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	<title>HammWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294923</id>
		<title>Pelkum</title>
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		<updated>2026-10-31T19:58:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. &amp;lt;ref&amp;gt;So wird es auch im Hammmagazin Oktober 2020 wiedergegeben. Online: https://magazin.verkehrsverein-hamm.de/Hammmagazin_10_2020/epaper/ausgabe.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilic, Pilec&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst in späteren Jahrhunderten wurde der Name verkürzt auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birgit: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilic/Pilec&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294922</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294922"/>
		<updated>2026-10-31T19:57:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. &amp;lt;ref&amp;gt;So wird es auch im Hammmagazin Oktober 2020 wiedergegeben. Online: https://magazin.verkehrsverein-hamm.de/Hammmagazin_10_2020/epaper/ausgabe.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilic, Pilec&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst in späteren Jahrhunderten wurde der Name verkürzt auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilic/Pilec&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294921</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294921"/>
		<updated>2026-10-31T19:56:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. &amp;lt;ref&amp;gt;So steht es auch 1:1 im Hammmagazin Oktober 2020. Online: https://magazin.verkehrsverein-hamm.de/Hammmagazin_10_2020/epaper/ausgabe.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilic, Pilec&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst in späteren Jahrhunderten wurde der Name verkürzt auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilic/Pilec&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294920</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294920"/>
		<updated>2026-10-31T19:50:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilic, Pilec&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst in späteren Jahrhunderten wurde der Name verkürzt auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilic/Pilec&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294919</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294919"/>
		<updated>2026-10-31T19:40:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilik, Pilek&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst in späteren Jahrhunderten wurde der Name verkürzt auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilik/Pilek&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294918</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294918"/>
		<updated>2026-10-31T19:39:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilik, Pilek&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst die Neuzeit verkürzte es auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilik/Pilek&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294917</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294917"/>
		<updated>2026-10-31T19:39:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Namensherkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilik, Pelek&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst die Neuzeit verkürzte es auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilik/Pilek&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294916</id>
		<title>Pelkum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Pelkum&amp;diff=294916"/>
		<updated>2026-10-31T19:34:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin: 0 0 20px 20px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Karte&lt;br /&gt;
|- text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Datei:Wappen Pelkum Hi-Res.png|alternativtext=Wappen des Stadtbezirks Pelkum|165px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%;&amp;quot; align=center | [[Bild:Karte pelkum.jpg|alternativtext=Karte von Hamm, Position von Pelkum hervorgehoben|165px]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Geographie&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lage: || ♁51° 38′ N, 7° 45′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche: || 30,19 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe: || 61,87 m über NN&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Gliederung: || 9 Unterbezirke: &amp;lt;small&amp;gt;[[Wiescherhöfen und Daberg]], [[Lohauserholz]], [[Selmigerheide]], [[Weetfeld]], [[Zechensiedlung]], [[Harringholz]], [[Pelkum Ortskern]], [[Westerheide]], [[Lerche]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Postleitzahlen: || 59077 &amp;lt;small&amp;gt;(alt: 4700)&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Vorwahl: || 02381&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Einwohner]]: || 19.658 &amp;lt;small&amp;gt;(2021)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte: || 526,5 Einwohner je km²&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ausländeranteil: || 12,9 %&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(2.484 Personen, 2017)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Politik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Adresse&amp;lt;br/&amp;gt;der Bezirksverwaltung: || [[Kamener Straße]] 177&amp;lt;br /&amp;gt;59077 Hamm&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bezirksbürgermeister: || [[Axel Püttner]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Website: || [https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/planungen-in-den-stadtbezirken/pelkum hamm.de]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:Pelkum Luftbild 1991.jpg|330px|Ortskern von Pelkum, 1991&amp;lt;br/&amp;gt;© RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=center | [[Bild:OT_Pelkum.jpg|330px|Ortstafel Pelkum]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;&#039; ist ein [[Stadtbezirke|Stadtbezirk]] von [[Hamm]] und seit 1975 vollständig eingemeindet. Der Bezirk hat 19.658 Einwohner (Stand: 2021) und umfasst eine Fläche von 30,19 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Pelkum liegt im Herzen Westfalens auf der Südseite der [[Lippe]]. Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke [[Herringen]] und [[Mitte]] im Norden sowie [[Rhynern]] im Osten. Im Süden schließt sich die Gemeinde Bönen an, im Westen die Städte Kamen und Bergkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Laut Wikipedia lässt sich der Name Pelkum aus seinen beiden Silben ableiten: Das altsächsische &#039;&#039;Pel&#039;&#039; bedeutet Pfahl oder Palisade, &#039;&#039;Kum&#039;&#039; kann laut des Artikels mit &#039;&#039;Heim&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heimstätte&#039;&#039; übersetzt werden. Demnach wären die ersten Siedlungen von Bäumen oder Holzpfählen umgeben gewesen. Allerdings ist diese Ableitung sehr ungenau und auch nicht belegt. Denn nicht &#039;&#039;kum&#039;&#039; weist auf &#039;&#039;Heim&#039;&#039; hin, sondern &#039;&#039;um&#039;&#039;. Und das Beiwort lautet nicht &#039;&#039;Pel&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;Pelk&#039;&#039;, oder genauer: &#039;&#039;Pilik, Pilek&#039;&#039;. So taucht es nämlich in den ersten Jahrhunderten in Urkunden auf: &#039;&#039;Pilicheim, Pilechem, Pelechheim, Pilecheym&#039;&#039;. Erst die Neuzeit verkürzte es auf &#039;&#039;Pelkum&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Ortsnamensbuch der Stadt Hamm und des Kreises Unna&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Meineke, Birigt: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2021 leitet den Namen aus den besagten Silben ab, mit dem Hinweis, dass die genaue Bedeutung des Wortes &#039;&#039;Pilik/Pilek&#039;&#039; nicht bekannt ist. Die Sprachwissenschaftler geben den Namen vorsichtig als &#039;&#039;Ansiedlung in oder bei einem eingeschlossenen, umhegten Gelände&#039;&#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Pelkum ging aus dem Schulzenhof ([[Hof Schulze-Pelkum]]) der Abtei Deutz (Köln-Deutz) hervor. In den Akten des Klosters wurde der Hof erstmalig [[1003]] urkundlich erwähnt, Historiker gehen aber davon aus, dass der Ort bereits früher existierte. Mit der preußischen Verwaltungsreform von [[1753]] gelangte das Dorf Pelkum, das [[1807]] aus 97 Häusern, einer [[Jakobuskirche|reformierten Kirche]] und einer Elementarschule bestand, zum [[Amt Hamm]], ab [[1808]] zum Großherzogtum Berg, das eine Verwaltung nach französischen Muster einführte. Die [[Munizipalität Pelkum]] war dabei Teil des [[Kanton Hamm|Kantons Hamm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Rückkehr zu Preußen wurde zunächst die Kommunalordnung des Großherzogtums Berg beibehalten. Von [[1817]] bis [[1843]] war [[Karl Otto Opderbeck]] Bürgermeister. Erst 1843 wurde im [[Kreis Hamm]] die preußische Gemeindeordnung in Kraft gesetzt und das Amt Pelkum geschaffen. Dieses Amt Pelkum umfasste [[Herringen]] (heute ebenfalls Stadtbezirk von Hamm), Bergkamen (heute Stadt), Bönen, Heil, Overberge und Rünthe und zählte [[1876]] 6424 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Adreß-Buch für den Regierungs-Bezirk Arnsberg 1877&#039;&#039;, Arnsberg 1876, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es zeitweilig flächenmäßig das größte Amt in der Provinz Westfalen. Das Amt wies seit der Zeit seiner Entstehung verschiedene Dienstsitze auf, bevor ab [[1906]] das Amtshaus bezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Köln-Mindener Eisenbahn (über Dortmund) nahm schon am [[2. Mai]] [[1847]] den Zugverkehr auf. Im Jahre [[1865]] wurde die Bergisch-Märkische Bahn (u. a. Hagen–Unna–Hamm) in Betrieb genommen. Haltepunkt entlang der Bergisch-Märkischen Bahn in der Gemeinde Pelkum wurde der [[Bahnhof Wiescherhöfen]] am Flurstück „Kuckkuck“ (heute [[Weetfelder Straße]] / Kreuzung [[Wiescherhöfener Straße]]). Inbetriebnahme war der [[15. Dezember]] [[1895]]. Es hielten täglich 47 Personenzüge mit Ziel Hamm oder Unna in Wiescherhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort entwickelte sich ab [[1900]] mit einsetzendem Bergbau und beginnender Industrialisierung der Region zu einem Industrieort am östlichen Rand des Ruhrgebiets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1874 wurden bei Probebohrungen Kohlevorkommen entdeckt. Am [[25. Oktober]] [[1902]] ging dann die [[Zeche de Wendel]] mit den beiden Schächten &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; und &#039;&#039;Robert&#039;&#039; in Betrieb. Hierdurch erklärt sich der spätere Name &#039;&#039;Zeche Heinrich-Robert&#039;&#039;. Zuvor hatte die Zeche insgesamt 17.512.00 m² in Berge, Hamm, Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen erworben. Die Kokerei hatte 118 Öfen und erreichte eine Tagesproduktion von 2100 Tonnen Kohlenkoks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des Ortsteils [[Wiescherhöfen]] befand sich später der größte [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhof Europas]]. Von insgesamt elf Bauern wurden ca. 75 Hektar Land erworben, um diesen Bahnhof zu errichten. Das [[Haus Lohausen|Rittergut Lohaus]] (Namensgeber des Ortsteiles Lohauserholz) verschwand durch den Verschiebebahnhof vollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Eisenbahnstrecke wurde die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Osterfelder Bahn]] (vom [[Hauptbahnhof]] über [[Bahnhof Pelkum|Pelkum Bahnhof]] nach Oberhausen-Osterfelde) im Jahre [[1905]] in Betrieb genommen. Sie diente vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse der [[Zeche de Wendel]], erhielt jedoch auch einen [[Bahnhof Pelkum|Bahnhof]] für den Personenverkehr, von dem aus in die Hammer Stadtmitte oder bis nach Oberhausen gefahren werden konnte. Damit verfügte der Bezirk zeitweilig über zwei Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] sorgte, bedingt durch die Eisenbahnstrecken und den Verschiebebahnhof im Hammer Westen, für erhebliche Schäden und Todesopfer. In die Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten fiel auch der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter auf der Zeche Heinrich-Robert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinkohlenbergbau kam es im Stadtteil wiederholt zu Bergsenkungen. Die Straße [[Wasserfall]], die nach einem Abbaugebiet der Zeche benannt ist, veranschaulicht eine solche Bergsenkung in ihrem Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1957]] eröffnete das Kino &#039;&#039;[[Park-Theater]]&#039;&#039;. Am [[30. Juni]] [[1965]] wurde die Gemeinde Herringen aus dem Amt ausgegliedert, am [[31. Dezember]] [[1965]] folgten die Gemeinden Bergkamen, Heil, Overberge und Rünthe. Bereits drei Jahre später wurden die Gemeinden Herringen und Pelkum am [[1. Januar]] [[1968]] zur Großgemeinde Pelkum-Herringen zusammengefasst, die weiterhin dem Kreis Unna angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ortsschild Pelkum – Kreis Unna.jpg|Eh. Ortsschild „Pelkum – Kreis Unna“&lt;br /&gt;
Bild:Selmigerheide 1991.jpg|Selmigerheide (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
Bild:Thomaskirche Luftbild.jpg|Daberg (Luftbild), 1991 © RVR – [https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0 Datenlizenz Deutschland]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 60-jähriger Geschichte wurde in der Nacht vom 21. auf den [[22. Mai]] [[1966]] der Bahnhof Pelkum wieder stillgelegt, die Osterfelder Bahn blieb aber weiterhin eine wichtige Strecke für den Abtransport der Erzeugnisse der Zeche Heinrich-Robert. [[1978]] schloss auch der [[Bahnhof Wiescherhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1971]] bis [[1974]] wurde in Anlehnung an die Revierparks des Ruhrgebietes der [[Selbachpark]] errichtet. Durch die [[Münster-Hamm-Gesetz|Gemeindegebietsreform]] wurde die Gemeinde Pelkum zum [[1. Januar]] [[1975]] aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet, der sie bis heute angehört. In diesem Zuge wurden zahlreiche Straßennamen angepasst, um Dopplungen im Hammer Straßennetz zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Pelkum, wie viele Ortschaften im Ruhrgebiet, vom &#039;&#039;&#039;Strukturwandel&#039;&#039;&#039; erfasst. [[1998]] wurde die Zeche Heinrich-Robert von der Ruhrkohle AG mit der Zeche Monopol (Kamen) zum neuen [[Bergwerk Ost]] vereinigt. Durch Rationalisierungen kam es hierbei zu bedeutenden Arbeitsplatzverlusten. Zum [[30. September]] [[2010]] stellte die Zeche dann ihren Betrieb zur Gänze ein. Große Teile der Anlagen wurden bereits 2011 nach China veräußert und hierfür demontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-wird-heute-demontiert-anlagen-gehen-china-betrieb-1344454.html &#039;&#039;Bergwerk Ost wird ab heute demontiert - Anlagen gehen in China in Betrieb&#039;&#039;]. In: wa.de vom 1. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er-Jahre verlor außerdem der [[Rangierbahnhof]] erhebliche Teile seiner Aufgaben an den neuen Rangierbahnhof in Hagen-Vorhalle, weshalb Anlagen in Hamm stillgelegt wurden und weitere Industriearbeitsplätze verloren gingen. Teile des Rangierbahnhofs dienen seither als Anlagen des Stillstandsmanagements der Deutschen Bahn AG, also nur noch zur Abstellung nicht benötigter Eisenbahnfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachnutzung der Zeche Heinrich-Robert ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussionen um eine Nachnutzung des Geländes der Zeche Heinrich-Robert fasste die Stadt Hamm [[2018]] den Plan zur Errichtung des [[Creativrevier Heinrich-Robert|Creativreviers Heinrich-Robert]]. Das Zechengelände soll diesen Plänen zufolge, nach Abschluss der Bodensanierung und Entlassung aus der Bergaufsicht, mit einem Mix aus Wohnbebauung, Einzelhandel und Gewerbeflächen überplant werden. So entstehen ca. 1000 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet &#039;&#039;Kissinger Höhe&#039;&#039; und ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten am [[Netto]]-Markt [[Kamener Straße]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/zeche-war-gestern-so-soll-das-creativrevier-in-hamm-einmal-aussehen-90573826.html Wa.de vom 12.05.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. 2016, 2017, 2019, 2022 und 2023 war das CreativRevier Spielort der Kulturveranstaltung &#039;&#039;[[ExtraSchicht]]&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bergwerk-station-extraschicht-2016-6521314.html Wa.de vom 26.06.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das das Bild des Stadtteils prägende Hammerkopf-Gebäude des Bergwerks sowie weitere Gebäude bleiben hiervon unberührt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/berlin-steckt-millionen-in-hammer-creativrevier-heinrich-robert-90113653.html Wa.de vom 27.11.2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|23.591&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|25.198&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1974&lt;br /&gt;
|25.237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011||18.727&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017||19.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021||19.658&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: [https://www.hamm.de/rathaus-politik/finanzen-und-statistik/hamm-in-zahlen Stadt Hamm] (Strukturatlas) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pelkum_(Hamm) de.wikipedia.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten beziehen sich auf die selbständige Gemeinde Pelkum (bis 1975) und den Stadtbezirk.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Gebäudeensemble rund um die evangelische [[Jakobuskirche]] hat den ehemals kleinstädtischen Charakter Pelkums bis heute bewahrt. In der Nähe befindet sich der [[Selbachpark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ortsteil [[Wiescherhöfen]] und dem Bezirk [[Herringen]] sind die Halden &#039;&#039;[[Halde Humbert|Humbert]]&#039;&#039; &#039;&#039;und [[Kissinger Höhe]]&#039;&#039; der [[Zeche Heinrich-Robert]] für Wanderer zugänglich. Die Kissinger Höhe bietet auf dem &#039;&#039;Bergbaulehrpfad&#039;&#039; auch die Möglichkeit, alte Maschinen der Zeche zu besichtigen. Die jüngste Halde, [[Halde Sundern]], ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. Alle Halden tragen inzwischen weithin sichtbare, orangene Aussichtstürme, sogenannte „Haldenzeichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenso aus der Ferne sichtbare Hammerkopf-Gebäude der ehemaligen [[Zeche Heinrich-Robert]] bleibt langfristig erhalten, da es unter Denkmalschutz gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des [[Wiescherbach|Wiescherbachs]] bei Lohauserholz befindet sich der [[Hochzeitswald]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2013]] wurden im Bezirk auf Initiative des früheren Bezirksvorstehers, [[Udo Schulte]], ferner verstärkt öffentliche Kunstwerke gestiftet. Hierzu zählen bislang fünf [[Alltagsmenschen#Alltagsmenschen_im_Hammer_Stadtbild|Alltagsmenschen]] und die [[Kunst-Häuschen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Jakobuskirche01.jpg|Pittoresker Ortskern um die Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Bild:Selbachpark Teich.jpg|Selbachpark&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-09.jpg|Hammerkopfturm der ehem. Zeche Heinrich–Robert&lt;br /&gt;
Bild:CreativRevier-Heinrich-Robert-05.jpg|Schwarzkaue der Zeche Heinrich-Robert (im Rahmen von Führungen zugänglich)&lt;br /&gt;
Bild:Kissinger Höhe 2001.jpg|Kissinger Höhe (2001) © RVR/Hubert Harst – Datenlizenz Deutschland&lt;br /&gt;
Bild:Seilscheibe.jpg|Bergbaulehrpfad Kissinger Höhe&lt;br /&gt;
Bild:Alltagsmensch Theo.jpg|Bergbau-Denkmal am Wiescherhöfener Markt mit Alltagsmensch „Theo“&lt;br /&gt;
