Kommunalwahl in Hamm 2020: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 29. Mai 2020, 08:58 Uhr

Logo Kommunalwahl 2020.png
OB Thomas Hunsteger-Petermann (links, CDU) und Marc Herter, MdL (rechts, SPD) treten unter anderem bei der OB-Wahl gegeneinander an

Die Kommunalwahl in Hamm 2020 findet, wie in ganz Nordrhein-Westfalen, am 13. September 2020 als insgesamt achtzehnte Kommunalwahl der Nachkriegszeit in Hamm statt. Neben der Wahl des Stadtrates, findet zeitgleich die Wahl des Oberbürgermeisters, die Wahl der sieben Bezirksvertretungen sowie erstmals die Direktwahl der Verbandsversammlungswahl Regionalverband Ruhrgebiet statt. Des Weiteren wird auch der Integrationsrat neu gewählt.

Allgemeines

Wahlberichtigte, Wählbarkeit, Anzahl der Mandatsträger

Das Mindestalter für die Wahlberechtigung beträgt 16 Jahre und für die Wählbarkeit 18 Jahre. Wahlberechtigt sind Deutsche sowie Staatsangehörige der übrigen 27 EU-Mitgliedstaaten, die mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl im Wahlgebiet wohnen oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Die Zahl der zu wählenden Vertreter für den Rat der Stadt Hamm beträgt 58 sowie für die sieben Bezirksvertretungen je 19.

Wahl der Vertreter des Stadtrates

Die 58 Mitglieder des Rates werden zur Hälfte in Kommunalwahlbezirken (Wahlkreisen) mit einfacher Mehrheit direkt gewählt, zur anderen Hälfte über die sog. „Reservelisten“ der einzelnen Parteien oder Wählergemeinschaften über die stadtweit gültig abgegebenen Stimmen. Eine Einelkandidatur für einen Wahlkreis ist möglich, jedoch kann für einen Einzelbewerber keine Reserveliste aufgstellt werden. Um für eine Partei bzw. einer Wählergemeinschaft in einem Wahlkreis zu kandidieren, ist keine Mitgliedschaft in dieser notwendig.

Wahl der Vertreter der Bezirksvertretungen

Die sieben Bezirksvertretungen der Stadtbezirke werden durch die Bürgerschaft auf gesondertem Stimmzettel nach Listenverfahren gewählt. Es dürfen nur Parteien oder Wählergruppen Wahlvorschlagslisten einreichen. Eine Einzelkandidatur ist für die Bezirksvertretung nicht möglich.

Fraktionsstatus

Eine Partei bzw. eine Wählergemeinschaft erhält den Fraktionsstatus im Stadtrat, wenn diese mindestens drei Mitglieder hat. Dies kann auch erreicht werden, wenn sich mehrere gewählte Mitglieder aus verschiedenen Parteien oder Wählergemeinschaften des Stadtrates zusammentun. In einer Bezirksvertretung ist der Fraktionsstatus mit jeweils zwei gewählten Mitgliedern erreicht.

Sonstiges

Bei der Wahl des Rates ist das Wahlgebiet das Stadtgebiet sowie bei der Wahl der Bezirksvertretungen das Wahlgebiet der jeweilige Stadtbezirk maßgebend. Für die Bezirksvertetung ist darüber hinaus wählbar, wer in einem Kommunalwahlbezirk (Wahlkreis) des entsprechenden Stadtbezirks für den Rat kandidiert.

Eine Fünf-Prozent-Hürde für die jeweiligen Gremien gibt es nicht mehr. Die Mandate werden nach dem Divisorverfahren mit Standardrundung nach André Sainte-Laguë verteilt.

Besonderheiten

Legislaturperiode

Nach dem bei der Kommunalwahl 2014 eine einmalige Legislaturperiode von 6,5 Jahren beschlossen wurde, beträgt die gewählte Amtszeit der Mandatsträger fortan wieder 5 Jahre. Die Legislaturperiode geht demnach von 2020 bis 2025. Sie beginnt am 1. November 2020.

