Nordenhospital: Unterschied zwischen den Versionen

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Am [[1. April]] [[1280]] bestätigte der Bischof von Münster dem Grafen [[Eberhard II.]] von der Mark, den [[Burg Mark|Burgmannen zu Mark]] und den Bürger von Hamm die Gründung des Nordenhospitals. Vom Jahr 1514 übte der Rat der Stadt Hamm das alleinige Aufsichtrecht über das Nordenhospital aus, nachdem die Burgmannschaft der Burg Mark praktisch zu bestehen aufgehört hatte. Nach Einführung des reformierten Bekenntnisses in Hamm wurden auch protestantische Jungfrauen in den Konvent aufgenommen, die zum Gottesdienst in die [[Pauluskirche|St.-Georgskirche]] in Hamm gingen, während die katholischen Konventualinnen die Magdalenenkapelle beim Hospital aufsuchten. Im 17. Jahrhundert wohnten die Konventualinnen meist schon auf ihren elterlichen Gütern und hielten sich nur noch gelegentlich im Hospital auf. 1804 beantragte die Armendirektion der Stadt Hamm die Aufhebung des Nordenhospitals, die vom preußischen König am 6. August 1805 bewilligt wurde. In den 1830er Jahren wurden schießlich die Stiftsgebäude, bereits im März 1808 die Kapelle abgebrochen.
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Am [[1. April]] [[1280]] bestätigte der Bischof von Münster dem Grafen [[Eberhard II.]] von der Mark, den [[Burg Mark|Burgmannen zu Mark]] und den Bürger von Hamm die Gründung des Nordenhospitals. Vom Jahr 1514 übte der Rat der Stadt Hamm das alleinige Aufsichtsrecht über das Nordenhospital aus, nachdem die Burgmannschaft der Burg Mark praktisch zu bestehen aufgehört hatte. Nach Einführung des reformierten Bekenntnisses in Hamm wurden auch protestantische Jungfrauen in den Konvent aufgenommen, die zum Gottesdienst in die [[Pauluskirche|St.-Georgskirche]] in Hamm gingen, während die katholischen Konventualinnen die Magdalenenkapelle beim Hospital aufsuchten. Im 17. Jahrhundert wohnten die Konventualinnen meist schon auf ihren elterlichen Gütern und hielten sich nur noch gelegentlich im Hospital auf. 1804 beantragte die Armendirektion der Stadt Hamm die Aufhebung des Nordenhospitals, die vom preußischen König am 6. August 1805 bewilligt wurde. In den 1830er Jahren wurden schießlich die Stiftsgebäude, bereits im März 1808 die Kapelle abgebrochen.
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
* Wilhelm Kohl: ''Das Nordenhospital vor Hamm'', in: 750 Jahre Stadt Hamm, hrsg. von Herbert Zink, Hamm 1976, S. 81-99.
 
* Wilhelm Kohl: ''Das Nordenhospital vor Hamm'', in: 750 Jahre Stadt Hamm, hrsg. von Herbert Zink, Hamm 1976, S. 81-99.

Version vom 29. Juli 2007, 13:58 Uhr

Das Nordenhospital lag nördlich der Lippe in der Nordenfeldmark der Stadt Hamm. Diese gehörte zum Kirchspiel Heessen in der Diözese Münster, politisch aber zur Grafschaft Mark. Graf Adolf I. hatte dieses Gebiet 1226 aus der Isenburger Erbschaft erhalten.

Geschichte

Am 1. April 1280 bestätigte der Bischof von Münster dem Grafen Eberhard II. von der Mark, den Burgmannen zu Mark und den Bürger von Hamm die Gründung des Nordenhospitals. Vom Jahr 1514 übte der Rat der Stadt Hamm das alleinige Aufsichtsrecht über das Nordenhospital aus, nachdem die Burgmannschaft der Burg Mark praktisch zu bestehen aufgehört hatte. Nach Einführung des reformierten Bekenntnisses in Hamm wurden auch protestantische Jungfrauen in den Konvent aufgenommen, die zum Gottesdienst in die St.-Georgskirche in Hamm gingen, während die katholischen Konventualinnen die Magdalenenkapelle beim Hospital aufsuchten. Im 17. Jahrhundert wohnten die Konventualinnen meist schon auf ihren elterlichen Gütern und hielten sich nur noch gelegentlich im Hospital auf. 1804 beantragte die Armendirektion der Stadt Hamm die Aufhebung des Nordenhospitals, die vom preußischen König am 6. August 1805 bewilligt wurde. In den 1830er Jahren wurden schießlich die Stiftsgebäude, bereits im März 1808 die Kapelle abgebrochen.

Literatur

  • Wilhelm Kohl: Das Nordenhospital vor Hamm, in: 750 Jahre Stadt Hamm, hrsg. von Herbert Zink, Hamm 1976, S. 81-99.