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== Vorwort ==
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<blockquote>Hamm ist in der Vergangenheit nicht übermäßig häufig literarischer Schauplatz gewesen: Walter Göddens "Dichter Stätten Literatouren" ([[1992]]) nennt gerade einmal vier Romane, die in Hamm angesiedelt sind. Gödden nennt nur das literarisch Bedeutungsvolle. Sucht man etwas weiter, findet man erheblich mehr, darunter teilweise Ephemeres, teilweise sicher auch Kitschiges; und teilweise sind Arbeiten darunter, die nicht als selbständige Veröffentlichungen erschienen sind – aber nichtsdestoweniger lohnt ein Blick darauf, um das Bild des literarischen Nicht-Schauplatzes Hamm ein wenig zu korrigieren.
<blockquote>Hamm ist in der Vergangenheit nicht übermäßig häufig literarischer Schauplatz gewesen: Walter Göddens „Dichter Stätten Literatouren“ ([[1992]]) nennt gerade einmal vier Romane, die in Hamm angesiedelt sind. Gödden nennt nur das literarisch Bedeutungsvolle. Sucht man etwas weiter, findet man erheblich mehr, darunter teilweise Ephemeres, teilweise sicher auch Kitschiges; und teilweise sind Arbeiten darunter, die nicht als selbständige Veröffentlichungen erschienen sind – aber nichtsdestoweniger lohnt ein Blick darauf, um das Bild des literarischen Nicht-Schauplatzes Hamm ein wenig zu korrigieren.


Es muss nicht der Beginn der literarischen Betrachtung Hamms gewesen sein – aber mit Wilhelm Neuhaus' neulateinischen barocken Lobgedichten über die Herrenhäuser auf dem Gebiet des heutigen Hamm (in seinen "Otia parerga", [[1725]]) gibt es einen ersten Meilenstein; ein Teil dieser Gedichte liegt übrigens auch in deutscher Übersetzung vor. Danach scheint es in größerer Dichte erst im frühen 20. Jahrhundert weiter zu gehen; mit historisierenden Romanen (Georg Wilhelm Vogel: Der treue Bote von Ostwennemar, [[1909]]; Friedrich Köhler: Alisos Ende, [[1924]]), durchaus aber auch mit zeitgenössischen Romanen (z.B. denen von Clara Ratzka). Eine Sonderrolle kommt hier Hermann Heijermans auf Niederländisch verfasstem Theater-stück über das Grubenunglück auf Radbod „Glück auf!“ aus dem Jahr [[1911]] zu.
Es muss nicht der Beginn der literarischen Betrachtung Hamms gewesen sein – aber mit Wilhelm Neuhaus' neulateinischen barocken Lobgedichten über die Herrenhäuser auf dem Gebiet des heutigen Hamm (in seinen „Otia parerga“, [[1725]]) gibt es einen ersten Meilenstein; ein Teil dieser Gedichte liegt übrigens auch in deutscher Übersetzung vor. Danach scheint es in größerer Dichte erst im frühen 20. Jahrhundert weiter zu gehen; mit historisierenden Romanen (Georg Wilhelm Vogel: Der treue Bote von Ostwennemar, [[1909]]; Friedrich Köhler: Alisos Ende, [[1924]]), durchaus aber auch mit zeitgenössischen Romanen (z. B. denen von Clara Ratzka). Eine Sonderrolle kommt hier Hermann Heijermans auf Niederländisch verfasstem Theater-stück über das Grubenunglück auf Radbod „Glück auf!“ aus dem Jahr [[1911]] zu.


Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts ist vor allem Gerda Brockmanns unter dem Pseudonym Sophie Modiano veröffentlichter Roman „Spät erklingt, was früh erklang“ ([[1962]]) eine gesonderte Erwähnung wert: ein Roman über Alexander Haindorf und das Hamm des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts. In den letzten 25 Jahren hat sich die Veröffentlichtungsdichte erheblich erhöht.
Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts ist vor allem Gerda Brockmanns unter dem Pseudonym Sophie Modiano veröffentlichter Roman „Spät erklingt, was früh erklang“ ([[1962]]) eine gesonderte Erwähnung wert: ein Roman über Alexander Haindorf und das Hamm des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts. In den letzten 25 Jahren hat sich die Veröffentlichtungsdichte erheblich erhöht.