Prozent-Hürde

Bereits des Öfteren wurde vom Landtag in Düsseldorf versucht, eine erneute Prozent-Hürde für die Kommunalwahlen einzuführen, welche ab dem Jahr 1999 vom Landesverfassungsgericht Münster komplett abgeschafft wurde. Einen vorerst letzten Versuch unternahm der Gesetzgeber mit einer in der Verfassung verankerten 2,5-%-Hürde, jedoch wurde diese im November 2017 vom Verfassungsgerichtshof für unzulässig erklärt.

Ausnahmen für die Bezirksvertretungen

Eine Ausnahme für die Prozent-Hürde Befreiung betrifft die sieben zu wählenden Bezirksvertretungen in Hamm. Hier gilt ab sofort eine 2,5-%-Hürde.

Stichwahl bei der Wahl des Oberbürgermeisters

Sollte bei der Wahl des Oberbürgermeisters keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang auf über 50% der gültig abgegebenen Stimmen kommen, so wird es 14 Tage später eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen geben.

Im Jahr 2019 wurde von der Landesregierung aus CDU und FDP die Stichwahl wieder abgeschafft, jedoch reichten SPD und die Grünen Verfassungsklage gegen dieses Gesetz ein. Am 20. Dezember 2019 urteilte das Verwaltungsgericht in Münster (mit 4 zu 3 Stimmen), dass die Stichwahl nicht abgeschafft werden darf und kippte das Gesetz.

Neue Einteilung der Wahlbezirke

Neben dem Urteil zur Stichwahl des Oberbürgermeisters, entschied das Verwaltungsgericht in Münster des Weiteren, wie weit die Zahl der wahlberichtigten Bürger in den verschiedenen Wahlkreisen (29 in Hamm) voneinander abweichen darf. Die bisherige Obergrenze von 25% wurde mit Urteil auf maximal 15% reduziert. In der Auswertung werden nur Deutsche und EU-Staatsbürger berücksichtigt.

Am 20. Februar 2020 wurde vom Kommunalwahlausschuss entschieden, dass ein Wahlbezirk des Stadtbezirkes Mitte dem Stadtbezirk Uentrop zugeordnet wird. Somit haben bei der Wahl am 13. September 2020 der Stadtbezirk Bockum-Hövel 6 Wahlkreise, die Mitte und Uentrop jeweils 5 Wahlkreise, Heessen 4 Wahlkreise sowie die Stadtbezirke Rhynern, Herringen und Pelkum jeweils 3 Wahlkreise.

Mögliche Überhang- und Ausgleichsmandate für den Stadtrat

Sollte eine Partei oder Wählergemeinschaft mehrere Wahlkreise gewinnen als ihr Sitze nachdem Verhältnisausgleich, also stadtweiten Ergebnis aller Stimmen, zustehen, so verbleiben diese Sitze bei der Partei bzw. Wählergemeinschaft (Überhangsmandate). Die übrigen Parteien oder Wählergemeinschaften erhalten dafür Ausgleichsmandate. Dazu wird eine neue Gesamtsitzzahl berechnet. In der Stadt Hamm musste diese Regelung bis heute noch nicht zur Anwendung kommen.

Covid-19

Aufgrund der im Jahr 2020 verbreitenden Pandemie des COVID-19 (Coronavirus), hatten die Parteien und Wählergemeinschaften ab März ihre Aufstellungsveranstaltungen vermehrt absagen und verlegen müssen. Die Aufstellungen wurden verstärkt wieder im Mai aufgenommen.

Unterstützerunterschriften

Da im Jahr 2020 die Pandemie des COVID-19 das Sammeln von Unterstützerunterschriften, die Parteien oder Wählergemeinschaften benötigen, welche nicht bereits Mitglied im Rat oder im Landtag sind, lange nicht möglich machte, ist es aktuell vom Landtag geplant, die Unterschriftenhürde von derzeit 290 benötigte Stimmen (das Fünffache der Ratsmitglieder) auf 60 Prozent (174 Stimmen) der normalerweise nötigen Unterschriften zu senken.

Fristen

In der folgende Tabelle ist die Fristenberechnung angegeben, die zur Kommunalwahl am 13. September 2020 eingehalten werden müssen, damit Parteien, Wählergemeinschaften oder Einzelpersonen an der Wahl teilnehmen können.

