Bundesstraße 63n: Unterschied zwischen den Versionen
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In drei von der B 63n gekreuzten Landschaftsschutzgebieten (Wiescherbach-Senke, Kirchspiel Pelkum, Rottum-Bögger-Börde) müssen bei den Bauarbeiten vermutlich besondere Auflagen beachtet werden, darunter ein Verbot von Nachtarbeiten und die „Verwendung insektenfreundlicher Leuchtmittel“.<ref name="wade230814"/> | In drei von der B 63n gekreuzten Landschaftsschutzgebieten (Wiescherbach-Senke, Kirchspiel Pelkum, Rottum-Bögger-Börde) müssen bei den Bauarbeiten vermutlich besondere Auflagen beachtet werden, darunter ein Verbot von Nachtarbeiten und die „Verwendung insektenfreundlicher Leuchtmittel“.<ref name="wade230814"/> | ||
Betroffen von dem Projekt sind ferner mehrere Fließgewässer ([[Schmiesbach]], [[Pelkumer Bach]], [[Wiescher Bach]] und ihre jeweiligen Zuläufe) und stehende Kleingewässer, wobei letztere teils verloren gehen dürften.<ref name="wade230814">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/was-die-63n-in-hamm-fuer-menschen-und-tiere-bedeutet-92460188.html | Betroffen von dem Projekt sind ferner mehrere Fließgewässer ([[Schmiesbach]], [[Pelkumer Bach]], [[Wiescher Bach]] und ihre jeweiligen Zuläufe) und stehende Kleingewässer, wobei letztere teils verloren gehen dürften.<ref name="wade230814">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/was-die-63n-in-hamm-fuer-menschen-und-tiere-bedeutet-92460188.html ''Wie sich die B 63n auf Menschen und Tiere auswirkt und was zu tun ist'']. In: wa.de vom 14. August 2023.</ref> | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
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Seit [[2019]] führt die Stadt Hamm die Planungen mit zwei eigenen Mitarbeitern<ref name="WA-de_22-05-15" /> durch, da die Landesbetriebe des Landes NRW keine nennenswerten Fortschritte erzielen konnten.<ref name="WA-de_21-12-12" /> Ursächlich hierfür war auch ein Mangel an verfügbaren Ingenieuren. Die Ampel-Koalition erwägt nach Aussagen von Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) gegenüber dem Westfälischen Anzeiger, weitere Planer einzustellen. Bedingung ist eine Finanzierung über das Land oder den Bund.<ref name="WA-de_22-05-15" /> | Seit [[2019]] führt die Stadt Hamm die Planungen mit zwei eigenen Mitarbeitern<ref name="WA-de_22-05-15" /> durch, da die Landesbetriebe des Landes NRW keine nennenswerten Fortschritte erzielen konnten.<ref name="WA-de_21-12-12" /> Ursächlich hierfür war auch ein Mangel an verfügbaren Ingenieuren. Die Ampel-Koalition erwägt nach Aussagen von Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) gegenüber dem Westfälischen Anzeiger, weitere Planer einzustellen. Bedingung ist eine Finanzierung über das Land oder den Bund.<ref name="WA-de_22-05-15" /> | ||
Im Zeitraum von Juni bis November [[2020]] führte das Tiefbauamt der Stadt Hamm entlang der geplanten Trasse Kartierungsarbeiten in einer Breite von ca. 500 Metern durch. Sie umfassten Befliegungen und Ortsbegehungen.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/vermessungsarbeiten-b63n-hamm-aktuelle-daten-millionenprojekt-bilder-luft-13784333.html | Im Zeitraum von Juni bis November [[2020]] führte das Tiefbauamt der Stadt Hamm entlang der geplanten Trasse Kartierungsarbeiten in einer Breite von ca. 500 Metern durch. Sie umfassten Befliegungen und Ortsbegehungen.<ref>Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/vermessungsarbeiten-b63n-hamm-aktuelle-daten-millionenprojekt-bilder-luft-13784333.html ''Aktuelle Daten für Millionenprojekt: Vermessung der geplanten B63n startet im Juni größtenteils aus der Luft'']. In: wa.de vom 2. Juni 2020.</ref> | ||