Bild:Hochzeitswald-3.jpg|Hochzeitswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Es besteht Anschluß an das deutsche Autobahnnetz über die Anschlusstellen der [[A1]] [[Anschlussstelle Hamm/Bergkamen]] und der [[A2]] [[Anschlussstelle_Bönen|Bönen/ Hamm-Pelkum]]. Bahnanschluss gibt es über die Haltestelle Bönen-Altenbögge und den Hauptbahnhof Hamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem kein Eisenbahn-Haltepunkt mehr existiert, bilden die Linien [[Linie 3|3]] und [[Linie 5|5]] der [[Stadtwerke Hamm]] gegenwärtig das Rückgrat des Verkehrs in die Innenstadt. Der Verkehr im Stadtteil wird dennoch bis heute durch die Eisenbahn stark beeinflusst. Durch zahlreiche Bahnübergänge bilden sich bisweilen Verkehrsstaus, vor allem vor der Schranke an der [[Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund]] beim Stellwerk &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ([[Wiescherhöfener Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2010er-Jahren wurden weite Teile der [[Hamm-Osterfelder Bahn]] mit Lärmschutzwänden ausgestattet; im Jahre 2021 auch weite Teile der Eisenbahnstrecke Hamm–Dortmund im Ortsteil Selmigerheide.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahn-baut-200-meter-schallschutz-arbeiten-in-der-selmigerheide-gehen-ende-maerz-weiter-90196058.html Wa.de vom 09.02.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Straßennetz des Bezirks wurden seit 2012 konsequent Ampeln durch Kreisverkehre ersetzt, schwerpunktmäßig an der [[Kamener Straße]], der unbestreitbaren Nervenader des Autoverkehrs in Pelkum. Die Ampelanlagen an der Ecke [[Bönener Straße]], [[Alte Landwehrstraße]] und [[Kleine Werlstraße]] wurden damit überflüssig und verschwanden bis [[2017]] sukzessive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besteht mittelbar Anschluß an das Wasserstrassennetz durch den [[Hafen|Stadthafen Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftspläne ===&lt;br /&gt;
Perspektivisch ist geplant, die B 63 nach Wiescherhöfen zu verlängern ([[B 63n]]) und so insbesondere den [[Inlogparc]] und den Rangierbahnhof besser zu erschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Maßnahme sollten ursprünglich auch die höhengleichen Bahnübergänge [[Wiescherhöfener Straße]], [[Friedhofsweg]] und [[Provinzialstraße]] beseitigt und eventuell auch ein neuer Eisenbahn-Haltepunkt Selmigerheide eingerichtet werden. Als Ersatz für die Straßenüberführungen sollen eine Unterführung an der Provinzialstraße und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Friedhofsweg erstellt werden. Als Zeitrahmen des Projekts galt zunächst das Jahr 2025. Diese Frist war jedoch nach Berichten des WA aus dem Jahr [[2021]] aufgrund der mangelnden Klarheit über die Errichtung der B 63n bereits nicht mehr zu halten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/stau-gau-bahnuebergaenge-in-hamm-vereinbarung-erst-mitte-2022-geduldsprobe-fuer-anwohner-90314178.html Wa.de vom 04.04.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn zunächst galt die Beseitigung der Bahnübergänge aufgrund des geplanten parallelen Verlaufs der B 63n zur Bahntrasse als an das Straßenprojekt gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen plant die Stadt aber nach Berichten des WA, die Beseitigung der Bahnübergänge vorzuziehen, da sich der Bau der B 63n verzögert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/bahnuebergangs-beseitigung-wird-nicht-an-bau-der-63n-geknuepft-91198438.html Wa.de vom 25.12.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Realisierung dieses Vorhabens in den 2020er-Jahren nach Berichten des WA inzwischen fraglich, da die entsprechende Planungsvereinbarung zwischen DB Netze und der Stadt Hamm wohl nicht vor 2023 unterzeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/hoehengleiche-bahnuebergaenge-in-hamm-bleiben-noch-laenger-91660965.html Wa.de vom 12. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Ausweitung des Eisenbahnverkehrs auf der Achse Hamm–Dortmund soll zudem im Rahmen der bundesweiten Einführung des sogenannten &#039;&#039;Deutschlandtakts&#039;&#039; mindestens ein drittes Gleis ab dem Abzweig Selmig bis Dortmund verlegt werden. Die Wünsche der Stadt Bergkamen und mancher Hammer Bürger, die [[Hamm-Osterfelder Bahn|Hamm-Osterfelde-Bahn]] für den Personenverkehr zu reaktivieren, wird hingegen absehbar zugunsten dieser Planung nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/hamm/plaene-fuer-hamm-osterfelder-bahn-vom-nwl-ausgebremst-90906104.html Wa.de vom 06.08.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung für das dritte Gleis war im Jahr 2022 jedoch noch nicht gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WAde-2022-07-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abschnitt &#039;&#039;Selmig&#039;&#039; ist außerdem geplant, zwecks einer Beschleunigung des Fernverkehrs von und nach Hamm die Höchstgeschwindigkeit für Personenzüge wieder von 160 km/h auf 200 km/h zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschebahn.com/resource/blob/5953110/809aa4c8f003dec190ab9e341d96eb8f/Praesentation-Dortmund-Hamm-data.pdf Deutsche Bahn (03/2021): „Baumaßnahmen 2021 – Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Dortmund - Hamm“, zul. abgerufen am 16. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strecke ist hierzu bereits ertüchtigt (u. a. ist die nötige Sicherungstechnik &#039;&#039;LZB&#039;&#039; schon installiert) und wurde in den 80er-Jahren auch mit diesem Tempo befahren. Inzwischen dürfte allerdings eisenbahnrechtlich erst nach Aufhebung der höhengleichen Bahnübergänge wieder so schnell gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&amp;amp;id=517434 ICE-treff.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planfeststellung für alle oben genannten Verkehrs-Infrastrukturmaßnahmen steht (Stand 2022) noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Riba Verpackungen.jpg|mini|RIBA Verpackungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Gewerbegebiet Schieferstrasse.jpg|mini|Gewerbegebiet Schieferstraße]]&lt;br /&gt;
Pelkum ist im Strukturwandel begriffen, seit die Zeche Heinrich-Robert [[2010]] schloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsteile [[Weetfeld]], Selmigerheide und Daberg sind bis heute landwirtschaftlich geprägt. Mit den Gewerbegebieten [[Schieferstraße]] (vor allem Handwerk und Handwerkerbedarf), [[Carl-Zeiss-Straße]] (Metallverarbeitung und Handwerk) und insbesondere dem [[Inlogparc]] (Logistik) verfügt der Bezirk dennoch weiterhin über eine nennenswerte Anzahl an Arbeitsplätzen im sekundären und tertiären Sektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem liegen weite Teile des [[Rangierbahnhof|Rangierbahnhofs]] im Stadtteil, die jedoch derzeit hauptsächlich zum Stillstandsmanagement der DB gehören. Ursprünglich war geplant, große Teile der nicht mehr benötigten Bahnanlagen zu entwidmen und einer städtebaulichen Nachnutzung zuzuführen, beispielsweise der Bebauung mit Gewerbe- und Wohnflächen. Am [[1. Oktober]] [[2021]] verkündeten Deutsche Bahn, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und das Rathaus jedoch eine Absichtserklärung, der zufolge der Rangierbahnhof bis 2028 zum „Multi-Hub Westfalen“, einem Güterdrehkreuz zwischen Schiene, Straße und Wasserwegen, umgebaut werden soll. Für die Durchführung des Projekts soll eine Summe von 300 bis 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Als Voraussetzung gilt die Errichtung der Straße [[B 63n]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/hamm-wird-logistik-drehscheibe-aus-rangierbahnhof-wird-fuer-viele-millionen-euro-multi-hub-91026906.html Wa.de vom 1. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arbeitgeber zählen zu den bekannteren Unternehmen aus dem Bezirk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[RIBA Verpackungen GmbH|RIBA-Verpackungen]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlhammer Bommern]] (Hebezeuge und Schmiedestücke)&lt;br /&gt;
* [[W. Blankenhagen Hoch- und Tiefbau]]&lt;br /&gt;
* [[Holz Heilf]]&lt;br /&gt;
* [[HSH Transporte und Metallrecycling]] (Schrotthandel)&lt;br /&gt;
* [[H&amp;amp;W Eisenwaren]] (Handwerkerbedarf)&lt;br /&gt;
* [[CWS Fire Safety]] (Feuerschutz, ehemals [[Feuerschutz Stefan]])&lt;br /&gt;
* [[Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne|Fahrzeugfabrik F. Kiffe Söhne GmbH &amp;amp; Co. KG]] (Eisenbahn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgeramt Pelkum.jpg|mini|rechts|Amtshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Einrichtung ist das [[Bürgeramt]] Pelkum (im alten Amtshaus). Es enthält u. a. die Melde- und Kfz-Zulassungsstelle und stellt amtliche Dokumente (bspw. Ausweis und Pass) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Selbachpark]] gibt es Sportplätze für Fußball und Tennis (nicht öffentlich), Minigolf sowie Wander- und Joggingpfade. Dort liegt auch das [[Freibad Selbachpark]] (Wellenbecken, 50 m Sportbecken, 3/5/10 m-Sprungtürme, Kinder-Planschbecken). Ebenso zum Wandern laden die ehemaligen Halden der Zeche ein, vgl. Sehenswürdigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zechensiedlung liegt das [[Jugendzentrum Casino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Drei Grundschulen liegen unmittelbar im Bezirk: [[Schillerschule]] (Ortskern), [[Selmigerheideschule]] (Selmigerheide) und  [[Geistschule]] (Lohauserholz). Schüler aus Daberg besuchen v. a. die  [[Hermann-Gmeiner-Schule]] (Bezirk [[Mitte]], Stadtteil Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alfred-Delp-Schule]] ist die Förderschule des Bezirks und hat den Schwerpunkt &#039;&#039;geistige Entwicklung&#039;&#039;. Sie liegt nahe des [[Pelkumer Markt|Pelkumer Marktes]] und führt von der Sekundarstufe I bis zur Erfüllung der Berufsschulpflicht. Ihre Nachbarin ist Hamms einzige Waldorfschule, die [[Freie Waldorfschule Hamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler weiterführender Schulen sind meist auf den Bustransfer angewiesen, da sie die an der Gemarkungsgrenze zwischen Westen und Lohauserholz gelegenen weiterführenden Schulen ([[Märkisches Gymnasium]], [[Friedrich-Ebert-Realschule]] und [[Elisabeth-Lüders-Berufskolleg]]) oder die Schulen des Bezirks Herringen besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben pendeln seit dem Jahr 2002 zahlreiche Schüler ans Schulzentrum in Bönen (Marie-Curie-Gymnasium und Humboldt-Realschule) aus. Hierzu wurde die Buslinie [[Linie 193|193]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister===&lt;br /&gt;
* 1975–1978: [[Walter Cryns]] ([[SPD]])&lt;br /&gt;
* 1978–1989: [[Heinz Bülling]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1989–1994: [[Willi Preker]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 1994–2004: [[Udo Schulte]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2004–2009: [[Heinrich Engel]] (CDU)&lt;br /&gt;
* 2009–2020: Udo Schulte (SPD)&lt;br /&gt;
* seit 2020: [[Axel Püttner]] (SPD) (erster Bezirksbürgermeister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur &#039;&#039;&#039;[[Evangelische Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen|Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen]]&#039;&#039;&#039;, die dort auch mehrere Kindertageseinrichtungen unterhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Ortskern befindet sich die [[Jakobuskirche]] mit der [[Kita Jakobus]] sowie Gemeinde- und Familienzentrum.&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Selmigerheide&#039;&#039; liegt die [[Friedenskirche]] mit dem unmittelbar angrenzenden evangelischen Friedhof Wiescherhöfen und ihrem Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
*In der Selmigerheide befindet sich ebenfalls die Ev. [[Kita Abraham]].&lt;br /&gt;
*In der [[Harringholz|Harringholzsiedlung]] gibt es ferner die [[Kita Zachäus]].&lt;br /&gt;
*Im Ortsteil &#039;&#039;Lohauserholz/Daberg&#039;&#039; liegt die 1965 eingeweihte [[Thomaskirche]] mit Gemeinde- und Familienzentrum sowie der [[Kita Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jakobuskirche Glockenturm 1.jpeg|Jakobuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Friedenskirche (2022).jpeg|Friedenskirche&lt;br /&gt;
Datei:Thomaskirche 2021.jpg|Thomaskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;katholische Kirche&#039;&#039;&#039; im Bezirk ist im [[Pastoralverbund Hamm-Westen|Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen]] organisiert und unterhält folgende Einrichtungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[St._Marien_(Pelkum)|St. Marienkirche]] (Zechensiedlung)&lt;br /&gt;
*[[Liboriuskirche|St. Liboriuskirche]] mit [[Kita St. Liborius|KiTa St. Liborius]] (Daberg)&lt;br /&gt;
*[[Kindergarten St. Barbara]] (Ortskern)&lt;br /&gt;
*[[Kita St. Paulus]] (Lohauserholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:St Marien Pelkum.jpeg|St.-Marien Pelkum&lt;br /&gt;
Datei:Liboriuskirche (2022)-1.jpg|Liboriuskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist an der [[Große Werlstraße|Großen Werlstraße]] 35 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben haben muslimische Glaubensgemeinschaften ihre Moscheen und Gemeindehäuser bei der [[Zechensiedlung]] eingerichtet. Größere Gotteshäuser sind jedoch nicht geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinswesen ==&lt;br /&gt;
*[[1838]] wurde der [[Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
*Der [[MGV Harmonie Wiescherhöfen|Männergesangvereins Harmonie Wiescherhöfen]] gründete sich [[1899]]. &lt;br /&gt;
*[[1905]] wurde der Turn- und Sportverein &#039;&#039;[[TV Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen e.V.|Deutsche Treue 1905 Wiescherhöfen]]&#039;&#039; etabliert. &lt;br /&gt;
*Die Freiwillige Feuerwehr Wiescherhöfen wurde am [[9. Januar]] [[1909]] gegründet und erhielt ein Gerätehaus mit Steigerturm neben der Dorfschule. Heute befindet sich das Gerätehaus neben der [[Selmigerheideschule]].&lt;br /&gt;
*Die [[Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld]] nahm am [[28. Februar]] [[1909]] ihre Tätigkeit auf. &lt;br /&gt;
*Am [[10. Juni]] [[1910]] gründete sich der [[TuS Wiescherhöfen]]. &lt;br /&gt;
*Der [[TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V.|TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V]] gründete sich ebenso 1910 und verschmolz 2013 mit dem [[Turn- und Sportgemeinschaft &amp;quot;Germania&amp;quot; 04 e.V.]]&lt;br /&gt;
*[[1924]] wurde der [[1. FC Pelkum]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Opderbeck]] († 1864), Bürgermeister in Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulze-Pelkum]] († 1910), Ehrenamtmann im Amt Pelkum&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulze-Pelkum]] († 1939), Landrat im [[Kreis Hamm]] (* 1860 in Pelkum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Bezirk)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pelkum (Ortskern)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294310</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294310"/>
		<updated>2026-10-04T08:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer [[Urkunde_1363_August_14|Urkunde]] von 1363 auf. Darin vergibt der Graf von der Mark die Fischereirechte an die Bürger der Stadt Hamm &#039;&#039;bis zur Mühle beim Nienhauß&#039;&#039;. Aus einer weiteren Urkunde von 1392 erfahren wir zudem, dass [[Gerlach_von_Sümmern|Gherlaghe van Summeren]], Burgmann der Burg Mark und späterer Gograf und Richter zu Hamm, den &#039;&#039;Hof to deme Nyenhus&#039;&#039; vom Grafen Adolf von Kleve und der Mark als Lehen besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que91166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urkunde_1426_April_25|1426]] tauscht Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit Herman von Neheim mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit mindestens 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die Familie Buttel dann im Besitz des Gutes. Jene Familie gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich genannt, er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; könnte darauf hinweisen, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden. Ob der Hof zu dem nur wenige hundert Meter flussabwärts gelegenen &#039;&#039;Altenhof&#039;&#039; gehörte, lässt sich aber nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort die in der Urkunde von 1363 erwähnte &#039;&#039;Mühle beim Nienhauß&#039;&#039; gestanden hat. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zwar existiert eine öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840, wonach Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber da auf keinen Karten eine solche Mühle eingezeichnet ist, wird es vermutlich nicht zu einem Bau gekommen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294309</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294309"/>
		<updated>2026-10-04T08:57:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer [[Urkunde_1363_August_14|Urkunde]] von 1363 auf. Darin vergibt der Graf von der Mark die Fischereirechte an die Bürger der Stadt Hamm &#039;&#039;bis zur Mühle beim Nienhauß&#039;&#039;. Aus einer weiteren Urkunde von 1392 erfahren wir zudem, dass Gherlaghe van Summeren, [[Urkunde_1358_August_2|Burgmann]] der Burg Mark und späterer [[Landesherrliche_Richter|Richter]] zu Hamm, den &#039;&#039;Hof to deme Nyenhus&#039;&#039; vom Grafen Adolf von Kleve und der Mark als Lehen besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que91166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urkunde_1426_April_25|1426]] tauscht Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit Herman von Neheim mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit mindestens 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die Familie Buttel dann im Besitz des Gutes. Jene Familie gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich genannt, er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; könnte darauf hinweisen, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden. Ob der Hof zu dem nur wenige hundert Meter flussabwärts gelegenen &#039;&#039;Altenhof&#039;&#039; gehörte, lässt sich aber nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort die in der Urkunde von 1363 erwähnte &#039;&#039;Mühle beim Nienhauß&#039;&#039; gestanden hat. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zwar existiert eine öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840, wonach Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber da auf keinen Karten eine solche Mühle eingezeichnet ist, wird es vermutlich nicht zu einem Bau gekommen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294302</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-10-03T22:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer [[Urkunde_1363_August_14|Urkunde]] von 1363 auf. Darin vergibt der Graf von der Mark die Fischereirechte an die Bürger der Stadt Hamm &#039;&#039;bis zur Mühle beim Nienhauß&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urkunde_1426_April_25|1426]] tauscht Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit Herman von Neheim mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als frühesten Besitzer lernen wir &#039;&#039;Dam van Nyenhuse&#039;&#039; kennen. Jener verkauft laut einer [[Urkunde_1380_Februar_19|Urkunde]] von 1380 einen Garten, gelegen im Sandbrink, an das [[Kloster Kentrop]]. Wenige Jahre später, 1394, tritt er als Fürsprecher zwecks einer Belehnung vor Diderich van Volmestene auf&amp;lt;ref&amp;gt;Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke, Münster 1917. Da: Nr. 630&amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Erst ab 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt; sind weitere Besitzer bekannt: Die Familie Buttel. Jene Familie gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich genannt, er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; könnte darauf hinweisen, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden. Ob der Hof zu dem nur wenige hundert Meter flussabwärts gelegenen &#039;&#039;Altenhof&#039;&#039; gehörte, lässt sich aber nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort die in der Urkunde von 1363 erwähnte &#039;&#039;Mühle beim Nienhauß&#039;&#039; gestanden hat. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zwar existiert eine öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840, wonach Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber da auf keinen Karten eine solche Mühle eingezeichnet ist, wird es vermutlich nicht zu einem Bau gekommen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294301</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=294301"/>
