LIFE-Projekt Lippeaue: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Projektpartner zur Umsetzung und Teilfinanzierung des LIFE-Projektes waren die Stadt Hamm als Projektantragstellerin und -initiatorin, der [[Lippeverband]] für die technische Projektleitung sowie die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e. V. und der Kreis Warendorf. Die Kosten wurden mit 5,5 Millionen Euro beziffert, wovon die Projektpartner jedoch nur 0,55 Millionen zu tragen haben sollten.<ref name="broschuere12">Stadt Hamm – Umweltamt (Hg.): [https://www.hamm.de/apps/lifeplus-hamm/lifeplushamm/fileadmin/user%20upload/Medienarchiv/Umwelt%20Abfallwirtschaft/Lifeplus-Projekt/Life-Lippeaue%20alt/Dokumente/Laienbericht%20LIFE%20Lippeaue.pdf Life Projekt Lippeaue. 1. Auflage 2009.], S. 12.</ref> Grund dafür waren Förderzusagen der EU, | Projektpartner zur Umsetzung und Teilfinanzierung des LIFE-Projektes waren die Stadt Hamm als Projektantragstellerin und -initiatorin, der [[Lippeverband]] für die technische Projektleitung sowie die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e. V. und der Kreis Warendorf. Die Kosten wurden mit 5,5 Millionen Euro beziffert, wovon die Projektpartner jedoch nur 0,55 Millionen zu tragen haben sollten.<ref name="broschuere12">Stadt Hamm – Umweltamt (Hg.): [https://www.hamm.de/apps/lifeplus-hamm/lifeplushamm/fileadmin/user%20upload/Medienarchiv/Umwelt%20Abfallwirtschaft/Lifeplus-Projekt/Life-Lippeaue%20alt/Dokumente/Laienbericht%20LIFE%20Lippeaue.pdf Life Projekt Lippeaue. 1. Auflage 2009.], S. 12.</ref> Grund dafür waren Förderzusagen der EU, da mit dem Projekt Ziele der 1992 verabschiedeten FFH-Richtlinie (Fauna - Flora - Habitat) umgesetzt wurden, zu denen sich jeder EU-Staat verpflichtet hat.<ref>Stadt Hamm – Umweltamt (Hg.): [https://www.hamm.de/apps/lifeplus-hamm/lifeplushamm/fileadmin/user%20upload/Medienarchiv/Umwelt%20Abfallwirtschaft/Lifeplus-Projekt/Life-Lippeaue%20alt/Dokumente/Laienbericht%20LIFE%20Lippeaue.pdf Life Projekt Lippeaue. 1. Auflage 2009.], S. 8.</ref> Im Projektgebiet, das eine Länge von 17 km hatte, mussten ca. 100 ha Flächen angekauft werden.<ref name="broschuere12"/> | ||
Das | Das Vorhaben wurde im Zeitraum September [[2006]] bis [[2010]] in mehreren Maßnahmenblöcken (A-E) umgesetzt:<ref>Stadt Hamm – Umweltamt (Hg.): [https://www.hamm.de/apps/lifeplus-hamm/lifeplushamm/fileadmin/user%20upload/Medienarchiv/Umwelt%20Abfallwirtschaft/Lifeplus-Projekt/Life-Lippeaue%20alt/Dokumente/Laienbericht%20LIFE%20Lippeaue.pdf Life Projekt Lippeaue. 1. Auflage 2009.], S. 12–14.</ref> | ||
*Block A: Bau eines „Umgehungsgerinnes“ um das Wehr Heessen | *'''Block A:''' Bau eines „Umgehungsgerinnes“ um das Wehr Heessen | ||
*Block B: Bau einer Flutmulde, Blänke und Düne, „Uferentfesselung“ sowie Konstruktion eines Aussichtsturms am [[Niederwerrieser Weg]] | *'''Block B:''' Bau einer Flutmulde, Blänke und Düne, „Uferentfesselung“ sowie Konstruktion eines Aussichtsturms am [[Niederwerrieser Weg]] | ||
*Block C: Umfangreiche Umgestaltung der Flusslandschaft östlich von [[Schloss Oberwerries]] mit Uferentfesselung, Nebenarm, Flutmulde, Dünen, Blänke, Aussichtshügel, Naturpfad und Stillgewässer | *'''Block C:''' Umfangreiche Umgestaltung der Flusslandschaft östlich von [[Schloss Oberwerries]] mit Uferentfesselung, Nebenarm, Flutmulde, Dünen, Blänke, Aussichtshügel, Naturpfad und Stillgewässer | ||