Seit Februar [[2022]] fanden ergänzend „faunastische Kartierungen“ statt. Das Gutachterbüro Lindschulte (Nordhorn) nahm in diesem Zuge über den Jahresverlauf an ca. 20 Terminen Stichproben zur Beschaffenheit und Entwicklung der Tierwelt (Fauna) im geplanten Baugebiet. Dies umfasste vor allem die Ermittlung der Arten von Tieren (etwa Fledermäusen und Vögeln), die hier vorkommen, und floss in das Umweltverträglichkeitsgutachten ein.<ref>Pressemitteilung der Stadt Hamm vom 21. Februar 2022 (nicht mehr abrufbar)</ref> 2022 wurde der Südabschnitt untersucht, im Jahr 2023 folgte der Abschnitt zwischen Rathenaustraße und Hafenstraße.<ref name="wade230104">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/die-stadt-hamm-will-buerger-auch-2023-ueber-die-b63n-informieren-92008575.html | Seit Februar [[2022]] fanden ergänzend „faunastische Kartierungen“ statt. Das Gutachterbüro Lindschulte (Nordhorn) nahm in diesem Zuge über den Jahresverlauf an ca. 20 Terminen Stichproben zur Beschaffenheit und Entwicklung der Tierwelt (Fauna) im geplanten Baugebiet. Dies umfasste vor allem die Ermittlung der Arten von Tieren (etwa Fledermäusen und Vögeln), die hier vorkommen, und floss in das Umweltverträglichkeitsgutachten ein.<ref>Pressemitteilung der Stadt Hamm vom 21. Februar 2022 (nicht mehr abrufbar)</ref> 2022 wurde der Südabschnitt untersucht, im Jahr 2023 folgte der Abschnitt zwischen Rathenaustraße und Hafenstraße.<ref name="wade230104">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/die-stadt-hamm-will-buerger-auch-2023-ueber-die-b63n-informieren-92008575.html ''Stadt Hamm plant weitere Bürger-Infos zur B63n und zur K35n'']. In: wa.de vom 4. Januar 2023.</ref> | ||
Im Zusammenhang mit den Planungen zum Bau der K 35n tagte Ende September 2022 ein Arbeitskreis der Unteren Naturschutzbehörde und von Naturschutzvereinen, um mögliche Korridore festzulegen.<ref name="WAde-22-10-12">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/stadt-plant-naechste-beteiligungsrunde-zur-63n-noch-fuer-2022-91844627.html | Im Zusammenhang mit den Planungen zum Bau der K 35n tagte Ende September 2022 ein Arbeitskreis der Unteren Naturschutzbehörde und von Naturschutzvereinen, um mögliche Korridore festzulegen.<ref name="WAde-22-10-12">Stefan Gehre: [https://www.wa.de/hamm/pelkum-ort370530/stadt-plant-naechste-beteiligungsrunde-zur-63n-noch-fuer-2022-91844627.html ''Umstrittene B63n: Bürger sollen schon bald wieder mitreden'']. In: wa.de vom 12. Oktober 2022.</ref> | ||
Nach Berichten des WA wird mit dem Abschluss der Vorplanungen nicht vor 2024 oder 2025 gerechnet und der Genehmigung nicht vor 2028 oder 2029. Nach dem Planfeststellungsverfahren (2028 bis 2032) soll der Bau dann von 2033 bis 2039 stattfinden und die Freigabe zwischen 2038 (Südabschnitt bzw. durch Wiescherhöfen) und 2039 (Nordabschnitt bzw. durch Mitte zum Hafen).<ref name="WA-de_21-12-12" /> Einzig die K 35n wird aufgrund des Projekts [[Multi-Hub Westfalen]] am Rangierbahnhof voraussichtlich eher fertiggestellt.<ref name="wade230104"/> | Nach Berichten des WA wird mit dem Abschluss der Vorplanungen nicht vor 2024 oder 2025 gerechnet und der Genehmigung nicht vor 2028 oder 2029. Nach dem Planfeststellungsverfahren (2028 bis 2032) soll der Bau dann von 2033 bis 2039 stattfinden und die Freigabe zwischen 2038 (Südabschnitt bzw. durch Wiescherhöfen) und 2039 (Nordabschnitt bzw. durch Mitte zum Hafen).<ref name="WA-de_21-12-12" /> Einzig die K 35n wird aufgrund des Projekts [[Multi-Hub Westfalen]] am Rangierbahnhof voraussichtlich eher fertiggestellt.<ref name="wade230104"/> | ||
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== Weblinks == | == Weblinks == | ||
*[https://b63n.de B63n.de] – Offizielle Homepage von Straßen.NRW | *[https://b63n.de B63n.de] – Offizielle Homepage von Straßen.NRW | ||
== Siehe auch == | |||
* ''[[Kreisstraße 35n]]'' | |||
* ''[[Multi-Hub Westfalen]]'' | |||
* ''[[Natur- und Umweltschutz in Hamm]]'' | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
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[[Kategorie:Verkehr]] | [[Kategorie:Verkehr]] | ||
[[Kategorie:Bundesstraßen|63n]] | [[Kategorie:Bundesstraßen|63n]] | ||
[[Kategorie:Projekte der Stadtplanung]] | [[Kategorie:Projekte der Stadtplanung]] | ||
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)]] | [[Kategorie:Pelkum (Bezirk)]] | ||