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Alte Salzstraße 25

Alte Salzstraße 25
PLZ 59069
Bezirk Hamm-Rhynern
Stadtteil Rhynern Ortskern
Straße Hausnr. Alte Salzstraße 25
Typ Wohnhaus
Gebäudetyp Fachwerkhaus
existiert seit 19. Jahrhundert
Denkmalliste Stadt Hamm No. 202 sei dem 06.09.1993
Alte-Salzstraße-25 01.jpg

Traufseite zur Alte Salzstraße

Stand: 5. September 2012

Das im 19. Jahrhundert erbaute Fachwerkhaus Alte Salzstraße 25 steht traufenständig hart an der alten Hauptverbindungsstraße zwischen Rhynern und Hamm. Die Entfernung zum südlich gelegenen Ortskern beträgt etwa 400 Meter. Der Bau von Häusern entlang wichtiger Straßen etwas außerhalb des Ortskernes ist ein für hiesige kleinere Ortschaften neues Phänomen im 19. Jahrhundert. Das Haus dokumentiert damit einen neuen Abschnitt in der siedlungs- und städtebaulichen Form von Rhynern. Teile des Baukkörpers sind seit dem 6. September 1993 in die Denkmalliste der Stadt Hamm eingetragen.

Baubeschreibung

Die Entstehung im 19. Jahrhundert ist aufgrund der Bauweise und der Gliederung des Gebäudes klar zu erkennen, so dass der Zusammenhang von Siedlungsstruktur des 19. Jahrhunderts und dem Objekt deutlich wird.

Die Traufwand gibt auch heute noch eindeutige Hinweise auf die frühere Aufteilung des Hauses in verschiedene Funktionsbereiche. Der linke Teil mit Haustür, die auf einen dahinter liegenden Flur führt, und mit (heute verbreitertem) Zimmerfenster war Wohnteil, dessen weitere Gliederung noch an der linken Giebelwand zu erkennen ist.
Der rechte Teil der Traufwand enthielt ehemals ein großes Tor, das auf eine Tenne führte. Dahinter mögen kleinere Stallungen gewesen sein. Die Toreinfassung wird durch einen hoch angesetzten, langen Torbalken und seitliche hohe Ständer gebildet. An Stelle dieses Tores und der Tenne ist wohl Anfang des 20. Jahrhunderts ein Laden mit Schaufenster eingerichtet worden, bevor auch dieser Hausteil zur Wohnung wurde.
Oberhalb der Deele war entweder ein niedrigerer Lagerboden oder, wie heute, eine Kammer, deren Fußbodenniveau über dem der anderen Wohnräume liegt. Um diesen Raum zu gewinnen, konnten die Dachbalken nicht von Traufwand zu Traufwand geführt, sondern mussten an den Kammerwänden enden bzw. in diesen verankert werden. Ob diese die Stabilität des Fachwerkgerüstes beeinträchtigende Konstruktion ursprünglich ist, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Das Vorhandensein einer erhöhten Kammer ist außen am nördlichen Giebel zu erkennen, wo ein Fenster etwa in der Höhe angeordnet ist, in der sich normalerweise ein Dachbalken befindet.
Das Dachwerk, ein einfaches Kehlbalkendach, ist vollständig erhalten und lediglich durch zwei zusätzliche, neuere Balken in Längsrichtung stabilisiert.

Baudenkmaleintrag

Auch in ihrem veränderten Zustand lassen Teile des Äußeren des Hauses Rückschlüsse auf die Gliederung und die ursprünglichen Funktionen zu und können damit als Dokumente der Siedlungs-, Bau- und Sozialgeschichte angesehen werden.
Der Denkmalwert des Hauses bezieht sich auf die straßenseitige Traufwand, die Giebelwände und das Satteldach. [1]

Fotos

Einzelnachweise

  1. Denkmalwertbegründung - zitiert nach Denkmalliste der Stadt Hamm, Bestandsverzeichnis lfd. Nummer 202

Literatur

  • N.N.: Baudenkmalbeschreibung No. 202, Stadt Hamm - 65/Untere Denkmalbehörde

Geografische Koordinaten