		<updated>2026-10-03T22:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer [[Urkunde_1363_August_14|Urkunde]] von 1363 auf. Darin vergibt der Graf von der Mark die Fischereirechte an die Bürger der Stadt Hamm &#039;&#039;bis zur Mühle beim Nienhauß&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urkunde_1426_April_25|1426]] tauscht Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit Herman von Neheim mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als frühesten Besitzer lernen wir &#039;&#039;Dam van Nyenhuse&#039;&#039; kennen. Jener verkauft laut einer [[Urkunde_1380_Februar_19|Urkunde]] von 1380 einen Garten, gelegen im Sandbrink, an das [[Kloster Kentrop]]. Wenige Jahre später, 1394, tritt er als Fürsprecher zwecks einer Belehnung vor Diderich van Volmestene auf&amp;lt;ref&amp;gt;Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke, Nr. 630&amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Erst ab 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt; sind weitere Besitzer bekannt: Die Familie Buttel. Jene Familie gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich genannt, er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; könnte darauf hinweisen, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden. Ob der Hof zu dem nur wenige hundert Meter flussabwärts gelegenen &#039;&#039;Altenhof&#039;&#039; gehörte, lässt sich aber nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort die in der Urkunde von 1363 erwähnte &#039;&#039;Mühle beim Nienhauß&#039;&#039; gestanden hat. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zwar existiert eine öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840, wonach Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber da auf keinen Karten eine solche Mühle eingezeichnet ist, wird es vermutlich nicht zu einem Bau gekommen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=293864</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-09-16T12:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer [[Urkunde_1363_August_14|Urkunde]] von 1363 auf. Darin vergibt der Graf von der Mark die Fischereirechte an die Bürger der Stadt Hamm &#039;&#039;bis zur Mühle beim Nienhauß&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urkunde_1426_April_25|1426]] tauscht Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit Herman von Neheim mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als frühesten Besitzer lernen wir &#039;&#039;Dam van Nyenhuse&#039;&#039; kennen. Jener verkauft laut einer [[Urkunde_1380_Februar_19|Urkunde]] von 1380 einen Garten, gelegen im Sandbrink, an das [[Kloster Kentrop]].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Erst ab 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt; sind weitere Besitzer bekannt: Die Familie Buttel. Jene Familie gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich genannt, er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; könnte darauf hinweisen, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden. Ob der Hof zu dem nur wenige hundert Meter flussabwärts gelegenen &#039;&#039;Altenhof&#039;&#039; gehörte, lässt sich aber nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort die in der Urkunde von 1363 erwähnte &#039;&#039;Mühle beim Nienhauß&#039;&#039; gestanden hat. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zwar existiert eine öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840, wonach Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;, aber da auf keinen Karten eine solche Mühle eingezeichnet ist, wird es vermutlich nicht zu einem Bau gekommen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Dahlhof_(Pedinghausen)&amp;diff=293464</id>
		<title>Dahlhof (Pedinghausen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Dahlhof_(Pedinghausen)&amp;diff=293464"/>
		<updated>2026-09-03T15:31:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Dahlhof ist ein ehemaliges Lehnsgut und heutiger Bauernhof am südlichsten Zipfel von [[Pedinghausen]]. Er liegt unmittelbar an der Seseke und blickt auf eine lange Geschichte zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Erwähnung findet der Dahlhof im Lehnsbuch der Grafschaft Mark von 1392. Das nennt als Besitzer Dyderich Binkhoff. Jener Dyderich ist auch mit dem Haus Binkhoff in Altenbögge belehnt, wozu u.a. auch die Fischereirechte auf der Seseke gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Historie lässt sich nachzeichnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In einer [[Urkunde_1454_März_27|Urkunde]] aus dem Jahre 1454 wird über den Hof als &#039;&#039;Gut to Daelhouen&#039;&#039; gesprochen, was eine gewisse Größe und Ansehen impliziert,&lt;br /&gt;
* 1463 Lehnbrief für Dietrich von der Recke,&lt;br /&gt;
* 1486 muss der Hof den Höchststeuersatz von 6 Gulden zahlen,&lt;br /&gt;
* 1508 &amp;amp; 1512 erneute Belehnungen für die Familie von der Recke,&lt;br /&gt;
* 1567 Belehnung für Jost von der Recke,&lt;br /&gt;
* 1605 Verkauf an die Familie Hugenpoth zu Stockum,&lt;br /&gt;
* 1637 &amp;amp; 1642 Belehnung für Dietrich Hugenpoth,&lt;br /&gt;
* 1661 &amp;amp; 1689 Belehnung für Giselbert Alexander Hugenpoth,&lt;br /&gt;
* 1705 laut Steuerabgabe zählt der Hof nur noch zu den mittelgroßen Höfen,&lt;br /&gt;
* 1712 durch Heirat gelangt der Hof an die Familie von Berchem,&lt;br /&gt;
* 1766 Johann Friedrich Mordio von Berchem verkauft den Hof an Werner von Arnim,&lt;br /&gt;
* 1790 Belehnung des Werner von Arnim,&lt;br /&gt;
* 1796 Belehnung der Witwe Anna Sophia von Arnim,&lt;br /&gt;
* 1801 Belehnung der Tochter (verh. von Münchow).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mühle == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flurnamen östlich des Dahlhofs weisen auf eine ehemalige Mühle hin. Ob sie wirklich existierte und zum Dahlhof gehörte, ist jedoch bisher nicht nachweisbar. Da dem Besitzer aber Fischereirechte auf der Seseke zugesprochen waren, ist ein Mühlenrecht nicht unwahrscheinlich. Und bei Flurnamen gilt: Sie haben ein langes Gedächtnis und lügen in der Regel nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Margret Westerburg-Frisch: Die ältesten Lehnbücher der Grafen von der Mark (1392 und 1393). Münster 1967&lt;br /&gt;
* Birgit Meineke: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasterkarte auf https://www.tim-online.nrw.de/tim-online2/&lt;br /&gt;
* https://www.hammwiki.info/wiki/Urkunde_1454_M%C3%A4rz_27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofstätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Dahlhof_(Pedinghausen)&amp;diff=293441</id>
		<title>Dahlhof (Pedinghausen)</title>
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		<updated>2026-09-02T10:34:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: Die Seite wurde neu angelegt: „Der Dahlhof in Pedinghausen liegt unmittelbar an der Seseke und blickt auf eine lange Geschichte zurück.   == Geschichte ==   Erste Erwähnung findet der Dahlhof im Lehnsbuch der Grafschaft Mark von 1392. Das nennt als Besitzer Dyderich Binkhoff. Jener Dyderich ist auch mit dem Haus Binkhoff in Altenbögge belehnt, wozu u.a. auch die Fischereirechte auf der Seseke gehören.  Folgende Historie lässt sich nachzeichnen:  * In einer Urkunde_1454_März…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Dahlhof in [[Pedinghausen]] liegt unmittelbar an der Seseke und blickt auf eine lange Geschichte zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Erwähnung findet der Dahlhof im Lehnsbuch der Grafschaft Mark von 1392. Das nennt als Besitzer Dyderich Binkhoff. Jener Dyderich ist auch mit dem Haus Binkhoff in Altenbögge belehnt, wozu u.a. auch die Fischereirechte auf der Seseke gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Historie lässt sich nachzeichnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In einer [[Urkunde_1454_März_27|Urkunde]] aus dem Jahre 1454 wird über den Hof als &#039;&#039;Gut to Daelhouen&#039;&#039; gesprochen, was eine gewisse Größe und Ansehen impliziert,&lt;br /&gt;
* 1463 Lehnbrief für Dietrich von der Recke,&lt;br /&gt;
* 1486 muss der Hof den Höchststeuersatz von 6 Gulden zahlen,&lt;br /&gt;
* 1508 &amp;amp; 1512 erneute Belehnungen für die Familie von der Recke,&lt;br /&gt;
* 1567 Belehnung für Jost von der Recke,&lt;br /&gt;
* 1605 Verkauf an die Familie Hugenpoth zu Stockum,&lt;br /&gt;
* 1637 &amp;amp; 1642 Belehnung für Dietrich Hugenpoth,&lt;br /&gt;
* 1661 &amp;amp; 1689 Belehnung für Giselbert Alexander Hugenpoth,&lt;br /&gt;
* 1705 laut Steuerabgabe zählt der Hof nur noch zu den mittelgroßen Höfen,&lt;br /&gt;
* 1712 durch Heirat gelangt der Hof an die Familie von Berchem,&lt;br /&gt;
* 1766 Johann Friedrich Mordio von Berchem verkauft den Hof an Werner von Arnim,&lt;br /&gt;
* 1790 Belehnung des Werner von Arnim,&lt;br /&gt;
* 1796 Belehnung der Witwe Anna Sophia von Arnim,&lt;br /&gt;
* 1801 Belehnung der Tochter (verh. von Münchow).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mühle == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flurnamen östlich des Dahlhofs weisen auf eine ehemalige Mühle hin. Ob sie wirklich existierte und zum Dahlhof gehörte, ist jedoch bisher nicht nachweisbar. Da dem Besitzer aber Fischereirechte auf der Seseke zugesprochen waren, ist ein Mühlenrecht nicht unwahrscheinlich. Und bei Flurnamen gilt: Sie haben ein langes Gedächtnis und lügen in der Regel nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Margret Westerburg-Frisch: Die ältesten Lehnbücher der Grafen von der Mark (1392 und 1393). Münster 1967&lt;br /&gt;
* Birgit Meineke: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna. Bielefeld 2021&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasterkarte auf https://www.tim-online.nrw.de/tim-online2/&lt;br /&gt;
* https://www.hammwiki.info/wiki/Urkunde_1454_M%C3%A4rz_27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofstätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Max_Jucho&amp;diff=292278</id>
		<title>Max Jucho</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Max_Jucho&amp;diff=292278"/>
		<updated>2026-08-09T19:17:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Max Jucho (1880-1933) war ein Dortmunder Unternehmer und Dichter, der zeitweise in Hamm lebte und arbeitete. Bekannt wurde er für seine Gedichte über [[Schloss Oberwerries]] und seinen historischen Beitrag in der [[700_Jahre_Stadt_Hamm_(Buch)|&lt;br /&gt;
Festschrift 700 Jahre Stadt Hamm]]. Sein Grab befindet sich auf dem Ostenfriedhof in Dortmund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dr. phil. Max Jucho (vollständig Friedrich Ludwig Max Jucho) wurde am 3. August 1880 in Dortmund geboren. Er war ein Nachkomme des Stahlbau-Pioniers Caspar Heinrich Jucho und führte nach dessen Tod 1906 mit seinem Bruder Heinrich das Unternehmen weiter.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Als eine Vergrößerung des Firmensitzes in Dortmund nicht umsetzbar war, verlegte man einen Teil der Produktion in den Hammer Westen, auf das Gelände der ehemaligen Kesselfabrik Vorsterhausen. Mit dem neuen Werk kam auch Max Jucho nach Hamm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jucho war aber nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Wandersmann mit einem Auge für Geschichte. So verfasste er mehrere geschichtliche Aufsätze über seine neue Wahlheimat, die gebündelt in der [[700_Jahre_Stadt_Hamm_(Buch)|&lt;br /&gt;
Festschrift 700 Jahre Stadt Hamm]] erschienen, und mancherlei Gedichte, die ebenfalls in einer Sammlung veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen bekanntesten Werken gehören [[Schloss Oberwerries]] und &#039;&#039;Verfall&#039;&#039;. Beide Texte befassen sich mit der damaligen Ruine Oberwerries, die erst zwanzig Jahre nach seinem Tod wieder aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schloss Oberwerries&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nah an dem Lippe-Flusse, da steht ein altes Schloss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
einst hallte es im Hofe von kriegerischem Tross.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es zeugen seine Hallen von hohem Glanz und Pracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist es still geworden, als wie in dunkler Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sturm heult durch die Fenster, die Eule fand ihr Nest&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen öden Sälen, die sahen manches Fest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einst bargst du Glück und Leben in deinen Mauern weit,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vergessen und verfallen, das ist ein schlimmes Leid.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht bist du so zermürbet und einem blutgen Krieg,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Elemente Hassen ward mühelos der Sieg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du getrotzt den Menschen, voll Ränken und voll List,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es ist der Wurm und Moder, der ständig an dir frisst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du morsches Schloss am Wasser, nah an des Flusses Rand,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast einst mit deinen Wehren getrotzt dem ganzen Land.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Noch ragen deine Mauern so kühn, so hoch und groß:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du wirst in Schönheit sterben, das ist dein stolzes Los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verfall&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graue Weiden stehn am Weiher,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das morsche Schloss umspült.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind gar schaurig anzuschauen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn der Sturm die Nächte kühlt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einstens pulste sorglos Treiben&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in den Sälen, hoch und weit,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch seitdem das Schloss verlassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
herrscht der Moder weit und breit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eulen nisten in den Mauern,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fenster knarren in dem Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahnend, dass die Macht der Fürsten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass auch wir vergänglich sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Wipfeln hör ich klingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schaurig eine Melodie,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass ich aus dem Nebelschleier&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eilig fort nach Hause flieh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Gedichtband &#039;&#039;Meine Saat&#039;&#039; kann im Stadtarchiv Hamm eingesehen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Meine Saat. Gedichte von Max Jucho. Berlin 1922&lt;br /&gt;
* Alte Hammer Bauten. In: 700 Jahre Stadt Hamm, hrsg. vom Magistrat der Stadt Hamm. Hamm 1927 &lt;br /&gt;
* Die Juchos. Familiengeschichtliche Beiträge. Selbstverlag, Dortmund o. J. (1932). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/C.H._Jucho&lt;br /&gt;
* Ferdinand Brandenburg: Max Jucho rettet Hamms Geschichte. Westfalenpost, 15.9.1953&lt;br /&gt;
* https://www.kdwupper.de/ost-en-friedhof-in-dortmund.html&lt;br /&gt;
* 700 Jahre Stadt Hamm. 1927&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Max_Jucho&amp;diff=292277</id>
		<title>Max Jucho</title>
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		<updated>2026-08-09T19:15:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: Die Seite wurde neu angelegt: „Max Jucho (1880-1933) war ein Dortmunder Unternehmer und Dichter, der zeitweise in Hamm lebte und arbeitete. Bekannt wurde er für seine Gedichte über Schloss Oberwerries und seinen historischen Beitrag in der  Festschrift 700 Jahre Stadt Hamm. Sein Grab befindet sich auf dem Ostenfriedhof in Dortmund.   == Leben == Dr. phil. Max Jucho (vollständig Friedrich Ludwig Max Jucho) wurde am 3. August 1880 in Dortmund gebore…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Max Jucho (1880-1933) war ein Dortmunder Unternehmer und Dichter, der zeitweise in Hamm lebte und arbeitete. Bekannt wurde er für seine Gedichte über [[Schloss Oberwerries]] und seinen historischen Beitrag in der [[700_Jahre_Stadt_Hamm_(Buch)|&lt;br /&gt;
Festschrift 700 Jahre Stadt Hamm]]. Sein Grab befindet sich auf dem Ostenfriedhof in Dortmund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dr. phil. Max Jucho (vollständig Friedrich Ludwig Max Jucho) wurde am 3. August 1880 in Dortmund geboren. Er war ein Nachkomme des Stahlbau-Pioniers Caspar Heinrich Jucho und führte nach dessen Tod 1906 mit seinem Bruder Heinrich das Unternehmen weiter.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Als eine Vergrößerung des Firmensitzes in Dortmund nicht umsetzbar war, verlegte man einen Teil der Produktion in den Hammer Westen, auf das Gelände der ehemaligen Kesselfabrik Vorsterhausen. Mit dem neuen Werk kam auch Max Jucho nach Hamm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jucho war aber nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Wandersmann mit einem Auge für Geschichte. So verfasste er mehrere geschichtliche Aufsätze über seine neue Wahlheimat, die gebündelt in der [[700_Jahre_Stadt_Hamm_(Buch)|&lt;br /&gt;
Festschrift 700 Jahre Stadt Hamm]] erschienen, und mancherlei Gedichte, die ebenfalls in einer Sammlung veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen bekanntesten Werken gehören [[Schloss Oberwerries]] und &#039;&#039;Verfall&#039;&#039;. Beide Texte befassen sich mit der damaligen Ruine Oberwerries, die erst zwanzig Jahre nach seinem Tod wieder aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schloss Oberwerries&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nah an dem Lippe-Flusse, da steht ein altes Schloss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
einst hallte es im Hofe von kriegerischem Tross.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es zeugen seine Hallen von hohem Glanz und Pracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist es still geworden, als wie in dunkler Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sturm heult durch die Fenster, die Eule fand ihr Nest&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen öden Sälen, die sahen manches Fest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einst bargst du Glück und Leben in deinen Mauern weit,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vergessen und verfallen, das ist ein schlimmes Leid.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht bist du so zermürbet und einem blutgen Krieg,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Elemente Hassen ward mühelos der Sieg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du getrotzt den Menschen, voll Ränken und voll List,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es ist der Wurm und Moder, der ständig an dir frisst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du morsches Schloss am Wasser, nah an des Flusses Rand,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast einst mit deinen Wehren getrotzt dem ganzen Land.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Noch ragen deine Mauern so kühn, so hoch und groß:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du wirst in Schönheit sterben, das ist dein stolzes Los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verfall&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graue Weiden stehn am Weiher,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das morsche Schloss umspült.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind gar schaurig anzuschauen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn der Sturm die Nächte kühlt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einstens pulste sorglos Treiben&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in den Sälen, hoch und weit,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch seitdem das Schloss verlassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
herrscht der Moder weit und breit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eulen nisten in den Mauern,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fenster knarren in dem Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahnend, dass die Macht der Fürsten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass auch wir vergänglich sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Wipfeln hör ich klingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schaurig eine Melodie,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass ich aus dem Nebelschleier&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eilig fort nach Hause flieh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Gedichtband &#039;&#039;Meine Saat&#039;&#039; kann im Stadtarchiv Hamm eingesehen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Meine Saat. Gedichte von Max Jucho. Berlin 1922&lt;br /&gt;
* Alte Hammer Bauten. In: 700 Jahre Stadt Hamm, hrsg. vom Magistrat der Stadt Hamm. Hamm 1927 &lt;br /&gt;
