Seitenweise Hamm: Unterschied zwischen den Versionen
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|Untertitel=24 Autoren schreiben über ihre Stadt | |||
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In '''Seitenweise Hamm''' | In '''Seitenweise Hamm''' – ''24 Autoren schreiben über ihre Stadt'' ist ein 150 Seiten starkes Buch, in dem 24 Autoren aus oder mit Bezug zu Hamm Geschichten über ihre Stadt erzählen. Dabei werden sie von 15 ortsverbundenen Künstlern unterstützt, deren Grafiken und Bilder die Texte illustrieren. | ||
== Geschichte des Buches == | == Geschichte des Buches == | ||
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== Vorwort == | == Vorwort == | ||
<blockquote>Hamm ist in der Vergangenheit nicht übermäßig häufig literarischer Schauplatz gewesen: Walter Göddens "Dichter Stätten Literatouren" ([[1992]]) nennt gerade einmal vier Romane, die in Hamm angesiedelt sind. Gödden nennt nur das literarisch Bedeutungsvolle. Sucht man etwas weiter, findet man erheblich mehr, darunter teilweise Ephemeres, teilweise sicher auch Kitschiges; und teilweise sind Arbeiten darunter, die nicht als selbständige Veröffentlichungen erschienen sind | <blockquote>Hamm ist in der Vergangenheit nicht übermäßig häufig literarischer Schauplatz gewesen: Walter Göddens "Dichter Stätten Literatouren" ([[1992]]) nennt gerade einmal vier Romane, die in Hamm angesiedelt sind. Gödden nennt nur das literarisch Bedeutungsvolle. Sucht man etwas weiter, findet man erheblich mehr, darunter teilweise Ephemeres, teilweise sicher auch Kitschiges; und teilweise sind Arbeiten darunter, die nicht als selbständige Veröffentlichungen erschienen sind – aber nichtsdestoweniger lohnt ein Blick darauf, um das Bild des literarischen Nicht-Schauplatzes Hamm ein wenig zu korrigieren. | ||
Es muss nicht der Beginn der literarischen Betrachtung Hamms gewesen sein | |||
Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts ist vor allem Gerda Brockmanns unter dem Pseudonym Sophie Modiano veröffentlichter Roman | Es muss nicht der Beginn der literarischen Betrachtung Hamms gewesen sein – aber mit Wilhelm Neuhaus' neulateinischen barocken Lobgedichten über die Herrenhäuser auf dem Gebiet des heutigen Hamm (in seinen "Otia parerga", [[1725]]) gibt es einen ersten Meilenstein; ein Teil dieser Gedichte liegt übrigens auch in deutscher Übersetzung vor. Danach scheint es in größerer Dichte erst im frühen 20. Jahrhundert weiter zu gehen; mit historisierenden Romanen (Georg Wilhelm Vogel: Der treue Bote von Ostwennemar, [[1909]]; Friedrich Köhler: Alisos Ende, [[1924]]), durchaus aber auch mit zeitgenössischen Romanen (z.B. denen von Clara Ratzka). Eine Sonderrolle kommt hier Hermann Heijermans auf Niederländisch verfasstem Theater-stück über das Grubenunglück auf Radbod „Glück auf!“ aus dem Jahr [[1911]] zu. | ||
Hier sind mit Ilse Bintig ("Lieber Hanno", 1986; "Trümmer und Träume”, [[1995]]; "Zwischen Fördertürmen und Fabrikschornsteinen", [[2005]]) und Dieter Schliwka, der in den 1980er Jahren in Hamm ansässig war, mit seinem Roman "Kinder der Taublume" ([[1987]]) zwei Autor/inn/en zu nennen, die auch (und vor allem) für Kinder und Jugendliche schreiben | |||
Und es gibt | Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts ist vor allem Gerda Brockmanns unter dem Pseudonym Sophie Modiano veröffentlichter Roman „Spät erklingt, was früh erklang“ ([[1962]]) eine gesonderte Erwähnung wert: ein Roman über Alexander Haindorf und das Hamm des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts. In den letzten 25 Jahren hat sich die Veröffentlichtungsdichte erheblich erhöht. | ||
Die Zahl von Erzählungen und Gedichten mit Hamm als Schauplatz und/oder als Thema ist inzwischen nur noch schwer überschaubar - nicht zuletzt durch die Anthologien zum Krimi-Festival | |||
Alles bislang Vorgestellte bleibt mehr oder minder in der Region.<br> | Hier sind mit Ilse Bintig ("Lieber Hanno", 1986; "Trümmer und Träume”, [[1995]]; "Zwischen Fördertürmen und Fabrikschornsteinen", [[2005]]) und Dieter Schliwka, der in den 1980er Jahren in Hamm ansässig war, mit seinem Roman "Kinder der Taublume" ([[1987]]) zwei Autor/inn/en zu nennen, die auch (und vor allem) für Kinder und Jugendliche schreiben Und es gibt – neben anderen - Frank Mattem, der mit seinem „Hagen vom Northof“ ([[2004]]) noch einmal in die Geschichte eintaucht und über Aufstieg und Fall von Nienbrügge, die Vorgängerstadt Hamms, und die Anfänge der Stadt Hamm schreibt; es gibt Michael Lamprecht, der in "Als Frau Bardot Herrn Gott betörte" ([[2006]]) einen Schelmenroman über die 50er Jahre schreibt mit Pelkum als deutlich erkennbarem Schauplatz. Und es gibt natürlich [[Heinz Weischer]], der inzwischen seine Westfalen-Trilogie mit Heessen als Schauplatz abgeschlossen hat („Der Brautschleier“, [[1993]]; „Schützenfest“, [[1998]]; „Zurück aus Costa Rica“, [[2007]]). | ||
Wohl nur ein einziges Werk, in dem Hamm eine Hauptrolle spielt, hat den Rahmen der Region hinter sich gelassen: Reinhard Meys Chanson | |||
Die Zahl von Erzählungen und Gedichten mit Hamm als Schauplatz und/oder als Thema ist inzwischen nur noch schwer überschaubar - nicht zuletzt durch die Anthologien zum Krimi-Festival „Mord am Hellweg“ oder Marion Gays Sagen-Bänden.<br/> | |||
Alles bislang Vorgestellte bleibt mehr oder minder in der Region.<br/> | |||
Wohl nur ein einziges Werk, in dem Hamm eine Hauptrolle spielt, hat den Rahmen der Region hinter sich gelassen: Reinhard Meys Chanson „Hauptbahnhof Hamm“ aus dem Jahr [[1967]]. | |||
<ref>Vorwort Dr. [[Volker Pirsich]]</ref></blockquote> | <ref>Vorwort Dr. [[Volker Pirsich]]</ref></blockquote> | ||