Letzter Termin Frist Beschreibung
16. Juli 2020 (18 Uhr) 59 Tage vor der Wahl (bisher 42 Tage) - Letzter Termin zur Einreichung der Wahlunterlagen
21. Juli 2020 53 Tage vor der Wahl - Zusammentreffen des Wahlausschusses und Entscheidung über die Zulassung von Wahlvorschlägen und Verkündung einer Entscheidung. Einreichung einer Beschwerde muss innerhalb von 3 Tagen erfolgen
2. August 2020 42 Tage vor der Wahl - Stichtag für die Eintragung aller Personen in das Wählerverzeichnis, bei denen an diesem Tage feststeht,dass sie wahlberechtigt und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind (42. Tag vor der Wahl). Eintragung von Amts wegen bei Zuzug bis zum 16. Tag vor der Wahl bei Umzug (und Ummeldung) innerhalb eines Kreises
6. August 2020 38 Tage vor der Wahl - Entscheidung des Landeswahlausschusses über Beschwerden gegen die Zulassung oder Nichtzulassung von Wahlvorschlägen
20. August 2020 24 Tage vor der Wahl - Letzter Tag für die öffentliche Bekanntmachung über die Einsichtnahmemöglichkeit in die Wählerverzeichnisse
28. August 2020 16 Tage vor der Wahl - Frist für Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerverzeichnisse

- Unverzügliche Entscheidung durch den Wahlleiter

11. September 2020 (18 Uhr) 2 Tage vor der Wahl - Letzter Tag für die Beantragung von Wahlscheinen
13. September 2020 - - Wahl von 8 bis 18 Uhr
14. September 2020 1 Tag nach der Wahl - Feststellung der Ergebnisse durch den Wahlausschuss
27. September 2020 14 Tage nach der Wahl - Eventuelle Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters
1. November 2020 - - Beginn der neuen Wahlperiode

Ausgangslage

Vorherige Kommunalwahl

Hauptartikel: Kommunalwahl 2014

Wahl zum Rat der Stadt Hamm und Koalition

Aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat
       
Von 58 Sitzen entfielen auf:

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 betrug 51,5 %.

Dabei blieb die CDU mit 42,6 % die stärkste Partei im Hammer Stadtrat. Sie war somit die Partei mit den meisten Stimmen seit der Kommunalwahl im Jahr 1994.

Mit 35,1 % wurde die SPD zweitstärkste Kraft. Sie war seit 1999 in der Opposition. Ab 2014 regierte sie in einer großen Koalition wieder mit.

Bündnis 90/Die Grünen konnten mit 7,3 % drittstärkste Kraft in Hamm werden.

Die Partei DIE LINKE. wurde mit einem Ergebnis von 4,3 % viertstärkste Partei im Hammer Stadtrat. Im Gegensatz zur FDP, behielt sie knapp den Fraktionsstatus.

Die Hammer FDP konnte mit 4,1 % als fünfstärkste Partei in das höchste Hammer Gremium einziehen. Sie verlor somit knapp den Fraktionsstatus.

Erstmals einziehen in den Hammer Stadtrat konnte die Wählergemeinschaft Pro Hamm, die 2,8 % der gültigen Stimmen bekamen.

Außerdem sicherten sich mit 1,9 % die PIRATEN sowie DIE RECHTE mit 0,9 % den erstmaligen Einzug in den Stadtrat. Das Mandat der PIRATEN ging jedoch im Dezember 2018 an die Grünen verloren.

Nach der Wahl erteilte die FDP einer Schwarz-Grün-Gelben (CDU, Grüne und FDP) Koalition sofort eine Absage.

Eine Schwarz-Grüne (CDU und Grüne) Koalition wäre mit der Stimme des Oberbürgermeisters, ab 2018 auch ohne, möglich gewesen.

Die CDU und die SPD gingen am Ende eine Koalition ein.