* Die Juchos. Familiengeschichtliche Beiträge. Selbstverlag, Dortmund o. J. (1932). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/C.H._Jucho&lt;br /&gt;
* Ferdinand Brandenburg: Max Jucho rettet Hamms Geschichte. Westfalenpost, 15.9.1953&lt;br /&gt;
* https://www.kdwupper.de/ost-en-friedhof-in-dortmund.html&lt;br /&gt;
* 700 Jahre Stadt Hamm (Buch). 1927&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289959</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-05-23T22:05:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer  [[Urkunde_1426_April_25|Urkunde]] von 1426 auf &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) tauscht mit Herman von Neheim den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof Nienhaus seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof Nienhaus jedoch eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof Nienhaus nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Besitzer sind nicht bekannt. Erst 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt;  taucht ein Name auf: Philipp Buttel zum Nyenhaus. Die Familie (von) Buttel gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich genannt, er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; weist darauf hin, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort einmal eine Mühle gestanden hat. In einer öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840 heißt es auch, dass Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wann sie tatsächlich gebaut wurde, ist bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289958</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-05-23T22:04:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer  [[Urkunde_1426_April_25|Urkunde]] von 1426 auf &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) tauscht mit Herman von Neheim den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof Nienhaus seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof Nienhaus jedoch eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof Nienhaus nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Besitzer sind nicht bekannt. Erst 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt;  taucht ein Name auf: Philipp Buttel zum Nyenhaus. Die Familie (von) Buttel gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Anfang des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. 1922 wird der &#039;&#039;Schlossplatz von Neuenhausen&#039;&#039; gegenüber des [[Bioland-Hof_Damberg|Hofes Damberg]] erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatbuch Kreis und Stadt Hamm, 1922, S.224&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich erwähnt. Er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; weist darauf hin, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort einmal eine Mühle gestanden hat. In einer öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840 heißt es auch, dass Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wann sie tatsächlich gebaut wurde, ist bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289738</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289738"/>
		<updated>2026-05-09T23:13:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer  [[Urkunde_1426_April_25|Urkunde]] von 1426 auf &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) tauscht mit Herman von Neheim den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof Nienhaus seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof Nienhaus jedoch eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof Nienhaus nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Besitzer sind nicht bekannt. Erst 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt;  taucht ein Name auf: Philipp Buttel zum Nyenhaus. Die Familie (von) Buttel gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Mitte des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich erwähnt. Er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; weist darauf hin, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich an der [[Ahse]] die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort einmal eine Mühle gestanden hat. In einer öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840 heißt es auch, dass Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/MV36XAYU5LU62KAASWGRYGPV52TBJ3QV?query=m%C3%BChle&amp;amp;issuepage=22&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wann sie tatsächlich gebaut wurde, ist bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=17._Mai&amp;diff=289721</id>
		<title>17. Mai</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Kalender für die Startseite */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Jahrestag Mai}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Kategorien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
== Geboren ==&lt;br /&gt;
== Gestorben ==&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geboren ==&lt;br /&gt;
[[2000]] - [[Max Mustermann]] wurde geboren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig: Die entsprechenden Ereignisse der einzelnen Tage sollten sollten auch &lt;br /&gt;
im entsprechenden Jahres-Artikel aufgenommen werden (im Beispiel: 2000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1943]] Kurz nach Mitternacht stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ-C]] am nördlichen Rand des Ostbusches, 500 Meter östlich der Münsterstraße, ab. Sechs der sieben Crewmitglieder sterben dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Haarmann.jpg|mini|rechts|Emil Haarmann]]&lt;br /&gt;
* [[1945]]: Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] startet eine &#039;&#039;Landwirtschaftliche Hilfsaktion&#039;&#039;. Otto Middermann, ehemaliger Mitarbeiter der Westfälischen Union im Werk Antwerpen, wird der Hauptkoordinator des Projekts, besucht die landwirtschaftlichen Betriebe und beantragt bei der Militärregierung nach Bedarf Arbeitskräfte und Material zur Instandsetzung von Maschinen und Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamm Lippepark 12 Schriftzug.jpg|mini|rechts|Lippepark]]&lt;br /&gt;
* [[2009]] wird durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht, gestartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalender für die Startseite ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|1943}} stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ-C]] ab. Sechs der sieben Crewmitglieder kommen dabei ums Leben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|1945}} startet [[1945]] Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] eine landwirtschaftliche Hilfsorganisation.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|2009}} startet [[2009]] durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Tag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<title>17. Mai</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Jahrestag Mai}}&lt;br /&gt;
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== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
== Geboren ==&lt;br /&gt;
== Gestorben ==&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
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== Geboren ==&lt;br /&gt;
[[2000]] - [[Max Mustermann]] wurde geboren&lt;br /&gt;
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Wichtig: Die entsprechenden Ereignisse der einzelnen Tage sollten sollten auch &lt;br /&gt;
im entsprechenden Jahres-Artikel aufgenommen werden (im Beispiel: 2000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1943]] Kurz nach Mitternacht stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ-C]] am nördlichen Rand des Ostbusches, 500 Meter östlich der Münsterstraße, ab. Sechs der sieben Crewmitglieder sterben dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Haarmann.jpg|mini|rechts|Emil Haarmann]]&lt;br /&gt;
* [[1945]]: Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] startet eine &#039;&#039;Landwirtschaftliche Hilfsaktion&#039;&#039;. Otto Middermann, ehemaliger Mitarbeiter der Westfälischen Union im Werk Antwerpen, wird der Hauptkoordinator des Projekts, besucht die landwirtschaftlichen Betriebe und beantragt bei der Militärregierung nach Bedarf Arbeitskräfte und Material zur Instandsetzung von Maschinen und Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamm Lippepark 12 Schriftzug.jpg|mini|rechts|Lippepark]]&lt;br /&gt;
* [[2009]] wird durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht, gestartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalender für die Startseite ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|1943}} stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ]] ab. Sechs der sieben Crewmitglieder kommen dabei ums Leben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|1945}} startet [[1945]] Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] eine landwirtschaftliche Hilfsorganisation.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|2009}} startet [[2009]] durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht.&lt;br /&gt;
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[[Kategorie: Tag]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Kalender für die Startseite */&lt;/p&gt;
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== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
== Geboren ==&lt;br /&gt;
== Gestorben ==&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
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Beispiel:&lt;br /&gt;
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== Geboren ==&lt;br /&gt;
[[2000]] - [[Max Mustermann]] wurde geboren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig: Die entsprechenden Ereignisse der einzelnen Tage sollten sollten auch &lt;br /&gt;
im entsprechenden Jahres-Artikel aufgenommen werden (im Beispiel: 2000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Geschichte ==&lt;br /&gt;
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* [[1943]] Kurz nach Mitternacht stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ]] am nördlichen Rand des Ostbusches, 500 Meter östlich der Münsterstraße, ab. Sechs der sieben Crewmitglieder sterben dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Haarmann.jpg|mini|rechts|Emil Haarmann]]&lt;br /&gt;
* [[1945]]: Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] startet eine &#039;&#039;Landwirtschaftliche Hilfsaktion&#039;&#039;. Otto Middermann, ehemaliger Mitarbeiter der Westfälischen Union im Werk Antwerpen, wird der Hauptkoordinator des Projekts, besucht die landwirtschaftlichen Betriebe und beantragt bei der Militärregierung nach Bedarf Arbeitskräfte und Material zur Instandsetzung von Maschinen und Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamm Lippepark 12 Schriftzug.jpg|mini|rechts|Lippepark]]&lt;br /&gt;
* [[2009]] wird durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht, gestartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalender für die Startseite ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|1943}} stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ]] ab. Sechs der sieben Crewmitglieder kommen dabei ums Leben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|1945}} startet [[1945]] Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] eine landwirtschaftliche Hilfsorganisation.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|2009}} startet [[2009]] durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Tag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<title>17. Mai</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Jahrestag Mai}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Kategorien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
== Geboren ==&lt;br /&gt;
== Gestorben ==&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geboren ==&lt;br /&gt;
[[2000]] - [[Max Mustermann]] wurde geboren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig: Die entsprechenden Ereignisse der einzelnen Tage sollten sollten auch &lt;br /&gt;
im entsprechenden Jahres-Artikel aufgenommen werden (im Beispiel: 2000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1943]] Kurz nach Mitternacht stürzt in Heessen das britische Militärflugzeug [[Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C|Lancaster ED910 AJ]] am nördlichen Rand des Ostbusches, 500 Meter östlich der Münsterstraße, ab. Sechs der sieben Crewmitglieder sterben dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Haarmann.jpg|mini|rechts|Emil Haarmann]]&lt;br /&gt;
* [[1945]]: Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] startet eine &#039;&#039;Landwirtschaftliche Hilfsaktion&#039;&#039;. Otto Middermann, ehemaliger Mitarbeiter der Westfälischen Union im Werk Antwerpen, wird der Hauptkoordinator des Projekts, besucht die landwirtschaftlichen Betriebe und beantragt bei der Militärregierung nach Bedarf Arbeitskräfte und Material zur Instandsetzung von Maschinen und Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ereignisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamm Lippepark 12 Schriftzug.jpg|mini|rechts|Lippepark]]&lt;br /&gt;
* [[2009]] wird durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht, gestartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalender für die Startseite ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;{{Vor Jahren|1945}} startet [[1945]] Oberbürgermeister [[Emil Haarmann]] eine landwirtschaftliche Hilfsorganisation.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vor Jahren|2009}} startet [[2009]] durch den „Herringer Mauerfall“ das Projekt „Im Westen was Neues“, in dem u. a. der neue [[Lippepark]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Tag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Kategorie:Hofst%C3%A4tten&amp;diff=289717</id>
		<title>Kategorie:Hofstätten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Kategorie:Hofst%C3%A4tten&amp;diff=289717"/>
		<updated>2026-05-02T20:27:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In dieser Kategorie werden Hofstätten in Hamm zusammengefasst.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Bioland-Hof_Damberg&amp;diff=289716</id>
		<title>Bioland-Hof Damberg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Bioland-Hof_Damberg&amp;diff=289716"/>
		<updated>2026-05-02T20:25:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Unternehmen&lt;br /&gt;
|Name=Bioland-Hof Damberg&lt;br /&gt;
|Logo=Logo_Bioland_Hof_Damberg.jpg&lt;br /&gt;
|Logobreite=100&lt;br /&gt;
|Unternehmensform=&lt;br /&gt;
|Handelsregister=&lt;br /&gt;
|Amtsgericht=&lt;br /&gt;
|Umsatz=&lt;br /&gt;
|Geschäftsführer=&lt;br /&gt;
|Inhaber=&lt;br /&gt;
|Eigner=&lt;br /&gt;
|Branche=&lt;br /&gt;
|Mitarbeiter=&lt;br /&gt;
|Gründungsjahr=&lt;br /&gt;
|Eröffnet=&lt;br /&gt;
|Geschlossen=&lt;br /&gt;
|Adresse=[[An der Ahse]] 22&amp;lt;br&amp;gt;59069 Hamm&lt;br /&gt;
|Telefon=(02385) 69201&lt;br /&gt;
|Telefax=(02385) 772 740&lt;br /&gt;
|Mobil=&lt;br /&gt;
|Homepage=https://www.bioland-hof-damberg.de&lt;br /&gt;
|Email=&lt;br /&gt;
|Bild=Biohof_Damberg01.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung=Bioland-Hof Damberg&lt;br /&gt;
|Karte={{KartePos|Pos=51.66093,7.86913|Marker=R}}&lt;br /&gt;
|erfasst=26.09.2022&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Damberg&#039;&#039;&#039; ist ein Bioland-Hof mit Hofladen im Stadtteil [[Westtünnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1982 wird der Bioland-Hof Damberg nach den Richtlinien des Bioland Verbandes für organisch-biologischen Landbau bewirtschaftet. 1995 hat Mechthild Damberg den 35ha großen Betrieb von ihren Eltern übernommen und führt diesen mit ihrem Partner Harald Haun nach strengen ökologischen Kriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage Bioland-Hof Damberg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hofladen werden Fleisch- und Wurstwaren, Brot- und Backwaren, Milch- und Milchprodukte, ein reichhaltiges Käsesortiment, Kartoffeln aus eigenem Anbau, Gemüse, Bier und Wein sowie ein Naturkostsortiment vermarktet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort und die Gebäude gehen auf das [[Gut Neuenhaus]] zurück, das bereits 1426 urkundlich erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Firmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofstätten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhynern (Bezirk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westtünnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Muntenburg&amp;diff=289715</id>
		<title>Muntenburg</title>
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		<updated>2026-05-02T20:22:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Muntenburg&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Montenburg&#039;&#039; oder &#039;&#039;Montenberg&#039;&#039; genannt) war eine Schanze in der Landwehr im heutigen Stadtbezirk [[Herringen]]. Der Name ging auf die Hofanlage Muntenberg über und trat entsprechend auch als Familienname auf. Seit 1990 ist der &amp;quot;Montenberg&amp;quot; als [[Denkmalliste_der_Stadt_Hamm|Bodendenkmal]] mit der Nummer 139 ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schanze Montenberg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muntenburg war ein mittelalterliches Befestigungs- und Verteidigungswerk innerhalb der Herringer Landwehr. Die Gräben und Wälle sind noch bis auf den heutigen Tag im Gelände sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh hat dieses „sonderbare Erdwerk“, wie Dr. Nordhoff es 1881 nannte&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J.B. Nordhoff, „Kunst und Geschichtsdenkmäler der Kreises Hamm“,  1881&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Phantasie der Heimatforscher und Historiker angeregt, da vergleichbare Bauwerke kaum bekannt waren. Hofrat Essellen beschrieb den Montenberg 1857 als erster in seinem Buch über das römische Kastell Aliso. Er hielt die Anlage für eine römische Befestigung an der Königslandwehr, die von Herringen bis Beckinghausen bei Lünen führte, und sah sie im Zusammenhang mit der Bumannsburg in Rünthe und der Homburg in Herringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofrat M.F.Essellen, „Das römische Kastell Aliso“, 1857 &amp;lt;/ref&amp;gt; Robert Haase, Herringer Heimatforscher, und der Lehrer und Schriftsteller Wilhelm Fricke gingen sogar soweit, in allen vier Verteidigungsanlagen vorgeschichtliche Bauwerke ausmachen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Haase, „Lebenswerk“, &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Fricke, „Das Mittelalterliche Westfalen“, 1889&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik kam von anderen Historikern wie Hölzermann und Schuhhardt, die im Montenberg nichts Römisches erkennen konnten und das Bauwerk dem Mittelalter zuschrieben. Dr. Schuhhardt schrieb 1899, dass der Montenberg mit der vorbeiziehenden Landwehr organisch verbunden sei, und deutete ihn als kleines Kastell.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Schuhhardt, in „Mitteilungen der Altertums-Kommission für Westfalen, Band 1“, 1899&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allerdings sicher war sich niemand. Dr. Nordhoff schrieb 1881: „Das Werk weicht von einer mittelalterlichen Anlage, welcher Art sie auch sei, so sehr ab, dass man es entweder für ein früheres oder späteres Kriegserzeugnis halten möchte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J.B. Nordhoff, „Kunst und Geschichtsdenkmäler der Kreises Hamm“,  1881&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztendlich stufte er das Bauwerk wegen fehlender Grabungen und Funde vage als mittelalterlich ein. &lt;br /&gt;
