp Taschenbuch (1985), ISBN 3518377213</ref> gibt an: ''Wambeln nördl. Werl und Wamel am Möhnesee sind verschliffen aus Wame-lo, wie Ameln bei Jü-lich aus Ame-lo (vergl. Rame-lo): Wam, am, ram sind praehistorische Termini für Wasser, insonder-heit sumpfiges. Ein Wamelo gibt es auch in Holland, ein Wambewelle in England. Dazu gehören auch Wemel, Wömmel (in Lippe), Wamlentorp, Wantrup.'' In der Kirchenchronik heißt es dazu: ''Woher kommt der Name Wambeln? Was mag er bedeuten? Wie Heinrich Broke in seiner ‚Geschichte der Heimat‘ (Breer und Thiemann, 1925) berichtet, findet sich der Name unseres Ortes früher Wanumelon (1050) oder Wamaloh (1090) geschrieben. ‚Lon‘ wäre der Plural von ‚Loh‘ = Gehölz. Wambeln würde demnach ‚leuchtendes Gehölz‘ bedeuten.'' Nach Hans Bahlow müsste man allerdings übersetzen: „Sumpfiges Gehölz“. Ob die oben erwähnten Urkunden von 1050 und 1090 wirklich von unserem Heimatort berichten, ist nicht gesichert. Wambeln war eine Bauernschaft. Vermutlich ist hier Wambel bei Dortmund gemeint. Selbst die Silbe „loh“ (Wald, Gehölz) ist kein sicherer Hinweis auf Wambeln, denn auch im Zusammenhang mit dem Herrengut Wambel ist immer wieder die Rede von Rechten auf Wald und Gehölz. Vieles deutet darauf hin, daß in allen uns bekannten Urkunden von Wambel bei Dortmund die Rede ist, denn dies war ein Herrensitz, so etwa im 13. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Limburg. Es gibt keinen Hinweis darauf, daß Wambeln Sitz eines Adelsgeschlechtes, eines Klosters oder einer Pfarrei war. Jedoch existiert eine aus dem Jahre 1326 stammende Urkunde, in der tatsächlich ein Bürger aus Wambeln erwähnt wird. Am 16. März (Palmsonntag) ist Everhard Sterthof aus Wambeln Zeuge bei einem Vergleich zwischen den Burgmännern (Erbsälzern) zu Werl und der Stadt (den Bürgern) über die von jenen zu tragenden Lasten. Dies ist wohl die erste Urkunde, in der es sich mit großer Sicherheit um Wambeln handelt <ref>F. J. Mehler: Geschichte der Stadt Werl, Verlag A. Stein'sche Buchhandlung (1971), Seite 86/87; Seibertz, Urkundenbuch II, Nr. 617</ref>.


=== Reformation ===
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