Abraham Windmüller

Dr. Abraham Windmüller (* 8. März 1886 in Beckum; † 10. September 1943 in Auschwitz) war praktizierender Tierarzt jüdischen Glaubens in Hamm.

Familie

Abraham Windmüller wurde in Beckum als Sohn der Eheleute Sali Windmüller (Kaufmann) und Amalie Windmüller, geborene Windmüller, geboren.

Abraham Windmüller war mit Gertrude Heynemann (* 1899) verheiratet. Sie hatten eine gemeinsame Tochter Ruth Mirjam, die 1937 in Hamm geboren wurde.

Beruflicher Werdegang

Abraham Windmüller studierte ab 1907 in München und berlin Tiermedizin. Er wurde 1911 zum Tierarzt appobriert und promovierte 1912 in Hannover. In Hamm unterhielt er eine Tierarztpraxis in der Weststraße 40.

Verfolgung, Emigration, Deportation und Ermordung

Als Jude wurde Abraham Windmüller durch das NS-Regime in Hamm verfolgt. Er emigrierte 1938 illegal in die Niederlande. Dort wurde er nach dem Einmarsch der deutschen Truppe im 2. Weltkrieg in das Lager Westerbork verbracht. 1942 folgte die Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz. Dort wurde er am 10. September 1943 ermordet.

Das Schicksal seiner Familienangehörigen

Seine Frau Gertrude ist 1939 mit der Tochter Mirjam aus den Niederlanden zurück nach Deutschland gegangen. In Vlotho kamen sie im Elternhaus von Gertrude Windmüller unter, bis sie am 31.03.1942 von dort in Warschauer Ghetto deportiert wurden. Danach ist über ihr Schicksal nichts mehr bekannt geworden.

Ehrung

In der Weststraße in Hamm wurde für Dr. Abraham Windmüller ein Stolperstein verlegt.

Literatur und Quellen

  • [Bundestieraerztekammer.de/ns-schicksale/detail/2590/windmueller-dr.-abraham?we_lv_start_2=140 Webseite zu Dr. Abraham Windmüller bei der Bundestierärztekammer]
  • [www.bundesarchiv.de Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945]
  • Georg Möllers: Jüdische Tierärzte im Deutschen Reich von 1918 bis 1945. Berlin 2002. S. 267