Hölzermann hielt sich nicht lange mit dem Montenberg auf, ihm erschien höchstens die Benennung des Platzes sonderbar, „weil derselbe eher einem Sumpfe als einem Berge gleicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Hölzermann, „Lokaluntersuchungen -  die Kriege der Römer und Franken“, 1878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Petzmeyer, Herringer Heimatforscher, erkannte in der Muntenburg eindeutig eine mittelalterliche Schanze, die einen Durchlass in der Landwehr an eben jener Stelle absicherte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Gebaut wurde sie von den Grafen von der Mark, um das Dorf Herringen und die umliegenden Felder vor Raubrittern und anderen Gefahren zu schützen. Dass sie dieser Aufgabe nachkam, bezeugen dort gefundene Pfeilspitzen und Bleikugeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Artikel in „Unser Westfalen“ von 1995 weist die Muntenburg als Wallburg aus, was aber jeglicher Grundlage entbehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinald Wilke, in „Unser Westfalen“, 1995&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hält die Schanze Montenberg für schützenswert, da deren Wälle und Gräben gut erhalten sind, und stuft das gesamte Gebiet von Sandbochum bis zum Torksfeld als „regional bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich“ ein.&amp;lt;ref&amp;gt;LWL, Regionalplan Ruhr, 2014 https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/253992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muntenburg bedeutet so viel wie &#039;&#039;Schutzburg&#039;&#039; (munt, ahd. = Schutz). Eine tatsächliche Burg Monterberg findet sich in Kalkar, südlich von Kleve. Es war die wichtigste Residenz der Grafen von Kleve. Des weiteren findet sich ein Berg namens Münterburg bei Kachtenhausen, Kreis Lippe. Spuren einer Befestigungsanlage wurden auf dem Berg aber bisher nicht gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Flurnamen taucht die Muntenburg bereits 1604 als &#039;&#039;alte Muntenberg&#039;&#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hof Montenberg ==&lt;br /&gt;
Der Hof Muntenberg ist eine frühere staatliche Domäne auf der Grenze zwischen Sandbochum und Herringen. Urkundlich wird der Hof erstmals 1575 erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als staatliche Domäne unterstand der Hof direkt dem Landesherren, also dem Grafen von der Mark, bzw in späterer Zeit dem preußischen König. Ursprünglich mit einer Gräfte umzogen, lag der Hof direkt an der Königslandwehr und sicherte den Durchlass am Hellweg am Ortseingang zu Herringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Heimatforscher Heinrich Petzmeyer vermutet, dass der Hof Muntenberg ursprünglich eins war mit dem Haus Binkhof, da die dazugehörigen Ländereien an der Gemeindegrenze ein zusammenhängendes Ganzes bildeten und beide schwache Stellen in der Landwehr absicherten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Besitzer sind urkundlich erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;: 1575 Gobel op der Montenborg, 1678 Henrich Muntenberg, 1779 Henrich Diederich Montenberg, 1809 Gerhard Montenberg, 1826 Gerh. Henr. Montenberg, 1850 Gerh. Heinr. Bresser genannt Muntenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage des Hofes ist auf einer digitalisierten Karte des Landesarchivs NRW nachzuverfolgen. &amp;lt;ref&amp;gt; vgl. [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=1&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=1&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FKartensammlung_A%2F~060%2F06018%2Fmets.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpagegrid%5D=0&amp;amp;cHash=ed1a824c6bc74e0872497c0b0f15da40 Karte mit der Hofstelle Montenberg] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Kartensammlung A Nr 6018.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karte wurde von [[Wilhelm Gosebruch]] im Jahr 1788 erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Essellen, M.F., „Das römische Kastell Aliso“, 1857&lt;br /&gt;
* Hölzermann, L., Lokaluntersuchungen -  die Kriege der Römer und Franken“, 1878&lt;br /&gt;
* Dr. Nordhoff, „Kunst und Geschichtsdenkmäler der Kreises Hamm“,  1881&lt;br /&gt;
* Fricke, Wilhelm, „Das Mittelalterliche Westfalen“, 1889&lt;br /&gt;
* Dr. Schuhhardt, in „Mitteilungen der Altertums-Kommission für Westfalen, Band 1“, 1899&lt;br /&gt;
* Haase, Robert, „Lebenswerk“&lt;br /&gt;
* Petzmeyer, Heinrich, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&lt;br /&gt;
* Wilke, Reinald: Humburg und Muntenburg am Lippeufer. Wallburgen aus dem frühen Mittelalter in Hamm-Herringen - Zuflucht für Menschen und Vieh. In: Unser Westfalen. Jahrbuch 1995&lt;br /&gt;
* LWL, Regionalplan Ruhr, 2014 https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/253992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofstätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Rittersitz_Aquak&amp;diff=289708</id>
		<title>Rittersitz Aquak</title>
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		<updated>2026-05-01T22:38:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Rittersitz Aquak&#039;&#039;&#039; war einer der ältesten Rittersitze in [[Bockum-Hövel]]. Er wird bereits um 900 urkundlich erwähnt. Seine genaue Lage ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittersitz Aquak ist einer der ältesten Rittersitze im Bereich um Bockum-Hövel. Er wurde bereits im ersten Heberegister des Reichsklosters Werden um 900 (950) genannt. Um das Jahr 1000 war der Rittersitz als eine selbständige Bauernschaft unter dem Namen ’’Asicwyk’’ oder ’’Acwyk’’ (auch Akwik) bekannt und ist somit die älteste Orts- und Bauernschaftsbezeichnung der Region. Der Name soll auf eine Bauernschaft zurückgehen, die Athalheringwik (Athalarichwik) genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man vermutet, dass es in dieser Bauernschaft Acwyk drei Ackergüter gab, und zwar den Rittersitz Acwyk, den Schulzensitz Acwyk, auch Schult den Ak genannt, und der Frye to Acwyk, das Freibankgut. Der Rittersitz soll dort gestanden haben, wo heute der Pachthof Wältermann steht (Stand: 1980).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz umfangreicher Grabungen konnte bis heute noch nicht festgestellt werden, wo dieser Rittersitz genau gelegen hat. Der Pfarrer Ignatz Ostenfeld, 1807 bis 1834 in Hövel ansässig, führt dazu aus: Das Haus Aquak lag lange in Schutt; der Hausplatz und die Gräben waren mit Gestrüpp bewachsen, bis ein Sohn des Schulzen Aquack es um 1820 von dem Grafen von Merveldt in Erbpacht nahm und ein Haus darauf baute. Nach Schwieters soll es sich hierbei um den Hof Harling handeln. Die mündliche Überlieferung vermutet den Burgplatz jedoch an der Stelle des Hofes Wisman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauer Schulze Aquak hatte nichts mehr mit dem Schulzenhof gemein, denn seine Familie hat diesen Namen erst ungefähr 1890 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obengenannten Höfe Frye to Aquak, Schult den Ak und der Rittersitz gehörten um 1005 zu der Grafschaft Hövel. Durch Erbfall gelangte der Besitz über die Grafen von Berg, Altena, Isenberg-Nienbrügge, Limburg in den Besitz der Grafen von Volmestein. Der vermutete Haupthof (Rittersitz) ist heute noch im Besitz des Grafen von Nordkirchen, die anderen beiden Höfe, die in der Nähe liegen und zu der Bauernschaft gehören, stehen seit 1869 in Privateigentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie von Bestraten, die zwei halb übereinandergelegene Schilde als Wappen führte, soll auf dem Hause gewohnt haben. Ihre Nachfolger waren die Neheim zu Werries.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der früheren Bauernschaft sind folgende Daten bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1328 bis 1354 soll Theodor Aquak aus der Bauernschaft Aquak als Freigraf der Grafschaft Wilshorst tätig geworden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1346 soll Ritter [[Gerlach von Sümmern]] als Zeuge bei der Bestätigung der Privilegien der Stadt Hamm beim Grafen Engelbert II. von der Mark zugegen gewesen sein. Er bewohnte den Rittersitz. Als Zeugen wirkten bis 1445 in dem Kirchspiel Hövel verschiedene Mitglieder der Familie von Sümmern mit. Die Ritter oder Herren von Sümmern waren ein angesehenes Geschlecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1350 wurden die beiden Höfe dat grote Evesche Hus (Eschhaus) und dat lütke Evesche Hus (Lübbert) um 1350 von dem Fürstbischof in Münster an Gerlach von Sümmern belehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Rittergeschlecht von Aquack ist der Knappe Heinrich von Aquack namentlich genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1362 gibt es in der Region einen Priester namens Johann von Aquack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1387 trat Johann to Aquak als Zeuge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1426 trat Dietrich to Aquak als Zeuge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1476 trat Gert to Aquak als Zeuge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1523 trat Frye Johann to Aquak als Zeuge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am Karfreitag des Jahres 1545 die Familie des Dirik von Neheim in der Höveler Kirche den Gottesdienst besucht, erstürmten einige unzufriedene Knechte das Haus. Sie steckten das Viehhaus, in dem viele Rinder standen und eine Menge Getreide lagerte, in Brand, nahmen auch das Haupthaus ein und plünderten und zündeten es an. Dabei töteten sie vier Lanzenknechte und warfen die Leichen in die Flammen.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1548 wurde Gert von Galen zu Ermelinghof vom Fürstbischof von Münster mit beiden Höfen belehnt.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1615 kursierte folgende Legende: Ein Werwolf mit Namen Peter Kleikamp aus Ahlen soll hier sein Unwesen getrieben haben. Rinder und Schafe soll er gerissen haben. Seine Ehefrau – eine Hexe – soll ihn dazu angestiftet haben. Kleikamp wurde im Jahre 1616 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1853 sind die Höfe im Eigentum der genannten Bauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltungszustand ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Rittersitz Aquak ist nichts mehr erhalten. Seine genaue Position ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Willi Schroeder, Ein Heimatbuch. Zwei Stadtteile stellen sich vor. Bockum und Hövel, 1980.&lt;br /&gt;
* Fritz Schumacher, Hartmut Greilich, Bockum-Hövel. Aus Geschichte und Heimatkunde, Hamm 1956 (Neuauflage 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Rittersitz_Aquak|95018531}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Kategorie:M%C3%BChlen&amp;diff=289707</id>
		<title>Kategorie:Mühlen</title>
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		<updated>2026-05-01T22:34:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In dieser Kategorie werden alle Mühlenbauweke in Hamm und damit zusammenhängende Themenbereiche zusammengefasst.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Muntenburg&amp;diff=289706</id>
		<title>Muntenburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Muntenburg&amp;diff=289706"/>
		<updated>2026-05-01T22:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Muntenburg&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Montenburg&#039;&#039; oder &#039;&#039;Montenberg&#039;&#039; genannt) war eine Schanze in der Landwehr im heutigen Stadtbezirk [[Herringen]]. Der Name ging auf die Hofanlage Muntenberg über und trat entsprechend auch als Familienname auf. Seit 1990 ist der &amp;quot;Montenberg&amp;quot; als [[Denkmalliste_der_Stadt_Hamm|Bodendenkmal]] mit der Nummer 139 ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schanze Montenberg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muntenburg war ein mittelalterliches Befestigungs- und Verteidigungswerk innerhalb der Herringer Landwehr. Die Gräben und Wälle sind noch bis auf den heutigen Tag im Gelände sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh hat dieses „sonderbare Erdwerk“, wie Dr. Nordhoff es 1881 nannte&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J.B. Nordhoff, „Kunst und Geschichtsdenkmäler der Kreises Hamm“,  1881&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Phantasie der Heimatforscher und Historiker angeregt, da vergleichbare Bauwerke kaum bekannt waren. Hofrat Essellen beschrieb den Montenberg 1857 als erster in seinem Buch über das römische Kastell Aliso. Er hielt die Anlage für eine römische Befestigung an der Königslandwehr, die von Herringen bis Beckinghausen bei Lünen führte, und sah sie im Zusammenhang mit der Bumannsburg in Rünthe und der Homburg in Herringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofrat M.F.Essellen, „Das römische Kastell Aliso“, 1857 &amp;lt;/ref&amp;gt; Robert Haase, Herringer Heimatforscher, und der Lehrer und Schriftsteller Wilhelm Fricke gingen sogar soweit, in allen vier Verteidigungsanlagen vorgeschichtliche Bauwerke ausmachen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Haase, „Lebenswerk“, &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Fricke, „Das Mittelalterliche Westfalen“, 1889&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik kam von anderen Historikern wie Hölzermann und Schuhhardt, die im Montenberg nichts Römisches erkennen konnten und das Bauwerk dem Mittelalter zuschrieben. Dr. Schuhhardt schrieb 1899, dass der Montenberg mit der vorbeiziehenden Landwehr organisch verbunden sei, und deutete ihn als kleines Kastell.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Schuhhardt, in „Mitteilungen der Altertums-Kommission für Westfalen, Band 1“, 1899&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allerdings sicher war sich niemand. Dr. Nordhoff schrieb 1881: „Das Werk weicht von einer mittelalterlichen Anlage, welcher Art sie auch sei, so sehr ab, dass man es entweder für ein früheres oder späteres Kriegserzeugnis halten möchte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J.B. Nordhoff, „Kunst und Geschichtsdenkmäler der Kreises Hamm“,  1881&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztendlich stufte er das Bauwerk wegen fehlender Grabungen und Funde vage als mittelalterlich ein. &lt;br /&gt;
Hölzermann hielt sich nicht lange mit dem Montenberg auf, ihm erschien höchstens die Benennung des Platzes sonderbar, „weil derselbe eher einem Sumpfe als einem Berge gleicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Hölzermann, „Lokaluntersuchungen -  die Kriege der Römer und Franken“, 1878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Petzmeyer, Herringer Heimatforscher, erkannte in der Muntenburg eindeutig eine mittelalterliche Schanze, die einen Durchlass in der Landwehr an eben jener Stelle absicherte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Gebaut wurde sie von den Grafen von der Mark, um das Dorf Herringen und die umliegenden Felder vor Raubrittern und anderen Gefahren zu schützen. Dass sie dieser Aufgabe nachkam, bezeugen dort gefundene Pfeilspitzen und Bleikugeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Artikel in „Unser Westfalen“ von 1995 weist die Muntenburg als Wallburg aus, was aber jeglicher Grundlage entbehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinald Wilke, in „Unser Westfalen“, 1995&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hält die Schanze Montenberg für schützenswert, da deren Wälle und Gräben gut erhalten sind, und stuft das gesamte Gebiet von Sandbochum bis zum Torksfeld als „regional bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich“ ein.&amp;lt;ref&amp;gt;LWL, Regionalplan Ruhr, 2014 https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/253992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muntenburg bedeutet so viel wie &#039;&#039;Schutzburg&#039;&#039; (munt, ahd. = Schutz). Eine tatsächliche Burg Monterberg findet sich in Kalkar, südlich von Kleve. Es war die wichtigste Residenz der Grafen von Kleve. Des weiteren findet sich ein Berg namens Münterburg bei Kachtenhausen, Kreis Lippe. Spuren einer Befestigungsanlage wurden auf dem Berg aber bisher nicht gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Flurnamen taucht die Muntenburg bereits 1604 als &#039;&#039;alte Muntenberg&#039;&#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hof Montenberg ==&lt;br /&gt;
Der Hof Muntenberg ist eine frühere staatliche Domäne auf der Grenze zwischen Sandbochum und Herringen. Urkundlich wird der Hof erstmals 1575 erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als staatliche Domäne unterstand der Hof direkt dem Landesherren, also dem Grafen von der Mark, bzw in späterer Zeit dem preußischen König. Ursprünglich mit einer Gräfte umzogen, lag der Hof direkt an der Königslandwehr und sicherte den Durchlass am Hellweg am Ortseingang zu Herringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Heimatforscher Heinrich Petzmeyer vermutet, dass der Hof Muntenberg ursprünglich eins war mit dem Haus Binkhof, da die dazugehörigen Ländereien an der Gemeindegrenze ein zusammenhängendes Ganzes bildeten und beide schwache Stellen in der Landwehr absicherten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Besitzer sind urkundlich erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Petzmeyer, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;: 1575 Gobel op der Montenborg, 1678 Henrich Muntenberg, 1779 Henrich Diederich Montenberg, 1809 Gerhard Montenberg, 1826 Gerh. Henr. Montenberg, 1850 Gerh. Heinr. Bresser genannt Muntenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage des Hofes ist auf einer digitalisierten Karte des Landesarchivs NRW nachzuverfolgen. &amp;lt;ref&amp;gt; vgl. [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=1&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=1&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FKartensammlung_A%2F~060%2F06018%2Fmets.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpagegrid%5D=0&amp;amp;cHash=ed1a824c6bc74e0872497c0b0f15da40 Karte mit der Hofstelle Montenberg] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Kartensammlung A Nr 6018.png|500px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karte wurde von [[Wilhelm Gosebruch]] im Jahr 1788 erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Essellen, M.F., „Das römische Kastell Aliso“, 1857&lt;br /&gt;
* Hölzermann, L., Lokaluntersuchungen -  die Kriege der Römer und Franken“, 1878&lt;br /&gt;
* Dr. Nordhoff, „Kunst und Geschichtsdenkmäler der Kreises Hamm“,  1881&lt;br /&gt;
* Fricke, Wilhelm, „Das Mittelalterliche Westfalen“, 1889&lt;br /&gt;
* Dr. Schuhhardt, in „Mitteilungen der Altertums-Kommission für Westfalen, Band 1“, 1899&lt;br /&gt;
* Haase, Robert, „Lebenswerk“&lt;br /&gt;
* Petzmeyer, Heinrich, „Geschichte der früheren Gemeinde Herringen“, 1964, veröffentlicht 2003&lt;br /&gt;
* Wilke, Reinald: Humburg und Muntenburg am Lippeufer. Wallburgen aus dem frühen Mittelalter in Hamm-Herringen - Zuflucht für Menschen und Vieh. In: Unser Westfalen. Jahrbuch 1995&lt;br /&gt;
* LWL, Regionalplan Ruhr, 2014 https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/253992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guts- und Hofanlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Kategorie:Herrenh%C3%A4user&amp;diff=289705</id>
		<title>Kategorie:Herrenhäuser</title>
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		<updated>2026-05-01T22:25:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Herrenhäuser / Schlösser in Hamm&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C&amp;diff=289704</id>
		<title>Flugzeugabsturz Lancaster ED910 AJ-C</title>
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		<updated>2026-05-01T20:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Das Denkmal */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 stürzte in [[Heessen]] das britische Militärflugzeug Lancaster ED910 AJ-C am nördlichen Rand des Köhlinger Busches, 500 Meter östlich der [[Münsterstraße]], ab. Sie war eins von 19 Flugzeugen der No. 617 Squadron (&#039;&#039;Dambusters&#039;&#039;) der Royal Air Force, deren Ziel die Zerstörung wichtiger Staudämme in NRW war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptziel der &#039;&#039;Operation Chastise&#039;&#039; (engl. &#039;&#039;Züchtigung&#039;&#039;) war die Zerstörung der Möhnetalsperre und Edertalsperre, des weiteren der Sorpetalsperre, Listertalsperre und Ennepetalsperre – mit der Absicht, die Kriegsindustrie im Ruhrgebiet lahmzulegen. Die Talsperren dienten der Wasserversorgung und Stromerzeugung und waren somit Antrieb der Rüstungsproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besagte Lancaster ED910 AJ-C flog den Lister-Staudamm an. Auf dem Weg dorthin wurde sie von einer Flak getroffen und stürzte kurz nach Mitternacht in den Wald bei [[Heessen]]. Die Besatzung bestand aus:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Warner Ottley (Pilot)&lt;br /&gt;
* Ronald Marsden (Flugingenieur)&lt;br /&gt;
* Jack Kenneth Barrett (Navigator)&lt;br /&gt;
* Thomas Barr Johnson (Bombenschütze)&lt;br /&gt;
* Jack Guterman (Funker)&lt;br /&gt;
* Harry John Strange (Rückenschütze)&lt;br /&gt;
