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== Wirtschaft == | == Wirtschaft == | ||
*Wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg richtet die [[Industrie- und Handelskammer]] Dortmund in Hamm eine Außenstelle ein. Diese kommt im Haus [[Nordstraße 11]] (Ecke [[Ritterstraße]]) unter. Dort befindet sich seinerzeit das [[Café Hasebrink]]. Diese Zweigstelle ist, wenn auch inzwischen zum [[Ostring]] 15 umgezogen, auch heute noch geöffnet. | [[Datei:Emil Haarmann.jpg|mini|rechts|Emil Haarmann]] | ||
*Ernst-Günther und Hildegard Kaps gründen ihr [[Spielwaren Kaps|Spielwarengeschäft]] am [[Marktplatz]] 12. | * Wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg richtet die [[Industrie- und Handelskammer]] Dortmund in Hamm eine Außenstelle ein. Diese kommt im Haus [[Nordstraße 11]] (Ecke [[Ritterstraße]]) unter. Dort befindet sich seinerzeit das [[Café Hasebrink]]. Diese Zweigstelle ist, wenn auch inzwischen zum [[Ostring]] 15 umgezogen, auch heute noch geöffnet. | ||
* Ernst-Günther und Hildegard Kaps gründen ihr [[Spielwaren Kaps|Spielwarengeschäft]] am [[Marktplatz]] 12. | |||
* [[17. Mai]]: Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] startet eine ''Landwirtschaftliche Hilfsaktion''. Otto Middermann, ehemaliger Mitarbeiter der Westfälischen Union im Werk Antwerpen, wird der Hauptkoordinator des Projekts, besucht die landwirtschaftlichen Betriebe und beantragt bei der Militärregierung nach Bedarf Arbeitskräfte und Material zur Instandsetzung von Maschinen und Bauten. | |||
== Gewerkschaften == | == Gewerkschaften == | ||
* [[1. August]]: Die Ortsgruppe Bockum-Hövel der Industriegewerk Bergbau, Chemie, Energie wird gegründet.<ref> | * [[1. August]]: Die Ortsgruppe Bockum-Hövel der Industriegewerk Bergbau, Chemie, Energie wird gegründet.<ref>Joachim Best: „Eine Stimme für die Bergleute“ in: [[WA]] vom 6. Oktober 2020</ref> | ||
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Datei:75 Jahre IGBCE Bockum-Hövel - Wa vom 06-10-2020.jpg|„Eine Stimme für die Bergleute“ in: [[WA]] vom 6. Oktober 2020 | |||
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== Verkehr == | == Verkehr == | ||
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== Bergbau == | == Bergbau == | ||
* Am [[16. April]] werden sechs deutsche Bergleute der [[Zeche Heinrich Robert]] durch polnische Zwangsarbeiter im Luftschutzstollen [[Schacht Franz]] ermordet.<ref>Michael Rost: Chronik des Bergwerks Heinrich Robert 1901-2001.100 Jahre Heinrich Robert. Bergbau in Hamm. O.O. o.J.</ref> | * Am [[16. April]] werden sechs deutsche Bergleute der [[Zeche Heinrich-Robert]] durch polnische Zwangsarbeiter im Luftschutzstollen [[Schacht Franz]] ermordet.<ref>Michael Rost: Chronik des Bergwerks Heinrich Robert 1901-2001.100 Jahre Heinrich Robert. Bergbau in Hamm. O.O. o.J.</ref> | ||
* Die [[Zeche Heinrich Robert]] fördert in diesem Jahr 531.492 t Steinkohle. Die Zahl der Belegschaftsmitglieder beläuft sich bei Kriegsende auf 2.955 Personen.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 21.</ref> | * Die [[Zeche Heinrich-Robert]] fördert in diesem Jahr 531.492 t Steinkohle. Die Zahl der Belegschaftsmitglieder beläuft sich bei Kriegsende auf 2.955 Personen.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 21.</ref> | ||
* Die [[Zeche Radbod]] ist zum Kriegsende mit allen fünf Schächten voll in Betrieb. Die Förderung erfolgt hauptsächlich auf der 4. Sohle.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 47.</ref> | * Die [[Zeche Radbod]] ist zum Kriegsende mit allen fünf Schächten voll in Betrieb. Die Förderung erfolgt hauptsächlich auf der 4. Sohle.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 47.</ref> | ||
* Die [[Zeche Sachsen]] wird am [[16. Februar]] und am [[27. März]] durch die Allierten aus der Luft bombardiert. Dabei sterben 92 Beschäftigte des Bergwerks. Am [[6. April]] beginnen auf dem Werksgelände die Aufräumarbeiten. Am [[15. Mai]] wird die Förderung auf der Zeche wieder aufgenommen.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 58–59</ref> | * Die [[Zeche Sachsen]] wird am [[16. Februar]] und am [[27. März]] durch die Allierten aus der Luft bombardiert. Dabei sterben 92 Beschäftigte des Bergwerks. Am [[6. April]] beginnen auf dem Werksgelände die Aufräumarbeiten. Am [[15. Mai]] wird die Förderung auf der Zeche wieder aufgenommen.<ref>Peter Voß: Die Zechen in Hamm. Werne 1994, S. 58–59</ref> | ||