Lippewiesen

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Die Lippewiesen nennt man das Gebiet nördlich der Lippe. Im Norden begrenzt durch die B61 - Dolberger Straße bzw. Heessener Straße. Der Flugplatz Hamm, das Schloss Heessen und das Schloss Oberwerries liegen in den Lippewiesen.

Lippewiesen gibt es natürlich nicht nur hier, sondern am gesamten Lauf der Lippe. Die hier geltende Bezeichnung "Lippewiesen" lässt sich aus dem gültigen "Landschaftsplan Ost" der Stadt Hamm ableiten. Das oben bezeichnete Gebiet trägt den Schutzstatus "Landschaftsschutzgebiet" (LSG) und hat die Bezeichnung "LSG 38 Lippewiesen" bekommen.

Daher sind hier verschiedene Tätigkeiten nicht erlaubt: Verfüllen der Gewässer, Wegebau, Befahren mit KFZ außerhalb bestehender Wege, Motorsport, Modellsport, Starten und Landen mit Ultraleichtflugzeugen und Gleitschirmen, Beseitigen von Gehölzen, Zelten, Lagern, Errichtung baulicher Anlagen, Freilaufenlassen von Hunden, Abstellen von Wohnwagen. Für die Durchführung der landwirtschaftlichen Nutzung gelten auch einige wenige Beschränkungen: Flächen dürfen nicht drainiert und Grünland nicht zu Acker umbrochen werden.

Ausdrücklich erlaubt ist die ruhige, stille Erholung.

Das Gebiet ist ökologisch wertvoll. Hier leben eine große Zahl von Vogelarten, ebenso Amphibienarten (Frösche, Kröten, Molche), Schmetterlinge und Libellen. Ein Gutachten des Lippeverbandes, erstellt zum in den Lippewiesen geplanten "Lippesees" (der von der Hammer Bevölkerung abgelehnt worden ist), hat hier 62 Vogelarten registriert. Einige dieser Arten sind sehr selten. Viele Wiesenvögel, insbesondere Kiebitze mit einem sehr großen Individuenbestand, leben hier. Die Bekassine, ein stark gefährdete Schnepfenart, ist an nur zwei Plätzen in Hamm vertreten – einer der Plätze liegt in den Lippewiesen. Auch das Tüpfelsumpfhuhn, eine heimlich lebende, selten rufende und nur von Experten feststellbare Wasservogelart, ist hier anzutreffen.

Die Lippewiesen weisen mindestens 1700 Meter Lippealtarme auf, dazu Teiche, Tümpel und Blänken mit feuchten Grünlandbereichen und Gehölzen. Sie prägen den Auenbereich der Lippe.

Das "Landschaftsschutzgebiet 38 Lippewiesen" ist aus ökologischer Sicht so wertvoll, dass es nach Auffassung des Naturschutzbundes Hamm (NABU) den höheren Schutzstatus "Naturschutzgebiet" verdient hätte.