* Freddie Tees (Heckschütze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 7 Crewmitgliedern starben alle bis auf den letztgenannten Freddie Tees. Er überlebte schwerverletzt und kam als Kriegsgefangener ins Stalag Luft VI Heydekrug, Litauen. Die toten Crewmitglieder wurden zunächst auf dem Ehrenfriedhof Hamm-Süden bestattet und 1947 auf den Kriegsfriedhof Reichswald umgebettet. Sergeant Tees starb 1982, seine Asche wurde nach Deutschland überführt und neben den Gräbern seiner Besatzung beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Denkmal == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mahnmal zum Flugzeugabsturz wurde in den 1970er Jahren vom [[Heimatverein_Heessen_e.V.|Heimatverein Heessen]] auf Initiative von Ortsheimatpfleger Bernhard Droste und unter Mitwirkung der Pfadfindergruppe Heessen errichtet und 2022 restauriert. Es besteht aus einem Holzkreuz, einem Mahnstein und einer Plakette, die die Namen der Besatzung enthält. Es befindet sich direkt an der Absturzstelle am Rande des Waldes. Der Krater ist noch gut im Gelände erkennbar. Eine Bank lädt zum Verweilen und Innehalten ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:lancaster_denkmal_front.jpeg|Frontansicht des Denkmals&lt;br /&gt;
Bild:lancaster_denkmal_back.jpeg|Rückansicht des Denkmals&lt;br /&gt;
Bild:lancaster_denkmal_schild.jpeg|Plakette des Denkmals&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==  &lt;br /&gt;
*[https://aviation-safety.net/wikibase/58860?utm_source=chatgpt.com Aviation Safety Network]&lt;br /&gt;
*[https://dambustersblog.com/2022/05/22/aj-c-crash-site-cleaned-up-thanks-to-local-german-history-group/?utm_source=chatgpt.com DambusterBlog]&lt;br /&gt;
*[https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/input_felder/langDatensatz_ebene4.php?urlID=493&amp;amp;url_tabelle=tab_websegmente LWL-Portal Westf. Geschichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2. Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Flugzeugabsturz_Lancaster_ED910_AJ-C&amp;diff=289703</id>
		<title>Flugzeugabsturz Lancaster ED910 AJ-C</title>
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		<updated>2026-05-01T20:18:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Hintergrund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 stürzte in [[Heessen]] das britische Militärflugzeug Lancaster ED910 AJ-C am nördlichen Rand des Köhlinger Busches, 500 Meter östlich der [[Münsterstraße]], ab. Sie war eins von 19 Flugzeugen der No. 617 Squadron (&#039;&#039;Dambusters&#039;&#039;) der Royal Air Force, deren Ziel die Zerstörung wichtiger Staudämme in NRW war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptziel der &#039;&#039;Operation Chastise&#039;&#039; (engl. &#039;&#039;Züchtigung&#039;&#039;) war die Zerstörung der Möhnetalsperre und Edertalsperre, des weiteren der Sorpetalsperre, Listertalsperre und Ennepetalsperre – mit der Absicht, die Kriegsindustrie im Ruhrgebiet lahmzulegen. Die Talsperren dienten der Wasserversorgung und Stromerzeugung und waren somit Antrieb der Rüstungsproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besagte Lancaster ED910 AJ-C flog den Lister-Staudamm an. Auf dem Weg dorthin wurde sie von einer Flak getroffen und stürzte kurz nach Mitternacht in den Wald bei [[Heessen]]. Die Besatzung bestand aus:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Warner Ottley (Pilot)&lt;br /&gt;
* Ronald Marsden (Flugingenieur)&lt;br /&gt;
* Jack Kenneth Barrett (Navigator)&lt;br /&gt;
* Thomas Barr Johnson (Bombenschütze)&lt;br /&gt;
* Jack Guterman (Funker)&lt;br /&gt;
* Harry John Strange (Rückenschütze)&lt;br /&gt;
* Freddie Tees (Heckschütze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 7 Crewmitgliedern starben alle bis auf den letztgenannten Freddie Tees. Er überlebte schwerverletzt und kam als Kriegsgefangener ins Stalag Luft VI Heydekrug, Litauen. Die toten Crewmitglieder wurden zunächst auf dem Ehrenfriedhof Hamm-Süden bestattet und 1947 auf den Kriegsfriedhof Reichswald umgebettet. Sergeant Tees starb 1982, seine Asche wurde nach Deutschland überführt und neben den Gräbern seiner Besatzung beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Denkmal == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahnmal wurde in den 1970er Jahren vom [[Heimatverein_Heessen_e.V.|Heimatverein Heessen]] auf Initiative von Ortsheimatpfleger Bernhard Droste und unter Mitwirkung der Pfadfindergruppe Heessen errichtet und 2022 restauriert. Es besteht aus einem Holzkreuz, einem Mahnstein und einer Plakette, die die Namen der Besatzung enthält. Es befindet sich direkt an der Absturzstelle am Rande des Waldes. Der Krater ist noch gut im Gelände erkennbar. Eine Bank lädt zum Verweilen und Innehalten ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:lancaster_denkmal_front.jpeg|Frontansicht des Denkmals&lt;br /&gt;
Bild:lancaster_denkmal_back.jpeg|Rückansicht des Denkmals&lt;br /&gt;
Bild:lancaster_denkmal_schild.jpeg|Plakette des Denkmals&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Quellen ==  &lt;br /&gt;
*[https://aviation-safety.net/wikibase/58860?utm_source=chatgpt.com Aviation Safety Network]&lt;br /&gt;
*[https://dambustersblog.com/2022/05/22/aj-c-crash-site-cleaned-up-thanks-to-local-german-history-group/?utm_source=chatgpt.com DambusterBlog]&lt;br /&gt;
*[https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/input_felder/langDatensatz_ebene4.php?urlID=493&amp;amp;url_tabelle=tab_websegmente LWL-Portal Westf. Geschichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2. Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Rückansicht des Denkmals&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Frontansicht des Denkmals zum Flugzeugabsturz&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: Die Seite wurde neu angelegt: „In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 stürzte in Heessen das britische Militärflugzeug Lancaster ED910 AJ-C am nördlichen Rand des Köhlinger Busches, 500 Meter östlich der Münstertraße, ab. Sie war eins von 19 Flugzeugen der No. 617 Squadron (&amp;#039;&amp;#039;Dambusters&amp;#039;&amp;#039;) der Royal Air Force, deren Ziel die Zerstörung wichtiger Staudämme in NRW war.  == Hintergrund ==   Hauptziel der &amp;#039;&amp;#039;Operation Chastise&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;Züchtigung&amp;#039;&amp;#039;) war die Zerstörung de…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 stürzte in [[Heessen]] das britische Militärflugzeug Lancaster ED910 AJ-C am nördlichen Rand des Köhlinger Busches, 500 Meter östlich der Münstertraße, ab. Sie war eins von 19 Flugzeugen der No. 617 Squadron (&#039;&#039;Dambusters&#039;&#039;) der Royal Air Force, deren Ziel die Zerstörung wichtiger Staudämme in NRW war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptziel der &#039;&#039;Operation Chastise&#039;&#039; (engl. &#039;&#039;Züchtigung&#039;&#039;) war die Zerstörung der Möhnetalsperre und Edertalsperre, des weiteren der Sorpetalsperre, Listertalsperre und Ennepetalsperre – mit der Absicht, die Kriegsindustrie im Ruhrgebiet lahmzulegen. Die Talsperren dienten der Wasserversorgung und Stromerzeugung und waren somit Antrieb der Rüstungsproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besagte Lancaster ED910 AJ-C flog den Lister-Staudamm an. Auf dem Weg dorthin wurde sie von einer Flak getroffen und stürzte kurz nach Mitternacht in den Wald bei Heessen. Die Besatzung bestand aus:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Warner Ottley (Pilot)&lt;br /&gt;
* Ronald Marsden (Flugingenieur)&lt;br /&gt;
* Jack Kenneth Barrett (Navigator)&lt;br /&gt;
* Thomas Barr Johnson (Bombenschützen)&lt;br /&gt;
* Jack Guterman (Funker)&lt;br /&gt;
* Harry John Strange (Rückenschütze)&lt;br /&gt;
* Freddie Tees (Heckschütze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 7 Crewmitgliedern starben alle bis auf den letztgenannten Freddie Tees. Er überlebte schwerverletzt und kam als Kriegsgefangener ins Stalag Luft VI Heydekrug, Litauen. Die toten Crewmitglieder wurden zunächst auf dem Ehrenfriedhof Hamm-Süden bestattet und 1947 auf den Kriegsfriedhof Reichswald umgebettet. Sergeant Tees starb 1982, seine Asche wurde nach Deutschland überführt und neben den Gräbern seiner Besatzung beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Denkmal == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahnmal wurde in den 1970er Jahren vom [[Heimatverein_Heessen_e.V.|Heimatverein Heessen]] auf Initiative von Ortsheimatpfleger Bernhard Droste und unter Mitwirkung der Pfadfindergruppe Heessen errichtet und 2022 restauriert. Es besteht aus einem Holzkreuz, einem Mahnstein und einer Plakette, die die Namen der Besatzung enthält. Es befindet sich direkt an der Absturzstelle am Rande des Waldes. Der Krater ist noch gut im Gelände erkennbar. Eine Bank lädt zum Verweilen und Innehalten ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:lancaster_denkmal_front.jpeg|Frontansicht des Denkmals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:lancaster_denkmal_back.jpeg|Rückansicht des Denkmals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:lancaster_denkmal_schild.jpeg|Plakette des Denkmals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://aviation-safety.net/wikibase/58860?utm_source=chatgpt.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://dambustersblog.com/2022/05/22/aj-c-crash-site-cleaned-up-thanks-to-local-german-history-group/?utm_source=chatgpt.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/input_felder/langDatensatz_ebene4.php?urlID=493&amp;amp;url_tabelle=tab_websegmente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2. Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: Plakette des Denkmals&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Plakette des Denkmals&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: Rückansicht des Denkmals&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Rückansicht des Denkmals&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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		<updated>2026-05-01T20:03:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: Frontansicht des Denkmals zum Flugzeugabsturz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Frontansicht des Denkmals zum Flugzeugabsturz&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289566</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-04-23T22:26:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer  [[Urkunde_1426_April_25|Urkunde]] von 1426 auf &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) tauscht mit Herman von Neheim den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof Nienhaus seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof Nienhaus jedoch eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof Nienhaus nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Besitzer sind nicht bekannt. Erst 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt;  taucht ein Name auf: Philipp Buttel zum Nyenhaus. Die Familie (von) Buttel gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Kleve/Mark, bzw Fürst von Brandenburg/Preußen bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1700 heiratet Clara Anna Buttel zum Niederhaus (Wiescherhöfen) den Johann Rüdiger Hammerschmidt. Vermutlich sind sie es, spätestens ihre Kinder, die das Gut Neuenhaus übernehmen, denn schon 1721 nennt sich der Advokat Dr. Hammerschmidt &#039;&#039;zu Neuenhaus&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauregister Rhynern&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere hundert Jahre bleibt das Gut in Familienbesitz, bis 1833 die Erben des Friedrich Hammerschmidts das Gut Neuenhaus versteigern &amp;lt;ref&amp;gt;WA vom 10.04.1833&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neuer und kurzer Besitzer wird Elias Ludwig Beyer, Ende des 19.Jahrhunderts geht das Gut in Besitz der Familie Loeb-Caldenhof über, die es Mitte des 20.Jahrhunderts an Familie Damberg verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von Hamm aus dem Jahre 1799 ist der Hof als adeliges Gut &#039;&#039;Budlen Platz&#039;&#039; eingetragen. Um 1826 tauchen dann die ersten preußischen Kataster- und Landkarten auf. Dort heißt die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039;. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich erwähnt. Er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung „herabgesunken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam erscheint: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war. Dieser vermeintliche Widerspruch Abgabenfreiheit – Steuerlast lässt sich damit erklären, dass der Hof zwar freier Besitz und damit frei von Abgaben in Form von Diensten und Ertragsabgaben war, jedoch die üblichen Steuern an den Landesherren zahlen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; weist darauf hin, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Zudem ist in der Umlegungskarte von 1924 ein &#039;&#039;Mühlenweg&#039;&#039; eingezeichnet, der vom Dorf Westtünnen hinunter zur Ahse führt, direkt zum Flurstück &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039;. Obwohl in keiner Karte eingetragen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dort einmal eine Mühle gestanden hat. In einer öffentlichen Anzeige vom 15.4.1840 heißt es auch, dass Herr Beyer beabsichtige, eine Kornmühle unweit des Gutes Neuenhausen zu bauen. Wann sie tatsächlich gebaut wurde, ist bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
* Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
* Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
* Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Im_P%C3%A4hlen&amp;diff=289565</id>
		<title>Im Pählen</title>
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		<updated>2026-04-23T22:13:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße&lt;br /&gt;
|Name=Im Pählen&lt;br /&gt;
|Straßenschild=Strassenschild_Im_Paehlen.jpg&lt;br /&gt;
|Bild=Im_Paehlen01.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung=Im Pählen vom [[Caldenhofer Weg]] aus&lt;br /&gt;
|Länge=380m&lt;br /&gt;
|PLZ=59069&lt;br /&gt;
|Bezirk=[[Rhynern]]&lt;br /&gt;
|Gemarkung=[[Westtünnen]]&lt;br /&gt;
|Stadtteil=[[Westtünnen]]&lt;br /&gt;
|Siedlung=&lt;br /&gt;
|Strassentyp=Wohnstraße&lt;br /&gt;
|Strassenklasse=&lt;br /&gt;
|existiert-seit=&lt;br /&gt;
|Namensherkunft=benannt nach dem Pählbach, der dort floss und in die Ahse mündete, Wort abgeleitet von &amp;quot;pâl&amp;quot;: Pfahl; im übertragenen Sinn auch &amp;quot;Grenze&amp;quot;, vergl. [[Pählenweg]]&lt;br /&gt;
|Name-vor-KN-1975=Kantstraße&lt;br /&gt;
|Karte={{KartePos|Pos=51.65775,7.86898|Marker=M}}&lt;br /&gt;
|erfasst=08.05.2010&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Pählen&#039;&#039;&#039; ist eine Straße im Bezirk [[Rhynern]]. Sie zweigt als durchlässige Sackgasse vom [[Caldenhofer Weg]] ab. Es besteht eine Fuß-/Radweg-Verbindung zum [[Ahsegrund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkehrszeichen 357-50.png|x100px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkehrszeichen 274.1.png|x100px]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zone 30]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sackgassen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen im Bezirk Rhynern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Westtünnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in der Gemarkung Westtünnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen im Wohnbereich 33]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=P%C3%A4hlenweg&amp;diff=289564</id>
		<title>Pählenweg</title>
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		<updated>2026-04-23T22:13:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße&lt;br /&gt;
|Name=Pählenweg&lt;br /&gt;
|Straßenschild=Strassenschild_Paehlenweg.jpg&lt;br /&gt;
|Bild=Paehlenweg01.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung=Pählenweg Ecke [[Unterer Heideweg]]&lt;br /&gt;
|Länge=780m&lt;br /&gt;
|PLZ=59069&lt;br /&gt;
|Bezirk=[[Rhynern]]&lt;br /&gt;
|Gemarkung=[[Westtünnen]]&lt;br /&gt;
|Stadtteil=[[Westtünnen]]&lt;br /&gt;
|Siedlung=&lt;br /&gt;
|Strassentyp=Wohnstraße&lt;br /&gt;
|Strassenklasse=&lt;br /&gt;
|Namensherkunft= benannt nach dem Pählbach, der dort floss und in die Ahse mündete, Wort abgeleitet von &#039;&#039;pâl&#039;&#039; = Pfahl; im übertragenen Sinn auch &#039;Grenze&#039;&lt;br /&gt;
|existiert-seit=&lt;br /&gt;
|Name-alt=Pählweg (1959)&lt;br /&gt;
|Karte={{KartePos|Pos=51.65721,7.85901|Marker=L}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Pählenweg&#039;&#039;&#039; ist eine Straße im Bezirk [[Rhynern]]. Sie verbindet die Einmündung [[Dambergstraße]]/[[Caldenhofer Weg]] mit dem [[Unterer Heideweg|Unteren Heideweg]]. Zwischen [[Unterer Heideweg|Unterem Heideweg]] und [[Zelterstraße]] besteht eine Durchfahrsperre für Kraftfahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie Pählenweg ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paehlenweg02.jpg|Pählenweg von der [[Dambergstraße]] aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkehrszeichen 274.1.png|x100px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkehrszeichen 357-50.png|x100px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sackgassen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen im Bezirk Rhynern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Westtünnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in der Gemarkung Westtünnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen im Wohnbereich 33]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Schlossm%C3%BChle_Heessen&amp;diff=289500</id>
		<title>Schlossmühle Heessen</title>
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		<updated>2026-04-19T20:43:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikelüberarbeitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bild:Foto021_schlossmuehle.jpg|thumb|right|Süd-Westseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlossmühle von [[Schloss Heessen]] ist das älteste erhaltene Bauwerk im Ensemble der zum Schloss gehörigen Gebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Restaurierung ==&lt;br /&gt;
Seit mehreren Jahren wird über die Erhaltung und Instandsetzung der Schlossmühle nachgedacht. Es existieren Pläne zum Erhalt und Umbau der Schlossmühle, die aber bisher - wegen offenbar fehlender - Finanzmittel durch den Eigentümer nicht umgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kernbauten der Kornmühlen des Schlosses Heessen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Datierungen reichen in das Jahr [[1546]] als Baujahr für die Kornmühle auf der Lippesüdseite und in das Jahr [[1590]] als Baujahr für den nördlichen Mühlenteil zurück. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;ref&amp;gt;Heessen ist möglicherweise schon viel früher Standort einer Mühle gewesen. Ein Hinweis könnte die [[Urkunde 1414 Dezember 12]] sein. Allerdings ist auf Grund der Besitzverhältnisse - Mitbesitzer ist die Familie von Neheim - auch möglich, dass es sich bei der erwähnten Mühle um die Mühle von Werries handelt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mühlen werden urkundlich 1599 und 1601 erstmalig erwähnt. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr [[1609]] ist belegt, dass für die Mühlen eine neue &amp;quot;Brustwehr&amp;quot; angelegt wurde. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 129 &amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr [[1754]] wurden die Mühlen des Schlosses Heessen durch den Fürstbischof zu Münster (neu) konzessioniert. Dabei wurde auch die Errichtung einer Sägemühle, einer Öl- und Walkemühle sowie einer Schiffsmühle &amp;lt;ref&amp;gt; Bermerkung: Die Genehmigung einer Schiffsmühle war einzigartig im ganzen Fürstbistum Münster &amp;lt;/ref&amp;gt; (für Hochwasserzeiten) genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr [[1773]] liegen genauere Angaben zu den 19 Jahre zuvor konzessionierten Mühlen des Schlosses vor. In diesem Jahr wurde die Lippe in einer großen Vermessung von münsteraner Offizieren kartografisch erfasst. In diesem Zusammenhang wurden auch Zeichnungen der Mühlen des Schlosses Heessen angefertigt. Die entsprechenden Dokumente sind im Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, in Münster überliefert. Sie zeigen an zwei Gebäudestandorten insgesamt fünf Mühlenräder. Dem Flussverlauf folgend steht zunächst das Gebäude der Säge- und der Öl- und Walkemühle quer über den Lippefluss und seitlich an einem Abfluss in einen Mühlenkolk. Hier sind zwei Wasserräder einfacher Bauart (sogenannte Strauberräder) eingebracht. Im weiteren Flussverlauf stehen sich zwei Kornmühlengebäude an den beiden Ufern der Lippe eng gegenüber. Das größere Gebäude auf der nördlichen Lippeseite ist mit zwei Wasserrädern (Staberrädern) ausgestattet. Diese Räder sind offensichtlich in einer Hängevorrichtung angebracht, um ihre Einlasshöhe in die Lippe dem Wasserstand des Flusses anpassen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. die Abbildungen 27 und 28 in: Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 97 &amp;lt;/ref&amp;gt;Ob auch das Wasserrad des gegenüberliegenden Gebäudes mit einer Hängevorrichtung ausgestattet ist, ist aus den Zeichnungen nicht zu entnehmen, jedoch ist bekannt, dass dieses feststand. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1813 wurden die Mühlenräder der oberen und der unteren Mühlen von Schloss Heessen erneuert. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Sägemühle im Bereich der oberen Mühle war noch bis zum Jahr [[1850]] in Betrieb.  &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 445 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Presseartikel ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schlossmuehle_WA20140221.jpg|Westfälischer Anzeiger&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rita Kreienfeld: Neue Hoffnung für das älteste Gebäude Hamms. Ortsheimatpflegerin erinnert im Rahmen der Diskussion um den Masterplan &amp;quot;Hamm ans Wasser&amp;quot; an die alte Schlossmühle. &amp;quot;Könnte Investoren locken&amp;quot;. Westfälischer Anzeiger vom 17. Mai 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Theißen: &#039;&#039;Mühlen im Münsterland. Der  Einsatz von Wasser- und Windmühlen im Oberstift Münster vom Ausgang des  Mittelalters bis zur Säkularisation (1803).&#039;&#039; Waxmann, Münster 2001,  ISBN 3-89325-900-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<title>Schlossmühle Heessen</title>
