Dietrich III. von Isenberg

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Dietrich III. von Isenberg (* um 1180/90, † 22.7.1226 in Italien) war von 1218 bis 1226 Bischof von Münster.

Dietrich III. von Isenberg war der Sohn des Grafen Arnold v. Altena, später von Isenberg († 1217), und Bruder des Grafen Friedrich von Isenberg. Dietrich wurde Kleriker und konnte durch die Vermittlung seines Onkel, dem Erzbischof Adolf von Köln, schon in jungen Jahren im Jahr 1190 die Propstei von Sankt Patrokli in Soest übernehmen. Weitere kirchliche Ämter mit dem Archidiakonat von Köln der Domküsterei und der Propstei in Xanten folgten in den Jahren 1204 bis 1205. Im Jahr 1217 wurde Dietrich Dompropst im Erzbistum Köln und im folgenden Jahr am 22. Juli 1218 zum Bischof von Münster gewählt. Als Bischof kümmerte er sich besonders um den Dombau in Münster, für dessen Neubau er am 22. Juli 1225 den Grundstein legte.

Bereits im Folgejahr 1226 wurde er auf Grund seiner verwandtschaftlichen Beziehung zu seinem Bruder Friedrich von Isenberg, der ihren Vetter, den Kölner Erzbischof Engelbert von berg, ermordet hatte, durch den Papst seine Amtes als Bischof von Münster enthoben. Er begab sich daraufhin zu einer Bußfahrt nach Rom. Auf der Heimreise verstarb Dietrich.

Gerhard von der Mark, Bischof von Münster und Neffe von Dietrich von Isenberg, setzte seinem Onkel durch eine überlebensgroße Statue in der Paradiesvorhalle des münsteraner Domes ein Denkmal, das noch heute zu sehen ist.

Literatur

  • Willkommen im Paradies. Bischof Dietrich III. (1218 bis 1226) wuchs in der Nordenfeldmark auf. Westfälischer Anzeiger am 22. Juli 2014
  • Prinz, Joseph, "Dietrich" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 682 (Online-Version); URL: [1]