Im Ruenfeld: Unterschied zwischen den Versionen
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|Zitat=Von der [[Hammer Straße|Hammerstrasse]] führte früher ein Fahrweg Über die Burgstätte durch das Ruenfeld zum [[Kötterberg]]. Der Name Ruenfeld wird irrigerweise als Rüen = Hunde-Feld gedeutet, hat aber damit nichts zu tun. Das ehemals zur Burg Geinegge gehörende, etwa 60 Morgen große Feld war ein sehr magerer, dürftiger Boden, der eine dauernde Nutzung als Acker nicht aushielt und daher in bestimmten Perioden eine Ruhe oder Erholungszeit brauchte, bevor er für eine neue Saat reif war – also ein Ruhefeld. | |Zitat=Von der [[Hammer Straße|Hammerstrasse]] führte früher ein Fahrweg Über die Burgstätte durch das Ruenfeld zum [[Kötterberg]]. Der Name Ruenfeld wird irrigerweise als Rüen = Hunde-Feld gedeutet, hat aber damit nichts zu tun. Das ehemals zur Burg Geinegge gehörende, etwa 60 Morgen große Feld war ein sehr magerer, dürftiger Boden, der eine dauernde Nutzung als Acker nicht aushielt und daher in bestimmten Perioden eine Ruhe oder Erholungszeit brauchte, bevor er für eine neue Saat reif war – also ein Ruhefeld. | ||
|Quelle=''Von den verschwundenen Ritterburgen Geinegge und Nienbrügge'' | |Quelle=''Von den verschwundenen Ritterburgen Geinegge und Nienbrügge'' | ||
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=== Von „Roh“ oder „Reue“ === | === Von „Roh“ oder „Reue“ === | ||
Eine weitere Möglichkeit wäre die Ableitung aus dem Mittelhochdeutschen Wort ''riuwe'' (geschrieben auch riwe, riuwa oder rûe). Dieses trug zwei mögliche Bedeutungen: | Eine weitere Möglichkeit wäre die Ableitung aus dem Mittelhochdeutschen Wort ''riuwe'' (geschrieben auch ''riwe'', ''riuwa'' oder ''rûe''). Dieses trug zwei mögliche Bedeutungen: | ||
* Nach dem Mittelhochdeutschen Wörterbuch von Matthias Lexer wären u. a. | * Nach dem Mittelhochdeutschen Wörterbuch von Matthias Lexer wären u. a. „Reue“, „Schmerz“, „Kummer“, „Trauer“, „Leid“ heutige Übersetzungen, das Wort wurde aber teilweise auch gebraucht, um ein „übles Aussehen“ oder Beschädigungen zu bezeichnen. Auch die Schreibungen würden passen: Mhd. ''riuwe'', ''riwe'' und mitteldeutsch ''rûwe'', ''rûe'', ''rowe'', ''rouwe'', vgl. ''Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen''. | ||
* Eine weitere Bedeutung dieser Schreibweise war | * Eine weitere Bedeutung dieser Schreibweise war „rauh“, „schroff“ oder „unwirtlich“. Das Ethymlogische Wörterbuch führt aus: „von Klima, Landschaften [...] ahd. ''rūh'' ‘uneben, struppig, zottig, stachlig’ (9. Jh.), mhd. ''rūch, rūhe, rū, rouch'' ‘haarig, struppig, zottig, herb, hart, streng, unwirsch, ungebildet’, mnd. ''rūch, rū, rūwe'', mnl. ''ruuch, rū, rou'', nl. ''ruig'' ‘rauh, haarig, zottig’.“<ref>''[https://www.dwds.de/wb/etymwb/Rauh Rauh]''. In: Wolfgang Pfeifer et al. (1993): ''Etymologisches Wörterbuch des Deutschen'', digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), abgerufen am 24.09.2025.</ref> | ||
Beides würde also auf ein Ackerland bzw. Feld hindeuten, dass so unwirtschaftlich bzw. schlecht zu bestellen war, dass man ihm diesen Namen gab. | Beides würde also auf ein Ackerland bzw. Feld hindeuten, dass so unwirtschaftlich bzw. schlecht zu bestellen war, dass man ihm diesen Namen gab. In diesem Fall wäre die Aussprache ''Rünfeld'' korrekt. | ||
== Bildergalerie Im Ruenfeld == | == Bildergalerie Im Ruenfeld == | ||
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== | == Trivia == | ||
Im September 2009 hatte ''Im Ruenfeld'' kein Straßenschild. | Im September 2009 hatte ''Im Ruenfeld'' kein Straßenschild. | ||
== Einzelnachweise == | |||
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== Besonderheiten == | == Besonderheiten == | ||