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		<updated>2026-04-19T20:40:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikelüberarbeitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bild:Foto021_schlossmuehle.jpg|thumb|right|Süd-Westseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlossmühle von [[Schloss Heessen]] ist das älteste erhaltene Bauwerk im Ensemble der zum Schloss gehörigen Gebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Restaurierung ==&lt;br /&gt;
Seit mehreren Jahren wird über die Erhaltung und Instandsetzung der Schlossmühle nachgedacht. Es existieren Pläne zum Erhalt und Umbau der Schlossmühle, die aber bisher - wegen offenbar fehlender - Finanzmittel durch den Eigentümer nicht umgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kernbauten der Kornmühlen des Schlosses Heessen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Datierungen reichen in das Jahr [[1546]] als Baujahr für die Kornmühle auf der Lippesüdseite und in das Jahr [[1590]] als Baujahr für den nördlichen Mühlenteil zurück. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;ref&amp;gt;Heessen ist möglicherweise schon viel früher Standort einer Mühle gewesen. Ein Hinweis könnte die [[Urkunde 1414 Dezember 12]] sein. Allerdings ist auf Grund der Besitzverhältnisses - Mitbesitzer ist die Familie von Neheim - auch möglich, dass es sich bei der erwähnten Mühle um die Mühle von Werries handelt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mühlen werden urkundlich 1599 und 1601 erstmalig erwähnt. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr [[1609]] ist belegt, dass für die Mühlen eine neue &amp;quot;Brustwehr&amp;quot; angelegt wurde. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 129 &amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr [[1754]] wurden die Mühlen des Schlosses Heessen durch den Fürstbischof zu Münster (neu) konzessioniert. Dabei wurde auch die Errichtung eine Sägemühle, eine Öl- und Walkemühle sowie einer Schiffsmühle &amp;lt;ref&amp;gt; Bermerkung: Die Genehmigung einer Schiffsmühle war einzigartig im ganzen Fürstbistum Münster &amp;lt;/ref&amp;gt; (für Hochwasserzeiten) genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr [[1773]] liegen genauere Angaben zu den 19 Jahre zuvor konzessionierten Mühlen des Schlosses vor. In diesem Jahr wurde die Lippe in einer großen Vermessung von münsteraner Offizieren kartografisch erfasst. In diesem zusammenhang wurden auch Zeichnungen der Mühlen des Schlosses Heessen angefertigt. Die entsprechenden Dokumente sind im Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, in Münster überliefert. Sie zeigen an zwei Gebäudestandorten insgesamt fünf Mühlenräder. Dem Flussverlauf folgende steht nächst das Gebäude der Säge- und der Öl- und Walkemühle quer über den Lippefluss und seitlich an einem Abfluss in einen Mühlenkolk. Hier sind zwei Wasserräder einfacher Bauart (sogenannte Strauberräder) eingebracht. Im weiteren Flussverlauf stehen sich zwei Kornmühlengebäude an den beiden Ufern der Lippe eng gegenüber. Das größere Gebäude auf der nördlichen Lippeseite ist mit zwei Wasserrädern (Staberrädern) ausgestattet. Diese Räder sind offensichtlich in einer Hängevorrichtung angebracht, um ihre Einlasshöhe in die Lippe dem Wasserstand des Flusses anpassen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. die Abbildungen 27 und 28 in: Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 97 &amp;lt;/ref&amp;gt;Ob auch das Wasserrad des gegenüberliegenden Gebäudes mit einer Hängevorrichtung ausgestattet ist, ist aus den Zeichnungen nicht zu entnehmen, jedoch ist bekannt, dass dieses feststand. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1813 wurden die Mühlenräder der oberen und der unteren Mühlen von Schloss Heessen erneuert. &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Sägemühle im Bereich der oberen Mühle war noch bis zum Jahr [[1850]] in Betrieb.  &amp;lt;ref&amp;gt; Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 445 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Presseartikel ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schlossmuehle_WA20140221.jpg|Westfälischer Anzeiger&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rita Kreienfeld: Neue Hoffnung für das älteste Gebäude Hamms. Ortsheimatpflegerin erinnert im Rahmen der Diskussion um den Masterplan &amp;quot;Hamm ans Wasser&amp;quot; an die alte Schlossmühle. &amp;quot;Könnte Investoren locken&amp;quot;. Westfälischer Anzeiger vom 17. Mai 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Theißen: &#039;&#039;Mühlen im Münsterland. Der  Einsatz von Wasser- und Windmühlen im Oberstift Münster vom Ausgang des  Mittelalters bis zur Säkularisation (1803).&#039;&#039; Waxmann, Münster 2001,  ISBN 3-89325-900-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Deichm%C3%BChle&amp;diff=289498</id>
		<title>Deichmühle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=Deichm%C3%BChle&amp;diff=289498"/>
		<updated>2026-04-19T20:38:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße&lt;br /&gt;
|Name=Deichmühle&lt;br /&gt;
|Straßenschild=Strassenschild_Deichmuehle.jpg&lt;br /&gt;
|Bild=Deichmuehle01.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung=Deichmühle von der [[Albert-Funk-Straße]] aus&lt;br /&gt;
|Länge=60 m&lt;br /&gt;
|PLZ=59077&lt;br /&gt;
|Bezirk=[[Herringen]]&lt;br /&gt;
|Gemarkung=[[Herringen]]&lt;br /&gt;
|Stadtteil=[[Herringen]]&lt;br /&gt;
|Strassentyp=Wohnstraße&lt;br /&gt;
|Strassenklasse=&lt;br /&gt;
|existiert-seit=&lt;br /&gt;
|Namensherkunft=siehe Kapitel &#039;&#039;Namensherkunft&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Karte={{KartePos|Pos=51.66581,7.75261|Marker=M}}&lt;br /&gt;
|erfasst=01.05.2010&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Deichmühle&#039;&#039;&#039; ist eine Straße im Bezirk [[Herringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verbindet die [[Albert-Funk-Straße]] mit der [[Ludwig-Isenbeck-Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Bis vor mehr als 200 Jahren floss der [[Herringer Bach]] in der Nähe des alten Zechenhafens in die [[Lippe]]. Er trieb vor seiner Mündung in die Lippe eine Mühle, die &#039;&#039;Diekmöhle&#039;&#039; oder &#039;&#039;Deichmühle&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herren von Torck in Nordherringen verlegten die Mündung des Herringer Baches etwa einen Kilometer weiter nach Westen, sodass der Bach in der Nähe der [[Haus Nordherringen|Torcksburg]] in die Lippe mündete. An die Mündung bauten sie die Schlossmühle oder [[Torcksmühle]], die bis [[1847]] in Betrieb war und dann zusammen mit der Torcksburg auf Abbruch verkauft wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;nach Günter Pieper (Heimatverein Herringen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkehrszeichen 325.1.png|x100px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielstraßen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen im Bezirk Herringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Herringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in der Gemarkung Herringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen im Wohnbereich 51]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=M%C3%BChlen&amp;diff=289497</id>
		<title>Mühlen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hammwiki.info/index.php?title=M%C3%BChlen&amp;diff=289497"/>
		<updated>2026-04-19T20:36:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikelüberarbeitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mühlen&#039;&#039;&#039; waren für die alte Stadt Hamm und die umliegenden Gemeinden, die heute zusammen mit der alten Kernstadt die Großstadt Hamm bilden, ein bedeutender ökonomischer Faktor. Insbesondere als Kornmühlen stellten sie die Grundversorgung der Bevölkerung mit Mehl sicher. Dabei war der Standort an den Flüssen [[Lippe]] und [[Ahse]] von besonderer Bedeutung. So verzeichnet die Brandkarte von Nicolaus Stell, die nach dem Stadtbrand vom [[11. September]] [[1734]] angelegt wurde, sieben Mühlen in der Stadt Hamm, davon vier mit Standort an der [[Lippe]] und drei mit Standort an der [[Ahse]]. Es handelt sich damit ausschließlich um Wassermühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung von Hamm (heutige Stadtbezirke) waren insbesondere die Wassermühlen an der Lippe von Bedeutung. Folgende Mühlen sind bekannt:&lt;br /&gt;
* Die Mühle bei [[Haus Stockum]]&lt;br /&gt;
* Die [[Schlossmühle Heessen|Schlossmühle]] von [[Schloss Heessen]]&lt;br /&gt;
* Die [[Lippemühle in Werries|Mühle]] zu [[Schloss Oberwerries]]&lt;br /&gt;
* Die [[Lippemühle in Uentrop|Mühle]] von [[Haus Uentrop]]&lt;br /&gt;
* Die [[Mühle von Haus Heidemühle|Mühle]] von [[Haus Heidemühle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommen Mühlen an anderen Fließgewässern, z.B.:&lt;br /&gt;
* Die [[Deichmühle]] des Isenbecker Hofes in Herringen&lt;br /&gt;
* Die Torcksmühle bei [[Haus Nordherringen]] (vgl. Specialcharte von dem Amte Hamm, 1799)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es im Oberstift Münster noch Mühlen an der [[Geinegge]] bei [[Haus Geinegge]], die [[Klostermühle Bockum-Hövel|Klostermühle]] (Windmühle) und eine Wassermühle bei [[Haus Ermelinghof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Mühlen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:85%; width:825px&amp;quot;&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:3%&amp;quot; | Nr.&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:10%&amp;quot; | Stadtbezirk&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;width:16%&amp;quot; | Lage (Straße, Nr.) &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:10%&amp;quot; | Typ&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:12%&amp;quot; | Bauzeit&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; | Informationen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Hammer Straße 72 h+j|Handelsmühle Hammer Straße]] || [[Hammer Straße]] 72 h+j || Windmühle || __. Jahrhundert || Denkmalliste No.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Klostermühle  Bockum-Hövel]] || [[Klostermühlenweg]] 40 || Windmühle || 19.  Jahrhundert || Denkmalliste No. 205 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Ringelkamp-Mühle]] ||  || Windmühle || __.  Jahrhundert || abgebrochen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || Wassermühle [[Haus Ermelinghoff]] ||  || Wassermühle || __.  Jahrhundert || abgebrochen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || [[Heessen|Hamm-Heessen]] || [[Schlossmühle Heessen]] || [[An der Schloßmühle]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || Denkmalliste No.   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Klostermühle Pohl]] || [[Nordenwall]]/[[Brüderstraße]] || Wassermühle || 19. Jahrhundert - 1880 ||  Denkmalliste No.     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Koch]] || [[Nordstraße]] 19 || Wassermühle || 19. Jahrhundert - 1861 || Denkmalliste No. 139    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Nüssing]] || [[]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen -      &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Pohl]] || [[Nordstraße]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen - nicht zu verwechseln mit [[Klostermühle Pohl]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Uhlendorff]] || [[]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Dohmwirth]] || [[An der Bewer]] 2 || Wassermühle || 19. Jahrhundert - ab 1813 || Denkmalliste No. 106    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Renninghoff]] oder&amp;lt;br&amp;gt;[[Mühle Schumacher]] || [[An der Windmühle]] || Windmühle || __. Jahrhundert || abgebrochen -     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Sterthoff]] || [[In der Kuhweide]] || Wassermühle || 19. Jahrhundert || umgebaut - liegt am [[Bewerbach]]    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Rüter]] || [[In Süddinker]] || Windmühle || __. Jahrhundert || vgl. [[In Süddinker 44]]     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15 || [[Uentrop|Hamm-Uentrop]] || [[Lippemühle in Uentrop]] || [[Zollstraße]] || Wassermühle || 16. Jahrhundert&amp;lt;br&amp;gt;1537 erstmals belegt || Baurelikte vorhanden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16 || [[Uentrop|Hamm-Uentrop]] || Mühle || [[Mühlenstraße]] 53 || Windmühle || __. Jahrhundert || Gebäude vorhanden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17 || [[Herringen|Hamm-Herringen]] || Torcksmühle || - || Wassermühle || 18./19. Jahrhundert ||1847 abgerissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18 || [[Herringen|Hamm-Herringen]] || [[Deichmühle]] || - || Wassermühle || unbekannt || keine Gebäude vorhanden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- http://www.wa.de/lokales/hamm/bockum-hoevel/bockum-hoeveler-blickfang-muehle-ringelkamp-1170177.html --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Blickfang_RH020.jpg|[[Blickfang]] Mühle Rüter, Süddinker&lt;br /&gt;
Datei:Blickfang BH057.jpg|[[Blickfang]] Wassermühle Ermelinghoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mühlenbesitzer ==&lt;br /&gt;
Das Adressbuch der Stadt Hamm des Jahres 1886 weist als Mühlenbesitzer folgende Personen bzw. Firmen aus:&lt;br /&gt;
* Redicker u. Comp., [[Nordstraße]] 25 und 27&lt;br /&gt;
* Louis Wilhelm Uhlendorff, [[Bahnhofstraße]] 1 und 2&lt;br /&gt;
* Brökelmann u. Comp. (Rübölfabrikation), Bahnhofstraße 4&lt;br /&gt;
* Mühlenpächter Heinrich Nüßing, [[Louisenstraße]] 1&lt;br /&gt;
* Meese und Gebr. Vogel (Rübölfabrikation)&lt;br /&gt;
* Mühle Theodor Schröer, heute [[Von-Thünen-Straße]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Theißen: &#039;&#039;Mühlen im Münsterland. Der Einsatz von Wasser- und Windmühlen im Oberstift Münster vom Ausgang des Mittelalters bis zur Säkularisation (1803).&#039;&#039; Waxmann, Münster 2001, ISBN 3-89325-900-7&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wasser auf die Mühlen&amp;quot;, in: Dr. [[Maria Perrefort]], Stefanie Maeck, Simon Kottmann, [[Der Wirtschaftsstandort Hamm]], Hamm 2011, Seite 82 bis 101&lt;br /&gt;
* Kleiner Bach als Trennlinie. Bewer trennt Industrie und Landwirtschaft. Vor 200 Jahren wurde Mühle erbaut. Westfälischer Anzeiger vom 25. April 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<title>Mühlen</title>
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		<updated>2026-04-19T20:35:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Liste der Mühlen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikelüberarbeitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mühlen&#039;&#039;&#039; waren für die alte Stadt Hamm und die umliegenden Gemeinden, die heute zusammen mit der alten Kernstadt die Großstadt Hamm bilden, ein bedeutender ökonomischer Faktor. Insbesondere als Kornmühlen stellten sie die Grundversorgung der Bevölkerung mit Mehl sicher. Dabei war der Standort an den Flüssen [[Lippe]] und [[Ahse]] von besonderer Bedeutung. So verzeichnet die Brandkarte von Nicolaus Stell, die nach dem Stadtbrand vom [[11. September]] [[1734]] angelegt wurde, sieben Mühlen in der Stadt Hamm, davon vier mit Standort an der [[Lippe]] und drei mit Standort an der [[Ahse]]. Es handelt sich damit ausschließlich um Wassermühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung von Hamm (heutige Stadtbezirke) waren insbesondere die Wassermühlen an der Lippe von Bedeutung. Folgende Mühlen sind bekannt:&lt;br /&gt;
* Die Mühle bei [[Haus Stockum]]&lt;br /&gt;
* Die [[Schlossmühle Heessen|Schlossmühle]] von [[Schloss Heessen]]&lt;br /&gt;
* Die [[Lippemühle in Werries|Mühle]] zu [[Schloss Oberwerries]]&lt;br /&gt;
* Die [[Lippemühle in Uentrop|Mühle]] von [[Haus Uentrop]]&lt;br /&gt;
* Die [[Mühle von Haus Heidemühle|Mühle]] von [[Haus Heidemühle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommen Mühlen an anderen Fließgewässern, z.B.:&lt;br /&gt;
* Die [[Teichmühle]] des Isenbecker Hofes in Herringen&lt;br /&gt;
* Die Torksmühle bei [[Haus Nordherringen]] (vgl. Specialcharte von dem Amte Hamm, 1799)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es im Oberstift Münster noch Mühlen an der [[Geinegge]] bei [[Haus Geinegge]], die [[Klostermühle Bockum-Hövel|Klostermühle]] (Windmühle) und eine Wassermühle bei [[Haus Ermelinghof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Mühlen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:85%; width:825px&amp;quot;&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:3%&amp;quot; | Nr.&lt;br /&gt;
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! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; | Informationen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Hammer Straße 72 h+j|Handelsmühle Hammer Straße]] || [[Hammer Straße]] 72 h+j || Windmühle || __. Jahrhundert || Denkmalliste No.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Klostermühle  Bockum-Hövel]] || [[Klostermühlenweg]] 40 || Windmühle || 19.  Jahrhundert || Denkmalliste No. 205 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Ringelkamp-Mühle]] ||  || Windmühle || __.  Jahrhundert || abgebrochen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || Wassermühle [[Haus Ermelinghoff]] ||  || Wassermühle || __.  Jahrhundert || abgebrochen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || [[Heessen|Hamm-Heessen]] || [[Schlossmühle Heessen]] || [[An der Schloßmühle]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || Denkmalliste No.   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Klostermühle Pohl]] || [[Nordenwall]]/[[Brüderstraße]] || Wassermühle || 19. Jahrhundert - 1880 ||  Denkmalliste No.     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Koch]] || [[Nordstraße]] 19 || Wassermühle || 19. Jahrhundert - 1861 || Denkmalliste No. 139    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Nüssing]] || [[]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen -      &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Pohl]] || [[Nordstraße]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen - nicht zu verwechseln mit [[Klostermühle Pohl]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Uhlendorff]] || [[]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Dohmwirth]] || [[An der Bewer]] 2 || Wassermühle || 19. Jahrhundert - ab 1813 || Denkmalliste No. 106    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Renninghoff]] oder&amp;lt;br&amp;gt;[[Mühle Schumacher]] || [[An der Windmühle]] || Windmühle || __. Jahrhundert || abgebrochen -     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Sterthoff]] || [[In der Kuhweide]] || Wassermühle || 19. Jahrhundert || umgebaut - liegt am [[Bewerbach]]    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Rüter]] || [[In Süddinker]] || Windmühle || __. Jahrhundert || vgl. [[In Süddinker 44]]     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15 || [[Uentrop|Hamm-Uentrop]] || [[Lippemühle in Uentrop]] || [[Zollstraße]] || Wassermühle || 16. Jahrhundert&amp;lt;br&amp;gt;1537 erstmals belegt || Baurelikte vorhanden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16 || [[Uentrop|Hamm-Uentrop]] || Mühle || [[Mühlenstraße]] 53 || Windmühle || __. Jahrhundert || Gebäude vorhanden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17 || [[Herringen|Hamm-Herringen]] || Torcksmühle || - || Wassermühle || 18./19. Jahrhundert ||1847 abgerissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18 || [[Herringen|Hamm-Herringen]] || [[Deichmühle]] || - || Wassermühle || unbekannt || keine Gebäude vorhanden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- http://www.wa.de/lokales/hamm/bockum-hoevel/bockum-hoeveler-blickfang-muehle-ringelkamp-1170177.html --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Blickfang_RH020.jpg|[[Blickfang]] Mühle Rüter, Süddinker&lt;br /&gt;