Partei / WG Gesamtstimmen nach der Wahl 2014
Stimmen % +/− 2009 Mandate Wahlkreise
CDU 29.617 42,6 -4,4 25 19
SPD 24.406 35,1 +2,8 20 10
GRÜNE 5.053 7,3 −0,9 4 -
DIE LINKE. 3.016 4,3 −0,4 3 -
FDP 2.850 4,1 −1,6 2 -
Pro Hamm 1.943 2,8 - 2 -
PIRATEN 1.294 1,9 - 1 -
DIE RECHTE [1] 654 0,9 - 1 -
AfD [2] 442 0,6 - - -
FWG [3] 256 0,4 -0,5 - -
Gesamt 69.531 100 58 29


Fußnote:

  1. Die RECHTE trat in 13 von 29 Wahlkreisen an.
  2. Die AfD trat in 6 von 29 Wahlkreisen an.
  3. Die FWG trat in 12 von 29 Wahlkreisen an.

Wahl zu den sieben Bezirksvertretungen

Aktuelle Sitzverteilung der sieben Bezirksvertretungen
        
Von 133 Sitzen entfielen auf:

Die Hammer CDU blieb mit 44,0% die Partei mit den meisten Sitzen in allen sieben Stadtbezirken. Sie verlor gegenüber 2009 an Stimmen. Ein Vertreter aus der Bezirksvertretung Hamm-Pelkum trat aus der CDU aus und gab das Mandat nicht ab. Die CDU verlor aus diesem Grund in der laufenden Legislaturperiode einen Sitz.

Die SPD konnte mit 35,4% auf Platz zwei kommen. Sie hatte ein kleines Plus an Wählerstimmen eingefahren. Eine Vertreterin aus der Bezirksvertretung Hamm-Rhynern trat aus der SPD aus und gab ihr Mandat nicht ab. Die SPD verlor aus diesem Grund in der laufenden Legislaturperiode einen Sitz. Ein weiterer Vertreter der Partei wechselte innerhalb der Bezirksvertretung Hamm-Heessen zu den Grünen.

Die Grünen konnten mit einem Gesamtergebnis von 8,1% drittstärkste Partei in Hamm werden.

Die LINKE. holte 4,4% und war somit viertstärkste Partei in Hamm im Gesamtergebnis. Sie war somit in jedem Bezirk weiterhin mit einem Mandat vertreten. Im November 2018 ging jedoch das Mandat in der Bezirksvertretung Rhynern verloren, da der damalige Vertreter aus der Partei austrat und das Mandat nicht abgab.

Mit 3,3% kam die FDP auf Platz fünf. Die Liberalen hatten ihr Mandat in Herringen verloren und waren in allen anderen sechs Bezirken jeweils mit einem Mandat weiterhin vertreten.

Die neu gegründete Wählergemeinschaft Pro Hamm, konnte in vier Bezirksvertretungen (3,1%) einziehen. In Herringen hatte sie mit zwei Mandate Fraktionsstatus.

Des Weiteren konnte DIE RECHTE in Herringen ein Mandat erlangen.


Partei / WG Gesamtstimmen aller Bezirksvertretungen nach der Wahl 2014
Stimmen % Mandate
CDU 30.590 44,0 55
SPD 24.586 35,4 49
GRÜNE 5.603 8,1 10
DIE LINKE. 3.049 4,4 7
FDP 2.329 3,3 6
Pro Hamm 2.152 3,1 5
DIE RECHTE [1] 678 1,0 1
PIRATEN [2] 274 0,4 -
FWG [3] 267 0,4 -
Gesamt 69.528 100,1 133


Fußnote:

  1. Die RECHTE hat nur an der Wahl der Bezirksvertretungen Hamm-Mitte, Hamm-Pelkum und Hamm-Herringen teilgenommen.
  2. Die PIRATEN haben nur an der Wahl der Bezirksvertretung Hamm-Mitte teilgenommen.
  3. Die FWG hat nur an der Wahl der Bezirksvertretungen Hamm-Mitte und Hamm-Heessen teilgenommen.

Oberbürgermeisterwahl

Der seit 1999 amtierende Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Thomas Hunsteger-Petermann (CDU), konnte die Wahl im Jahr 2014 bereits im ersten Wahlgang für sich entscheiden. Auf ihn entfielen 56,3 % der gültig abgegebenen Stimmen. Somit wurde Hunsteger-Petermann für weitere 6,5 Jahre als Oberbürgermeister gewählt. Es war bereits der vierte Erfolg für den CDU-Mann.