*Block D: Bau einer neuen Schlinge der Lippe bei Ahlen-Dolberg inkl. Uferentfesselung, Flutmulde und Düne | *'''Block D:''' Bau einer neuen Schlinge der Lippe bei Ahlen-Dolberg inkl. Uferentfesselung, Flutmulde und Düne | ||
* Block E: Schaffung einer Flutmulde, Brache sowie weitere Maßnahmen wie Uferentfesselung an der [[A2]] an der Grenze zum Kreis Soest | * '''Block E:''' Schaffung einer Flutmulde, Brache sowie weitere Maßnahmen wie Uferentfesselung an der [[A2]] an der Grenze zum Kreis Soest | ||
Die Aussichtstürme bieten Besuchern auf zwei Ebenen in ca. 7 bzw. 10 Metern Höhe einen Blick über die Lippeaue.<ref name="pdf-aussichtspunkte"/> Mit der Einweihung des letzten dieser Aussichtstürme am [[25. Februar]] [[2010]] im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann-Petermann, NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, sein Ende.<ref name="wade2010">[https://www.wa.de/hamm/aussichtsplattform-schliesst-life-projekt-lippeaue-651951.html „Aussichtsplattform schließt Life-Projekt Lippeaue ab“] in: wa.de vom 26. Februar 2010</ref> | Die Aussichtstürme bieten Besuchern auf zwei Ebenen in ca. 7 bzw. 10 Metern Höhe einen Blick über die Lippeaue.<ref name="pdf-aussichtspunkte"/> Mit der Einweihung des letzten dieser Aussichtstürme am [[25. Februar]] [[2010]] im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann-Petermann, NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, sein Ende.<ref name="wade2010">[https://www.wa.de/hamm/aussichtsplattform-schliesst-life-projekt-lippeaue-651951.html „Aussichtsplattform schließt Life-Projekt Lippeaue ab“] in: wa.de vom 26. Februar 2010</ref> | ||
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[[Datei:Lippefähre 06.jpg|mini|rechts|alternativtext=Lippefähre „Lupia“|Lippefähre „Lupia“]] | [[Datei:Lippefähre 06.jpg|mini|rechts|alternativtext=Lippefähre „Lupia“|Lippefähre „Lupia“]] | ||
Die Beendigung des Projekts LIFE markierte gleichzeitig den Beginn des mit sechs Millionen Euro dotierten<ref name="wade2010"/> Anschlussprojektes ''LIFE+'', das die Renaturierung von [[2010]] bis [[2015]] fortsetzen würde. Ziel des Projektes war die Schaffung eines attraktiven Lebensraumes für bedrohte Arten und eines „Rückhalteraums“ für Hochwasser.<ref name="hammde2021-2"/> | Die Beendigung des Projekts LIFE markierte gleichzeitig den Beginn des mit sechs Millionen Euro dotierten<ref name="wade2010"/> Anschlussprojektes ''LIFE+'', das die Renaturierung von [[2010]] bis [[2015]] fortsetzen würde. Ziel des Projektes war erneut die Schaffung bzw. Verbesserung eines attraktiven Lebensraumes für bedrohte Arten und eines „Rückhalteraums“ für Hochwasser.<ref name="hammde2021-2"/> | ||
Die Maßnahmen | Die Maßnahmen fanden rechtsseitig der [[Nordenbrücke]] an der [[Münsterstraße]] bis zum Gebiet Heidemühle in [[Uentrop]] auf einer Fläche von 182 Hektar statt.<ref name="hammde2021">„Weitere Starthilfen für die Natur“ in: hamm.de vom 2. September 2021, zul. abgerufen am 26. Juli 2023</ref> | ||
Zu den Einzelmaßnahmen des Projekts gehörten laut Stadt Hamm | Zu den Einzelmaßnahmen des Projekts gehörten laut Stadt Hamm | ||