Datei:Blickfang BH057.jpg|[[Blickfang]] Wassermühle Ermelinghoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mühlenbesitzer ==&lt;br /&gt;
Das Adressbuch der Stadt Hamm des Jahres 1886 weist als Mühlenbesitzer folgende Personen bzw. Firmen aus:&lt;br /&gt;
* Redicker u. Comp., [[Nordstraße]] 25 und 27&lt;br /&gt;
* Louis Wilhelm Uhlendorff, [[Bahnhofstraße]] 1 und 2&lt;br /&gt;
* Brökelmann u. Comp. (Rübölfabrikation), Bahnhofstraße 4&lt;br /&gt;
* Mühlenpächter Heinrich Nüßing, [[Louisenstraße]] 1&lt;br /&gt;
* Meese und Gebr. Vogel (Rübölfabrikation)&lt;br /&gt;
* Mühle Theodor Schröer, heute [[Von-Thünen-Straße]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Theißen: &#039;&#039;Mühlen im Münsterland. Der Einsatz von Wasser- und Windmühlen im Oberstift Münster vom Ausgang des Mittelalters bis zur Säkularisation (1803).&#039;&#039; Waxmann, Münster 2001, ISBN 3-89325-900-7&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wasser auf die Mühlen&amp;quot;, in: Dr. [[Maria Perrefort]], Stefanie Maeck, Simon Kottmann, [[Der Wirtschaftsstandort Hamm]], Hamm 2011, Seite 82 bis 101&lt;br /&gt;
* Kleiner Bach als Trennlinie. Bewer trennt Industrie und Landwirtschaft. Vor 200 Jahren wurde Mühle erbaut. Westfälischer Anzeiger vom 25. April 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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		<title>Mühlen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikelüberarbeitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mühlen&#039;&#039;&#039; waren für die alte Stadt Hamm und die umliegenden Gemeinden, die heute zusammen mit der alten Kernstadt die Großstadt Hamm bilden, ein bedeutender ökonomischer Faktor. Insbesondere als Kornmühlen stellten sie die Grundversorgung der Bevölkerung mit Mehl sicher. Dabei war der Standort an den Flüssen [[Lippe]] und [[Ahse]] von besonderer Bedeutung. So verzeichnet die Brandkarte von Nicolaus Stell, die nach dem Stadtbrand vom [[11. September]] [[1734]] angelegt wurde, sieben Mühlen in der Stadt Hamm, davon vier mit Standort an der [[Lippe]] und drei mit Standort an der [[Ahse]]. Es handelt sich damit ausschließlich um Wassermühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung von Hamm (heutige Stadtbezirke) waren insbesondere die Wassermühlen an der Lippe von Bedeutung. Folgende Mühlen sind bekannt:&lt;br /&gt;
* Die Mühle bei [[Haus Stockum]]&lt;br /&gt;
* Die [[Schlossmühle Heessen|Schlossmühle]] von [[Schloss Heessen]]&lt;br /&gt;
* Die [[Lippemühle in Werries|Mühle]] zu [[Schloss Oberwerries]]&lt;br /&gt;
* Die [[Lippemühle in Uentrop|Mühle]] von [[Haus Uentrop]]&lt;br /&gt;
* Die [[Mühle von Haus Heidemühle|Mühle]] von [[Haus Heidemühle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommen Mühlen an anderen Fließgewässern, z.B.:&lt;br /&gt;
* Die [[Teichmühle]] des Isenbecker Hofes in Herringen&lt;br /&gt;
* Die Torksmühle bei [[Haus Nordherringen]] (vgl. Specialcharte von dem Amte Hamm, 1799)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es im Oberstift Münster noch Mühlen an der [[Geinegge]] bei [[Haus Geinegge]], die [[Klostermühle Bockum-Hövel|Klostermühle]] (Windmühle) und eine Wassermühle bei [[Haus Ermelinghof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Mühlen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:85%; width:825px&amp;quot;&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:3%&amp;quot; | Nr.&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;width:16%&amp;quot; | Lage (Straße, Nr.) &lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;width:12%&amp;quot; | Bauzeit&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; | Informationen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Hammer Straße 72 h+j|Handelsmühle Hammer Straße]] || [[Hammer Straße]] 72 h+j || Windmühle || __. Jahrhundert || Denkmalliste No.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Klostermühle  Bockum-Hövel]] || [[Klostermühlenweg]] 40 || Windmühle || 19.  Jahrhundert || Denkmalliste No. 205 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || [[Ringelkamp-Mühle]] ||  || Windmühle || __.  Jahrhundert || abgebrochen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || [[Bockum-Hövel|Hamm-&amp;lt;br&amp;gt;Bockum-Hövel]] || Wassermühle [[Haus Ermelinghoff]] ||  || Wassermühle || __.  Jahrhundert || abgebrochen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || [[Heessen|Hamm-Heessen]] || [[Schlossmühle Heessen]] || [[An der Schloßmühle]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || Denkmalliste No.   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Klostermühle Pohl]] || [[Nordenwall]]/[[Brüderstraße]] || Wassermühle || 19. Jahrhundert - 1880 ||  Denkmalliste No.     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Koch]] || [[Nordstraße]] 19 || Wassermühle || 19. Jahrhundert - 1861 || Denkmalliste No. 139    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Nüssing]] || [[]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen -      &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Pohl]] || [[Nordstraße]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen - nicht zu verwechseln mit [[Klostermühle Pohl]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || [[Mitte|Hamm-Mitte]] || [[Mühle Uhlendorff]] || [[]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || abgebrochen - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Dohmwirth]] || [[An der Bewer]] 2 || Wassermühle || 19. Jahrhundert - ab 1813 || Denkmalliste No. 106    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Renninghoff]] oder&amp;lt;br&amp;gt;[[Mühle Schumacher]] || [[An der Windmühle]] || Windmühle || __. Jahrhundert || abgebrochen -     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Sterthoff]] || [[In der Kuhweide]] || Wassermühle || __. Jahrhundert || umgebaut - liegt am [[Bewerbach]]    &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14 || [[Rhynern|Hamm-Rhynern]] || [[Mühle Rüter]] || [[In Süddinker]] || Windmühle || __. Jahrhundert || vgl. [[In Süddinker 44]]     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15 || [[Uentrop|Hamm-Uentrop]] || [[Lippemühle in Uentrop]] || [[Zollstraße]] || Wassermühle || 16. Jahrhundert&amp;lt;br&amp;gt;1537 erstmals belegt || Baurelikte vorhanden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16 || [[Uentrop|Hamm-Uentrop]] || Mühle || [[Mühlenstraße]] 53 || Windmühle || __. Jahrhundert || Gebäude vorhanden &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- http://www.wa.de/lokales/hamm/bockum-hoevel/bockum-hoeveler-blickfang-muehle-ringelkamp-1170177.html --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Blickfang_RH020.jpg|[[Blickfang]] Mühle Rüter, Süddinker&lt;br /&gt;
Datei:Blickfang BH057.jpg|[[Blickfang]] Wassermühle Ermelinghoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mühlenbesitzer ==&lt;br /&gt;
Das Adressbuch der Stadt Hamm des Jahres 1886 weist als Mühlenbesitzer folgende Personen bzw. Firmen aus:&lt;br /&gt;
* Redicker u. Comp., [[Nordstraße]] 25 und 27&lt;br /&gt;
* Louis Wilhelm Uhlendorff, [[Bahnhofstraße]] 1 und 2&lt;br /&gt;
* Brökelmann u. Comp. (Rübölfabrikation), Bahnhofstraße 4&lt;br /&gt;
* Mühlenpächter Heinrich Nüßing, [[Louisenstraße]] 1&lt;br /&gt;
* Meese und Gebr. Vogel (Rübölfabrikation)&lt;br /&gt;
* Mühle Theodor Schröer, heute [[Von-Thünen-Straße]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Theißen: &#039;&#039;Mühlen im Münsterland. Der Einsatz von Wasser- und Windmühlen im Oberstift Münster vom Ausgang des Mittelalters bis zur Säkularisation (1803).&#039;&#039; Waxmann, Münster 2001, ISBN 3-89325-900-7&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wasser auf die Mühlen&amp;quot;, in: Dr. [[Maria Perrefort]], Stefanie Maeck, Simon Kottmann, [[Der Wirtschaftsstandort Hamm]], Hamm 2011, Seite 82 bis 101&lt;br /&gt;
* Kleiner Bach als Trennlinie. Bewer trennt Industrie und Landwirtschaft. Vor 200 Jahren wurde Mühle erbaut. Westfälischer Anzeiger vom 25. April 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289462</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-04-18T13:45:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer  [[Urkunde_1426_April_25|Urkunde]] von 1426 auf &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) tauscht mit Herman von Neheim den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof Nienhaus seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof Nienhaus jedoch eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof Nienhaus nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Besitzer sind nicht bekannt. Erst 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt;  taucht erstmals ein Name auf: Philipp Buttel zum Nyenhaus. Die Familie (von) Buttel gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Cleve und von der Mark bestätigen. Vermutlich steckt er zu jener Zeit bereits in finanziellen Schwierigkeiten, 1661 verliert er nämlich wegen rückständiger Zahlungen einen Hof in Hemmerde &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_16c44a97-4a5f-47b5-8acb-8e881f5ab1cd&amp;lt;/ref&amp;gt; . Und noch 1713 tauchen Gerichtsakten auf, die einen Rechtsstreit seiner Nachkommen mit anderen Teilen der Familie beinhalten &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ee18c310-8e5b-4a6b-99b7-e6fc55160770&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gegenstand des Streites: Zahlungen aus einem Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam ist: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 18.Jahrhunderts geht der Hof in den Besitz der Familie Hammerschmidt über &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hammwiki.info/wiki/Peter_Hammerschmidt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese behält ihn bis mindestens 1825 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hammwiki.info/wiki/Friedrich_Hammerschmidt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus jener Zeit stammen auch die ersten preußischen Land- und Katasterkarten, die die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, als &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039; kennzeichnen. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich erwähnt. Er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung oder Merkmale geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; weist darauf hin, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Es kann also mit großer Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass dort einmal eine Mühle gestanden hat. Urkundliche Erwähnung findet sie nirgends, auch taucht sie nicht auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von 1799 auf. Aber Flurnamen haben ein langes Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Ahse sich für den Mühlenbetrieb eignet, beweisen mehrere Mühlen flussaufwärts, wie die Schwannemühle in Dinker und weitere im Raum Soest. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie zum Gut Neuenhausen gehört haben, da zum einen kein anderer Hof in der Nähe lag und zum anderen in der Urkunde von 1426/1648 nicht nur Weide- und Waldrechte, sondern auch Wasserrechte eingeräumt wurden. Das ist Grundlage für den Betrieb einer Mühle. Eine &#039;&#039;Mahlgerechtigkeit&#039;&#039;, also die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer Mühle, wird zwar nicht explizit erwähnt, ist aber naheliegend. Die Mühle selbst wird klein und für den eigenen Bedarf gewesen sein, ähnlich der Mühle des [[Haus_Nordherringen|Hauses Nordherringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sie verschwand, kann verschiedene Gründe haben: der hohe Instandsetzungsaufwand lohnte nicht mehr oder, was wahrscheinlicher ist: es war finanziell nicht mehr aufzubringen. Eventuell wurde aber auch das Wasserrecht seitens des Landesherren zurückgenommen. Das passt insofern ins Bild, als dass das Gut auch seine Abgabenfreiheit wiederholt verlor, somit vermutlich auch die sonstigen Privilegien. Die Mühle verschwand also irgendwann im 16. oder 17.Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Herrenhäuser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.hammwiki.info/index.php?title=Gut_Neuenhaus&amp;diff=289461</id>
		<title>Gut Neuenhaus</title>
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		<updated>2026-04-18T13:39:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortwanderer: /* Die Mühle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Gut Neuenhaus war ein freier Adelssitz an der [[Ahse]] in Westtünnen. Ende des 19.Jahrhunderts verschwand das Herrenhaus, übrig blieben die Wirtschaftsgebäude, aus denen der [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhof Damberg]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hof Neuenhaus taucht erstmals in einer  [[Urkunde_1426_April_25|Urkunde]] von 1426 auf &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ba57af56-8f87-42b3-bcd8-df7b63dfda72&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gerhard von Kleve und von der Mark (Bruder des Grafen Adolf von Kleve und von der Mark) tauscht mit Herman von Neheim den Hof &#039;&#039;Nienhaus&#039;&#039; mit einem &#039;&#039;Hof zu Norddinker&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Hövelinghaus&#039;&#039;. Aus der Urkunde geht hervor, dass der Hof Nienhaus seit alters her ein Hofgut des (Schulten)Hofes Rhynern war und diesem mit Renten, Zinsen, Abgaben und Pachten und den üblichen Hand- und Spanndiensten verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Tausches erfährt der Hof Nienhaus jedoch eine Aufwertung, er wird allodifiziert, d.h. von allen Pflichten der Hofgemeinschaft in Rhynern freigestellt. Während die ehemaligen Abgabenpflichten mit dem Tausch an den Hof zu Norddinker übergehen, gilt der Hof Nienhaus nun als freies Gut, ist also frei von jeglichen Abgaben (ausgenommen dem Kirchenzehnten) und besitzt Rechte an Holz, Wald, Torf und Zweigen, Wasser und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Besitzer sind nicht bekannt. Erst 1642 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.westfaelische-geschichte.de/que87811&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1647 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ade80cc9-ad06-466f-a874-c75c6c4c116c&amp;lt;/ref&amp;gt;  taucht erstmals ein Name auf: Philipp Buttel zum Nyenhaus. Die Familie (von) Buttel gehörte zu Hamms Oberschicht, aus ihr stammen die Bürgermeister Werner Buttel und Herman Buttel, sowie Unnas Bürgermeister Evert Buttel. Sie besitzen mehrere Güter, u.a. das Haus Niederhaus in Wiescherhöfen &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_c9e633e4-be6c-4c88-8921-b0a8cf6b3d81&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648 lässt Philipp Buttel die Tauschurkunde, die die Abgabenfreiheit des Gutes bescheinigt, vom Grafen von Cleve und von der Mark bestätigen. Vermutlich steckt er zu jener Zeit bereits in finanziellen Schwierigkeiten, 1661 verliert er nämlich wegen rückständiger Zahlungen einen Hof in Hemmerde &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_16c44a97-4a5f-47b5-8acb-8e881f5ab1cd&amp;lt;/ref&amp;gt; . Und noch 1713 tauchen Gerichtsakten auf, die einen Rechtsstreit seiner Nachkommen mit anderen Teilen der Familie beinhalten &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_ee18c310-8e5b-4a6b-99b7-e6fc55160770&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gegenstand des Streites: Zahlungen aus einem Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was seltsam ist: Trotz der verbrieften Abgabenfreiheit taucht der Hof 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf und muss mit 6 Gulden den Steuerhöchstsatz zahlen. Auch 1705 taucht der Hof trotz Bestätigung der Abgabenfreiheit im Güterverzeichnis der Grafschaft Mark auf, und wird mit 136 Reichstalern sehr hoch bewertet. Der Wert ist der höchste in Westtünnen, was zeigt, dass es der größte Hof zu jener Zeit war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 18.Jahrhunderts geht der Hof in den Besitz der Familie Hammerschmidt über &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hammwiki.info/wiki/Peter_Hammerschmidt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese behält ihn bis mindestens 1825 &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hammwiki.info/wiki/Friedrich_Hammerschmidt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus jener Zeit stammen auch die ersten preußischen Land- und Katasterkarten, die die Hofstelle, die an beiden Seiten der Ahse liegt, als &#039;&#039;Neuenhausen&#039;&#039; und &#039;&#039;Hammerschmidts Platz&#039;&#039; kennzeichnen. Auf einer topographischen Karte von 1897 sind die Gebäude auf der rechten Ahseseite verschwunden. Nur noch die Wirtschaftsgebäude auf der linken Seite stehen noch. Auf dem Meßtischblatt von 1927 wird der Hof nicht mehr namentlich erwähnt. Er ist zu einem gewöhnlichen Bauernhof ohne besondere Stellung oder Merkmale geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Neuenhaus&#039;&#039; weist darauf hin, dass es einen älteren Hof an jener Stelle an der Ahse gab, da Höfe in der Regel nach Landschaftsmerkmalen oder besonderen Umständen benannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen [[Bioland-Hof_Damberg|Biolandhofs Damberg]] befinden sich die Flurstücke &#039;&#039;Mühlenmersch&#039;&#039; (rechte Uferseite) und &#039;&#039;Mühlenbreite&#039;&#039; (linke Uferseite). Es kann also mit großer Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass dort einmal eine Mühle gestanden hat. Urkundliche Erwähnung findet sie nirgends, auch taucht sie nicht auf der &#039;&#039;Special Charte&#039;&#039; von 1799 auf. Aber Flurnamen haben ein langes Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Ahse sich für den Mühlenbetrieb eignet, beweisen mehrere Mühlen flussaufwärts, wie die Schwannemühle in Dinker und weitere im Raum Soest. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie zum Gut Neuenhausen gehört haben, da zum einen kein anderer Hof in der Nähe lag und zum anderen in der Urkunde von 1426/1648 nicht nur Weide- und Waldrechte, sondern auch Wasserrechte eingeräumt wurden. Das ist Grundlage für den Betrieb einer Mühle. Eine &#039;&#039;Mahlgerechtigkeit&#039;&#039;, also die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer Mühle, wird zwar nicht explizit erwähnt, ist aber naheliegend. Die Mühle selbst wird klein und für den eigenen Bedarf gewesen sein, ähnlich der Mühle des [[Haus_Nordherringen|Hauses Nordherringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sie verschwand, kann verschiedene Gründe haben: der hohe Instandsetzungsaufwand lohnte nicht mehr oder, was wahrscheinlicher ist: es war finanziell nicht mehr aufzubringen. Eventuell wurde aber auch das Wasserrecht seitens des Landesherren zurückgenommen. Das passt insofern ins Bild, als dass das Gut auch seine Abgabenfreiheit wiederholt verlor, somit vermutlich auch die sonstigen Privilegien. Die Mühle verschwand also irgendwann im 16. oder 17.Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Timm (Herausg.): Kataster der kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark, 1705. Münster 1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Timm (Bearb.): Schatzbuch der Grafschaft Mark, 1486. Unna 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katasteramt Hamm: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesarchiv NRW: diverse Karten von Westtünnen aus unterschiedlichen Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesarchiv NRW: diverse Urkunden aus verschiedenen Jahrhunderten, vgl. Verweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wortwanderer</name></author>
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