Sein Herausforderer von der SPD, Dennis Kocker, konnte 29,9% der Stimmen erreichen. Für die Sozialdemokraten war dies das schlechteste Ergebnis, seit dem der Oberbürgermeister (1999) separat gewählt wird.

Volker Burgard von den Grünen, konnte mit 4,3% das drittbeste Ergebnis in Hamm holen. Die Grünen hatten bei der Wahl im Jahr 2009 noch auf einen eigenen Kandidaten verzichtet.

Marion Josten (DIE LINKE.) konnte mit 3,7% das viertbeste Ergebnis für sich erzielen.

Der Einzelkandidat, Werner Gudrian, erzielte 3,3% der gültigen Stimmen und konnte somit noch vor dem Kandidaten von Pro Hamm, Dr. Cevdet Gürle, der 2,7% der Stimmen bekam, am Ende landen.


Partei / WG Kandidat/in
Stimmen %
CDU [1] Thomas Hunsteger-Petermann Thomas Hunsteger-Petermann 39.285 56,3
SPD Dennis Kocker Dennis Kocker 20.825 29,9
GRÜNE Volker Burgard Volker Burgard 2.975 4,3
DIE LINKE. Marion Josten Marion Josten 2.548 3,7
Parteilos Werner Gudrian Werner Gudrian 2.271 3,3
Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle Dr. Cevdet Gürle 1.860 2,7

Fußnote:

  1. Auch gleichzeitig Kandidat der FDP.

Kandidaturen

Oberbürgermeisterwahl

Ablauf

Die Direktwahlen der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister in Nordrhein-Westfalen finden seit 1999 statt. Die Wahlberechtigten haben jeweils eine Stimme. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, wird es am 27. September 2020 eine Stichwahl zwischen den zwei Bestplatzierten geben.

Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters

Auf dem Kreisparteitag der CDU Hamm vom 16. Dezember 2019 gab der amtierende Oberbürgermeister, Thomas Hunsteger-Petermann, bekannt, für eine fünfte Amtszeit kandidieren zu wollen. Hunsteger-Petermann ist seit dem Jahr 1999 im Amt. Die offizielle Nominierung der CDU soll am 6. Juni 2020 erfolgen.

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen gab bereits am 28. November 2019 über die lokalen Medien bekannt, bei der Kommunalwahl 2020 erneut mit einem eigenem Kandidaten oder Kandidatin anzutreten. Am 7. Februar 2020 wurde bekannt, dass die Sprecherin des Kreisverbandes Hamm, Arnela Sacic, für das Amt kandidiert. Die Nominierung ihrer Partei erfolgte am 18. Februar 2020 mit 38 Ja-Stimmen, 5-Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Es gab bei der Wahl keinen Gegenkandidaten. Sacic war somit die erste offizielle Kandidatin.

Am 15. Februar 2020 gab die Wählergemeinschaft Pro Hamm über den Westfälischen Anzeiger bekannt, wieder mit ihren Vorsitzenden, Dr. Cevdet Gürle, als Oberbürgermeisterkandidaten antreten zu wollen. Bereits im Januar 2020 gab die Wählergemeinschaft über die sozialen Medien bekannt, wieder mit einem eigenen Kandidaten bei der Wahl antreten zu wollen.

Der ehemalige Chefredakteur der Radio Lippe Welle Hamm, Gerd Heistermann, gab am 25. Februar 2020 über die lokalen Medien bekannt, als unabhängiger Kanditat für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren zu wollen. Heistermann benötigt hierzu 174 Unterstützerunterschriften.

Am 27. Februar 2020 gab die Hammer SPD den fünften Kandidaten bekannt. Dabei soll der Landtagsabgeordnete Marc Herter für die Sozialdemokraten kandidieren. Herter muss hierfür noch von seiner Partei offiziell nominiert werden.

