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Hamm wurde vor 395 Jahren gegründet.

Hamm im 30jährigen Krieg

  • Als Reaktion auf sonntägliche Beutezüge der Garnisonssoldaten wird in Hamm der Gemeinheitsbeschluß Nr. 4 vom 5. Mai erlassen, der besagt, "daß der Bürgermeister mit dem Herrn Kapitän sich verabreden wolle, daß er seinen Soldaten befehle, künftige zeit Sonntags unter der Predigt auch andere Zeit aus den Gärten zu bleiben und nicht, wie im vorigen Jahr geschehen, Salat, Bohnen, Mus und andere Dinge haufenweis aus den Gärten in die Stadt zu tragen".
  • Am 7. Juni läuft der holländisch-spanische Waffenstillstand aus. Spanische Truppen dringen in die Grafschaft Mark ein. [1]
  • Ab diesem Jahr sind Neubürger von Hamm verpflichtet, einen ledernen Feurlöscheimer bei Aufnahme in die Stadt zu liefern. [2]

Verwaltung

  • Den Pförtnern der Stadt Hamm wird ernstlich nahegelegt, dass die Wälle von Schweinen und anderem Vieh, aber auch von Jungen freigehalten werden, damit sie nicht wieder eingeebnet werden. [3]

Wirtschaft

  • Dietrich von der Recke zu Uentrop verkauft am 23. Februar eine jährliche Rente von 30 Reichstalern. [4]
  • Dietrich von der Recke zu Uentrop quittiert am 7. März den Empfang des Kapitals von 400 Reichstalern für eine von ihm verkaufte jährliche Rente von 24 Reichstalern. [5]
  • Dietrich von der Recke zu Uentrop verkauft am 7. März eine jährliche Rente von 9 Reichstalern für ein Kapital von 150 Reichstalern. [6]
  • Am 7. März verkauft Dietrich von der Recke zu Uentrop eine jährliche Rente von 42 Reichstalern für ein Kapital von 700 Reichsatalern. [7]
  • Am 7. März verkauft Dietrich von der Recke zu Uentrop eine jährliche Rente von 24 Reichstalern für ein Kapital von 400 Reichstalern. [8]
  • Am 20. März verkauft Dietrich von der Recke zu Uentrop eine jährliche Rente von 30 Reichstalern für ein Kapital von 500 Reichstalern. Für ihn bürgen sein Bruder Konrad von der Recke und dessen Frau Gerberga von Willich. [9]
  • Am 21. März vergleichen sich die Gebrüder Dietrich, Konrad und Matthias von Recke über Haus und Hof Uentrop. Dietrich erhält als ältester der Brüder das Haus und Gut Uentrop. [10]
  • Am 16. April verspricht Heinrich in der Fuchten, bei Zahlungsverzug für seinen Gutsherrn Dietrich von der Recke zu Uentrop unter Anrechnung auf seine Pachtzahlungen für eine jährliche Rente von 15 Reichstalern aufzukommen. [11]
  • Gerbrecht von Willach, Witwe Johann Wilhelm von Harmen zu Horne, lässt sich am 27. April die Belehnung für drei wüste Höfe in Ostdolberg reservieren. [12]
  • Eine Quittung vom 6. Mai über einen Kaufpreis von 500 Reichstaler wird auf die Witwe Harmen, nun Frau von der Recke ausgestellt. Die Urkunde nimmt dabei Bezug auf Urkunde 1619 Januar 26. [13]
  • Am 23. Mai verkauft Dietrich von der Recke zu Uentrop eine jährliche Rente von 15 Reichstalern für ein Kapital von 250 Reichstalern. [14]
  • Am 23. Mai verkauft Dietrich von der Recke zu Uentrop dem Hammer Bürger Gerhard Bremer eine jährliche Rente von 36 Reichstalern für 600 Reichstaler Kapital. [15]
  • Die Kinder des Bernhard von Drolshagen einigen sich am 23. Juli über das elterliche Erbe. Dabei erhält Heinrich von Drolshagen die vom Vater gekaufte Behausung in der Stadt Hamm samt dreier Gärten. [16]
  • Matthias von der Recke zu Neuenburg und Konrad von der Recke (zu Horne) einigen sich am 24. September über die Modalitäten der Rückzahlung von Schulden des erstgenannten an Konrad und seine Brüder. [17]
  • 26. Oktober: Joachim Büxtorff, Licentiat der Rechte, verkauft an Gerd Falke von Galen zum Ermelinghof und dessen Ehefrau Anna Margarete von Hugenpoth die Uphoffs Wiese im Kirchspiel Hövel, Bauerschaft Genegge (Geinegge), zwischen des Schulten zu Brüning und der Schwering Wiese "in ihrem bezirck, grafften und wröchtung ... belegern" als frei und unbelastet.[18]

Religion

  • Die Vikarien SS. Johannis et Stephani und SS. Christophori, Antonii, Cornelii, Annae et Catharinae in Heessen werden zusammengelgt, da aus beiden Vikarien nur noch ein Geistlicher unterhalten werden kann. [19]

Trauungen

Gestorben

Sonstiges

  • Am 21. März treffen Konrad von der Recke und Gerbrich von Willich, Witwe von Harmen zu Horne, eine Eheverabredung. [20]

Anmerkungen

  1. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  2. Willy Timm: Die Stadt Hamm von ihrer Gründung bis zu Gegenwart. In: Ingrid Bauert-Keetman u.a.: Hamm. Chronik einer Stadt. Köln 1965. S. 29-123 Hier: S. 44
  3. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  4. vgl. Urkunde 1621 Februar 23
  5. vgl. Urkunde 1621 März 7
  6. vgl. Urkunde 1621 März 7 a
  7. vgl. Urkunde 1621 März 7 b
  8. vgl. Urkunde 1621 März 7 c
  9. vgl. Urkunde 1621 März 20
  10. vgl. Urkunde 1621 März 21
  11. vgl. Urkunde 1621 April 16
  12. vgl. Urkunde 1621 April 27
  13. vgl. Urkunde 1621 Mai 6
  14. vgl. Urkunde 1621 Mai 23
  15. vgl. Urkunde 1621 Mai 23 a
  16. vgl. Urkunde 1621 Juli 23
  17. vgl. Urkunde 1621 September 24
  18. vgl. Urkunde 1621 Oktober 26
  19. Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 215
  20. vgl. Urkunde 1621 März 21