David Wiethaus

Unterschrift David Wiethaus

David Wiethaus (* 15. Mai 1768 in Unna; † 27. November 1854 in Hamm) war Justizbürgermeister der Stadt Hamm, Unterpräfekt des Arrondissements Hamm und von 1817 bis 1836 Landrat im Kreis Hamm.

Familie

(Heinrich) David (Reinhard) Wiethaus wurde am 15. Mai 1768 als Sohn des Ratsherrn David Anton Eberhard Wiethaus und seiner Ehefrau Helene Maria Johanna Wülfing in Unna geboren. 1795 heiratete er in Hamm Wilhelmine Luise Keller (1769-1847) [1], Tochter des Hammer Bürgermeisters Johann Heinrich Arnold Keller.[2]

Leben

1792 wurde David Wiethaus zum Referendar bei der Regierung in Kleve ernannt. 1794 erfolgte die Anstellung als Justizbürgermeister der Stadt Hamm, 1804 wurde Wiethaus zum KDK-Rat in Hamm, am 15. März 1809 zum Unterpräfekten des Arrondissements Hamm ernannt. Letztere Stelle trat er am 18. April 1809 an. Bereits am 18. November 1813 wurde Wiethaus mit einen Treueid auf den preußischen König als kommissarischer Landrat eingesetzt; die offizielle Ernennung zum Landrat folgte hingegen erst am 20. Januar 1817 - nach der definitiven Kreiseinteilung in der Provinz Westfalen.[3] Das repräsentative Wohnhaus des Landrats auf der Weststraße 39 (alt: Nro 121), das Wiethaus vor 1802 von der Witwe des Justizrats Johann Gottfried Rademacher erworben hatte, fiel dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Neben dem Stadthaus in Hamm besaß Wiethaus auch die Güter Heithof (Hamm-[[Mark}}) und Lettenbrock bei Altenbögge. Bereits am 8. Mai 1835 bat Wiethaus um seine Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen. Dieser wurde am 30. Januar 1836 entsprochen, wobei sein Amtsnachfolger Karl von Bodelschwingh bereits seit dem 17. November 1835 die Amtsgeschäfte übernommen hatte.[4]

Einzelnachweise

  1. vgl. 1795 (Trauregister)
  2. Börste 2005, S. 144; Wegmann 1969, Nr. 242.
  3. Börste 2005, S. 147.
  4. Börste 2005, S. 151.

Literatur

  • Josef Börste: Der Landrat Reinhard David Wiethaus, in: Jahrbuch des Kreises Unna, Bönen 2005, S. 144-155.
  • Dietrich Wegmann: Die leitenden staatlichen Verwaltungsbeamten der Provinz Westfalen. 1815-1918, Münster 1969, Nr. 242.

Weblinks

Zuletzt geändert am 10. November 2015 um 10:20