Peter Kessler gab am 23. März über die lokalen Medien ebenfalls bekannt, als parteiloser Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. Kessler war bereits von 1989 bis 1994 für die Republikaner sowie von 2004 bis 2009 für die Bürgergemeinschaft Hamm Mitglied im Hammer Stadtrat. Die benötigten 290 Unterstützungsunterschriften, die Zustimmungserklärung und der Wahlvorschlag wurden dazu am 18. März 2020 beim zuständigen Amt eingereicht und vom Amtsleiter überprüft und bestätigt. Er ist somit der sechste Kandiat.

Die Hammer FDP gab am 20. Mai 2020 über die Social Media bekannt, erstmal seit einer Direktwahl des Oberbürgermeisters, mit einem eigenem Kandidaten anzutreten. Bei den Wahlen davor, hatte sie immer den Kandidaten der CDU, Thomas Hunsterger-Petermann, unterstützt. Vorgeschlagen für das Amt wurde der Kreisvorsitzende Ingo Müller. Dafür wurde er von den Mitgliedern der Liberalen beim Parteitag am 27. Mai 2020 ohne Gegenkandiaten offiziell nominiert. Er ist somit der siebte Kandidat.

Bei ihrer Aufstellungsversammlung vom 24. Mai 2020, haben DIE LINKEN. einstimmig die in Ahlen beheimatete Kommunalpolitikerin Sandra Riveiro Vega offiziell nominiert. Sie ist somit die achte Kandidatin.


Thomas HP.png Marc Herter 2.jpg Arnela Sacic OB Wahl 2020.jpg Sandra Riveiro Vega.png
Thomas
Hunsteger-Petermann [1]
Marc Herter [2] Arnela Sačić Sandra Riveiro Vega
CDU SPD Bündnis 90/Die Grünen DIE LINKE.
Cevdet Gürle OB Wahl 2020.png WA Ingo Müller.png Gerd Heistermann 2020.jpg Peter Kessler OB Wahl 2020.png
Dr. Cevdet Gürle [3] Ingo Müller Gerd Heistermann [4] Peter Kessler
Pro Hamm FDP Parteilos Parteilos

Fußnote:

  1. Noch nicht offiziell nominiert
  2. Noch nicht offiziell nominiert
  3. Noch nicht offiziell nominiert
  4. Benötigt 174 Unterstützerunterschriften

Wahl zum Stadtrat

Historisches

Seit der ersten Kommunalwahl der Nachkriegszeit im Jahr 1946, konnten fast ausschließlich die CDU und SPD die Wahlkreise bei den Kommunalwahlen gewinnen. Lediglich bei der Wahl im Jahr 1948 konnte Karl Klempt von der Zentrumspartei den damaligen Wahlkreis 14 direkt holen. Somit gab es bis heute erst drei Parteien, die direkt einen Wahlkreis in Hamm gewonnen haben. Bei der letzten Wahl im Jahr 2014 gewann die CDU 19 sowie die SPD 10 Wahlkreise direkt.

Direktkandidaten

Einteilung der 29 Wahlbezirke bei der Wahl zum Rat der Stadt Hamm

In den folgenden Tabellen werden die Direktkandidaten der 29 Wahlbezirke (Wahlkreise) in Hamm angegeben. Gewählt für den Stadtrat ist jeweils der Kandidat mit den meisten Stimmen im jeweiligen Wahlbezirk. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Gesamtwahlergebnis der Kommunalwahl von 2014. Parteien oder Wählergemeinschaften, die bei der Wahl 2014 nicht teilgenommen haben, werden al­pha­be­tisch am Ende der Listen aufgegliedert.

Stadtbezirk Mitte

Wahlbezirk 1
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Ellen Weber Christlich Demokratische Union CDU
Angela Kettner Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD
Erol Gürle Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 2
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Werner Linnemann Christlich Demokratische Union CDU
Tim Isenbeck Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 3
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Bernhard Haberkamp Christlich Demokratische Union CDU
Kirsten Pieczynski Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD
Uwe Richert Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 4
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Anita Heinemann Christlich Demokratische Union CDU
Günay Yildirim Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 5
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Peter Raszka Christlich Demokratische Union CDU
Andreas Friebel Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Stadtbezirk Uentrop

