Winfried Masannek: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Staatsanwaltschaft Dortmund klagte Masannek wegen Urkundenfälschung an. Bei den Akten fanden die Ermittler unter anderem einen hoch dotierten Beratervertrag zwischen Masannek und der Deutschen Babcock AG, wo Masannek „Planungen für die Lösung von Entsorgungsproblemen“ erarbeiten sollte | Die Staatsanwaltschaft Dortmund klagte Masannek wegen Urkundenfälschung an. Bei den Akten fanden die Ermittler unter anderem einen hoch dotierten Beratervertrag (Honorar-Tagessatz: 800 bis 8000 Deutsche Mark) zwischen Masannek und der Deutschen Babcock AG, wo Masannek „Planungen für die Lösung von Entsorgungsproblemen“ erarbeiten sollte. Babcock zählte zu den Marktführern bei [[Müllverbrennungsanlage]]n und hatte in den 80er-Jahren im Stadtteil [[Bockum-Hövel]] eine solche Anlage für ca. 60 Millionen Euro errichtet. Eifrigster Fürsprecher des umstrittenen Projekts war Winfried Masannek. Einwendungen von Naturschutzverbänden in der Planungsphase, die sich u. a. auf den Standort in der ökologisch wertvollen Lippeaue bezogen, wurden von ihm regelrecht „vom Tisch gewischt“. Ein Babcock-Vertreter hatte die MVA in einer Sitzung des Umweltausschusses sogar als „Kleinod in der Lippeaue“ bezeichnet. | ||
Babcock-Pressesprecher Werner Stork verwies darauf, dass der Beratungsvertrag im August 1985 geschlossen worden sei. Der Auftrag für die Müllverbrennung sei aber schon 1982 vergeben worden. Gleichwohl bewarb sich Babcock seinerzeit um eine Sondermüllverbrennung in Hamm, die aber nicht mehr gebaut wurde. | Babcock-Pressesprecher Werner Stork verwies darauf, dass der Beratungsvertrag im August 1985 geschlossen worden sei. Der Auftrag für die Müllverbrennung sei aber schon 1982 vergeben worden. Gleichwohl bewarb sich Babcock seinerzeit um eine Sondermüllverbrennung in Hamm, die aber nicht mehr gebaut wurde. | ||