Wahlbezirk 6
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Jan-Moritz Werner Christlich Demokratische Union CDU
Guido Schäfer Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 7
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Monika
Schnieders-Pförtzsch
Christlich Demokratische Union CDU
Volker Sartor Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 8
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Christian Renfert Christlich Demokratische Union CDU
Zeynep Karadeniz Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 9
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Peter Oberg Christlich Demokratische Union CDU
Katrin Schäfer Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Wahlbezirk 10
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Kai Hegemann Christlich Demokratische Union CDU
Michael Stemmer Wählergruppe Pro Hamm Pro Hamm


Stadtbezirk Rhynern

Wahlbezirk 11
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Ralf Steinhaus Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 12
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Petra Klatt Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 13
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Manfred Schmitz Christlich Demokratische Union CDU


Stadtbezirk Pelkum

Wahlbezirk 14
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Birgit Borgmann Christlich Demokratische Union CDU
Tina Ehlert Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Wahlbezirk 15
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Stefan Wünnemann Christlich Demokratische Union CDU
Volker Degelmann Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Wahlbezirk 16
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Dietrich Wünnemann Christlich Demokratische Union CDU
Axel Püttner Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Stadtbezirk Herringen

Wahlbezirk 17
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Christine Kosinowski Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 18
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Kai Heitmann Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 19
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Peter Scholz Christlich Demokratische Union CDU


Stadtbezirk Bockum-Hövel

Wahlbezirk 20
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Judith Schwienhorst Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 21
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Vera Dunkel-Gierse Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 22
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Maximilian Weißenberg Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 23
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Artur Werner Prahs Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 24
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Tobias Berghoff Christlich Demokratische Union CDU


Wahlbezirk 25
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Matthias Schade Christlich Demokratische Union CDU


Stadtbezirk Heessen

Wahlbezirk 26
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Thomas Kaplan Christlich Demokratische Union CDU
Erzina Brennecke Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Wahlbezirk 27
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Daniel Tümmers Christlich Demokratische Union CDU
Patric Quos Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Wahlbezirk 28
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Oskar Burkert Christlich Demokratische Union CDU
Monika Simshäuser Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Wahlbezirk 29
Direktkandidat Partei / WG Kurzbezeichnung
Arnd Hilwig Christlich Demokratische Union CDU
Justus Moor Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD


Reservelisten

Neben den 29 Direktkandidaten, werden die anderen 29 Sitze im Stadtrat über die Reservelisten der einzelnen Parteien oder Wählergemeinschaften über die stadtweit gültig abgegebenen Stimmen vergeben.

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Reseveliste
Plätze 2 bis 5 Wahl-
Bewerber
Freie Demokratische Partei FDP Ingo Müller Ingo Müller Marion Kötters-Wenner
Kolja Krause
Ulrich Reuter, MdL
Mariam Nayyar

Wahl zu den Bezirksvertretungen

Ablauf

Die Stadt Hamm ist in sieben Stadtbezirke gegliedert. Die Bezirksvertretung des Stadtbezirks wird durch die Bürgerschaft auf gesondertem Stimmzettel auf fünf Jahre nach Listenverfahren gewählt. Sie hat je neunzehn Mitglieder und wählt aus ihrer Mitte den Bezirksvorsteher, der den Vorsitz über die Bezirksvertretung ausübt und den Stadtbezirk nach außen repräsentiert.

Hamm-Mitte

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Bezirksliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
Bewerber
DIE LINKE. Die Linke Roland Koslowski Roland Koslowski 5


Hamm-Uentrop

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Bezirksliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
Bewerber
DIE LINKE. Die Linke Florian Meyer Florian Meyer 5


Hamm-Rhynern

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Bezirksliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
Bewerber
Freie Demokratische Partei FDP Udo Reins Udo Reins 4


Hamm-Bockum-Hövel

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Bezirksliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
Bewerber
Freie Demokratische Partei FDP Stefani Müller-Veit Stefani Müller-Veit 5


Hamm-Pelkum

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Bezirksliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
Bewerber
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD Axel Püttner Axel Püttner 17


Hamm-Heessen

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Bezirksliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
Bewerber
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD Erzina Brennecke Erzina Brennecke 22


Presseberichte

Siehe auch